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Wann kommt es bei euch zum Date?

Blind-Meg
Zitat von Mann1989:
Auch Männer wollen einfach von der Partnerin gesehen werden.

Dafür, mein Lieber, wäre es enorm hilfreich, wenn der Mann die Frau aber auch "sieht". Und zwar auf die Art, wie sie es braucht.
Und ein Mann, der seiner Frau vermitteln möchte, dass er "gesehen" werden möchte, müsste sich dafür aber auch mal verletzlich zeigen. Nicht immer den Mackee geben, der alles im Griff hat. Und da scheitert es eben bei 99%.

Zitat von Mann1989:
Ja, wenn ich mal nicht kuscheln will, das kommt vor, dann sei die Nachfrage erlaubt, aber da will ich dann keinen stündigen Dialog führen warum es so ist.

Will keiner und darum geht es auch überhaupt nicht.
Offenbar schaffe ich es nicht, das so zu transportieren, wie ich es meine. Aber wie zum Henker ist es dann Arella gelungen, mich trotzdem zu verstehen?
Ein Mysterium....

#6601


A
Zitat von alleswirdbesser:
Warum? Er war einfach begabt und gab damit ganz schön an, Ich meine er wusste wohl wie das wirkt.

Ich versuchs mal zu erklären. Was ich meine.
Diese Polarität, gibt es auch zwischen Partnern. Wenn der eine was kann, was der andere nicht so gut kann, dann ist das anziehend, aber nur , wenn man sich damit nicht höher stellt als ein Partner. Sondern zum Nutzen von beiden.
Er konnte, was du nicht so gut konntest, oder in ihm bewunderst und toll findest. In dem Fall war das Kochen sein Pfauenrad. Sein Gefieder.
Er hat ihr gezeigt, wie schön er sein kann.
Auch wenn es eine Eigenschaft war, die manchmal auf Frauen zugeschoben wird, also Kochen können.
Wenn eine Frau das gut kann, und es für ihn macht, dann ist das ihr Gefieder, in dem Moment.
Sie hat ihm ihre schönsten Federn gezeigt.
Ja ja, und für alle, die noch mal drauf hinweisen wollen, ich weiß, dass im Tierreich die Frau eigentlich eher unterfarbig repräsentiert wird.

x 2 #6602


A


Wann kommt es bei euch zum Date?

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M
Zitat von Blind-Meg:
Dafür, mein Lieber, wäre es enorm hilfreich, wenn der Mann die Frau aber auch "sieht". Und zwar auf die Art, wie sie es braucht.
Und ein Mann, der seiner Frau vermitteln möchte, dass er "gesehen" werden möchte, müsste sich dafür aber auch mal verletzlich zeigen. Nicht immer den Mackee geben, der alles im Griff hat. Und da scheitert es eben bei 99%.

Natürlich, das gilt doch beidseitig. Auch das verletzlich zeigen geht beidseitig und finde ich gerade in der heutigen Zeit doch selbstverständlich.

Zitat von Blind-Meg:
Will keiner und darum geht es auch überhaupt nicht.
Offenbar schaffe ich es nicht, das so zu transportieren, wie ich es meine. Aber wie zum Henker ist es dann Arella gelungen, mich trotzdem zu verstehen?
Ein Mysterium....

Ich hatte das Gefühl deinen Punkt schon zu verstehen. Es ging nicht ums Händchenhalten per se , ich meine es ging dir darum, dass er hätte sagen können, wenn er es nicht gewollt hätte. Statt zu sagen, es sei ok, nur um deine Hand bei der nächsten Ampel dann loszulassen, oder? Es wäre für dich also völlig i.O gewesen nicht mehr Händchen zu halten, wenn er es einfach offen und ehrlich gesagt hätte. Und du hättest das einfach so hingenommen und wäre ok gewesen. Zumindest habe ich es so aufgefasst.

Somit gibt es also die Möglichkeit, dass er sich nicht traute zu sagen was Phase ist oder er hat gar nicht darüber nachgedacht. Das kann, muss aber nicht, mit dir zusammenhängen. Es kann sein, dass er dachte es gäbe Ärger oder aber er wollte schon gar nicht erst darüber reden. Also hatte er womöglich ein anderes Bild von Dir und deiner Art der Konfliktbewältigung oder er war ein gebranntes Kind aufgrund seiner Vergangenheit. Alles ist hier wohl möglich, aber auch nicht so wichtig, denn offenbar hat es einfach nicht gepasst. Du hast jedoch noch geschrieben, wie Du für dich entdeckt hast deine Bedürfnisse wichtiger zu nehmen und dies kund zu tun (O-Ton). Da ist eben dann ein schmaler Grat zwischen die eigenen Bedürfnisse kund zu tun und die Bedürfnisse des Gegenübers klein zureden und zu ignorieren. Da ist dann Augenhöhe nicht immer garantiert und gar nicht so einfach.

#6603


Blind-Meg
Zitat von Mann1989:
Es ging nicht ums Händchenhalten per se , ich meine es ging dir darum, dass er hätte sagen können, wenn er es nicht gewollt hätte.

Ja, so ungefähr.

Zitat von Mann1989:
Es wäre für dich also völlig i.O gewesen nicht mehr Händchen zu halten, wenn er es einfach offen und ehrlich gesagt hätte. Und du hättest das einfach so hingenommen und wäre ok gewesen.

