Zitat von QueenA: Ich denke ich verstehe, was du meinst, und ich glaube auch, dass „gewollt werden“ für viele Menschen eine sehr schöne Basis ist.
Schön das es User gibt die nicht uuuunbedingt alles so verstehen wollen wie sie es nicht sehen, nur um es dann zu kritisieren.
Und ja "gewollt werden" ist sicher eine schöne Basis, nur würde ich sogar noch ein Schritt weiter gehen und sagen das es sogar eine notwendige Basis ist. Zumindest wenn man auf langfristige Beziehungen aus ist.
Zitat von QueenA: Gleichzeitig denke ich, dass „brauchen“ nicht immer etwas Ungesundes sein muss. Menschen brauchen ja auf eine menschliche Art einander sprich Nähe, Austausch, das Gefühl, nicht allein zu sein. Für manche gehört das einfach stärker dazu als für andere.
Da hast du Recht....es wird immer irgendwie einen Synergieeffekt geben. Allein schon bei einer recht unromantischen wirtschaftlichen Betrachtung. 2x 2-Raumwohung warm kostet nun einmal mehr als 1x 3-Raumwohnung (Zustand vergleichbar). Mit dem "gesparten" Geld kann man sich dann Dinge leisten die OHNE die andere Person evtl. nicht gehen. Um diesen Standard zu erhalten "braucht" man die andere Person. Und auch im Alltag, jeder hat andere Stärken, Schwächen, Vorlieben usw. da kann man sich als Paar oder Familie reinteilen/ergänzen was einen als Einzelperson dann im Idealfall entlastet wenn unliebsame Dinge durch . Dazu "braucht" man den oder die andere Person auch.
Und auf anderer Ebene gibt es halt auch Dinge die alleine nur schwer möglich sind. Körperliche Nähe ist allein etwas schwierig. Selbstgespräche wie der Tag war, was schön war, was einen Kopfschmerzen bereitet usw. ...ja kann man machen, aber die Antworten dürften dann auch nicht wirklich brauchbar sein. Komm ich besser wenn ich es meinem Kater erzähle, aber der will ja auch immer nur Fressen.
Lange Rede kurzer Unsinn, solange die andere Person im Fokus steht und der "Mehrwert" der durch die Beziehung entsteht als Bonus empfunden wird, ist alles gut. Bescheiden wird es wenn es um den Bonus geht, wenn man diesen haben möchte und das halt nur im Rahmen einer Partnerschaft möglich ist.
Die eine Seite begibt sich da in eine Abhängigkeit, die vermutlich nicht selten erst durch Warmwechsel aufgelöst wird (weil allein geht ja nicht)...die andere Seite wird unbewusst spüren das es nicht vordergründig um sie selbst geht sondern das was durch ihn/sie möglich ist. Und es kann dauern bis man es versteht das es so ist. Das gilt für beide, denn ich denke nicht das Mehrheit dies bewusst macht.
Zitat von QueenA: Vielleicht ist es am Ende weniger ein Entweder-oder, sondern eher eine Frage der Balance und dessen, was für die jeweiligen Menschen gut passt.
Eben, vermutlich war es auch genau das was @ElGatoRojo meinte mit den Gefallen für seine Frau. Diese Balance.
Ist vielleicht ein wenig wie das Gefühl wenn man ein Geschäft abgeschlossen hat. Wenn BEIDE Seiten das Gefühl haben ein für sich Gutes Ergebnis erreicht zu haben ist gut. Fühlt sich aber eine Partei benachteiligt führt das früher oder später zu Problemen. Dabei ist das auch erst einmal nur ein Gefühl. Dies muss nicht unbedingt mit dem Tatsachen belegbar sein.
Aber das sind alles auch Dinge die beim ersten Date oder davor noch nicht groß von Bedeutung sind. Versprechen kann jede/r viel aber wie gut es da passt wird immer erst die Zeit zeigen. Man kann nur vorher grob filtern und hoffen Anzeichen oder Hinweise richtig interpretiert zu haben ob der andere Mensch passt.
Dabei müssen die eigenen Ausschlusskriterien nicht identisch mit denen von anderen Menschen sein. Jeder führt sein eigenes Leben und sollte wissen wie die Person sein sollte die dazu passt.