Das weiß ich nicht, ob das völlig okay gewesen wäre. So weit sind wir ja nicht gekommen.

Zitat von Mann1989:
oder aber er wollte schon gar nicht erst darüber reden.

Er wollte am liebsten überhaupt nicht reden.

Zitat von Mann1989:
Also hatte er womöglich ein anderes Bild von Dir und deiner Art der Konfliktbewältigung

Er hatte überhaupt kein Bild von meiner Konfliktbewältigung, weil ihn das nicht interessiert hat. Für ihn war eine Beziehung ein Selbstläufer, um den man sich nicht weiter kümmern muss.

Aber wie kommst du von all dem jetzt darauf, dass ich meine, stundenlang diskutieren zu müssen, warum einer nicht kuscheln will?
Das eine hat doch mit dem anderen überhaupt nichts zu tun?!

Zitat von Mann1989:
Da ist eben dann ein schmaler Grat zwischen die eigenen Bedürfnisse kund zu tun und die Bedürfnisse des Gegenübers klein zureden und zu ignorieren.

Überhaupt nicht. Im Gegenteil.
Eine essentielle Voraussetzung für eine Partnerschaft ist es, den Bedürfnissen des Partners die gleiche Wichtigkeit beizumessen wie den eigenen. Wenn einer in der Partnerschaft ein Bedürfnis hat, haben dieses Bedürfnis automatisch beide, weil es nicht sein kann, dass einer entscheidet, dass dafür kein Platz ist. Bzw beide sollten automatisch ein Interesse daran haben, das Bedürfnis zu erfüllen (oder zu ersetzen oder das sonstwie zu lösen), sonst ist das keine Partnerschaft.
Also nein, die eigenen Bedürfnisse deutlicher zu kommunizieren bedeutet mitnichten, die Bedürfnisse des anderen kleinzureden. Selbstverständlich gilt das alles immer für beide.
Absurdes, aber einfaches Beispiel: Wenn mein Partner Pizza will, muss ich ihm helfen an Pizza zu kommen, weil ich kein Interesse daran haben kann, dass mein Partner auf Pizza verzichtet und deswegen unglücklich ist.

x 1 #6604


Birkai
Zitat von Mann1989:
Viele Männer wünschen sich eben einfach nur Ruhe, Harmonie und Zufriedenheit in einer Beziehung.

Da nehmen sich die Geschlechter wohl nichts.

Zitat von Mann1989:
Auch Männer wollen einfach von der Partnerin gesehen werden. Es gibt für Männer auch Tage, die völlig hart sind, dass wenn sie zu Hause ankommen einfach nur heulen könnten. Da wünsche ich mir dann, dass man mich einfach in den Arm nimmt und mir Mut zuspricht und zwar ohne dass ich grosse Erklärungen abliefern muss. Einfach weil sie sieht, dass ich das gerade brauche. Genauso wie ich es umgekehrt handhabe und sie stütze wenn ich merke, dass sie am Anschlag ist.

Um das zu bekommen, musst du aber auch bereit sein genau diese Gefühle zu zeigen oder auszusprechen. Es ist auf Dauer unglaublich anstrengend, „erfühlen“ zu müssen, wie es dem anderen gerade geht. Wenn es einen in dem Moment auch nicht so gut geht, wird es immer unwahrscheinlicher, dass die Bedürfnisse des Gegenüber wahrgenommen werden.

Zitat von Mann1989:
Da ist eben dann ein schmaler Grat zwischen die eigenen Bedürfnisse kund zu tun und die Bedürfnisse des Gegenübers klein zureden und zu ignorieren.

Die Chance die Bedürfnisse des gegenüber zu übergehen, ist doch am Größten, wenn gar nicht drüber gesprochen wird.

x 2 #6605


ElGatoRojo
Och Leute - wann begreift ihr, dass der Redebedarf offensichtlich deutlich unterschiedlich ist und dass dann, wenn der eine Partner sich vom Reden überfordert fühlt, einfach sein Selbsterhaltungstrieb eingreift und er schlicht nicht mehr zuhört, selbst wenn er automatisch noch "Ja, mach ich" sagt.

x 4 #6606


Blind-Meg
@ElGatoRojo
Und was genau ist zuviel verlangt, dann zu sagen "mir wird das gerade zu viel, können wir ein andermal weiterreden?"

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Ragna
Zitat von Blind-Meg:
Tjanu, dann gibt es wohl sehr viel mehr narzisstische Männer als man so denkt, hm? Ich denke, diese Commnity wächst, weil die Frauen sich ...

Vielleicht hast Du Recht, ohne nichts kommt nichts, dass die Redpiller überall falsch liegen und die neue feministische Liga überall richtig liegt, auch sehr unwahrscheinlich

#6608


Ragna
Zitat von Blind-Meg:
Und ein Mann, der seiner Frau vermitteln möchte, dass er "gesehen" werden möchte, müsste sich dafür aber auch mal verletzlich zeigen.

Ich denke Respektlosigkeit und ich Bezogenheit muss man nicht mit Emotionen kommentieren, wird ein Mann immer ruhiger, dann ist das ein sehr gutes Zeichen, dass er die Beziehung innerlich für beendet erklärt hat und sich zurück zieht.

#6609


A
Gibt ja manchmal auch den anderen Fall, Männer die so viel reden, dass Frau sie gern zukorken würde. Damit er endlich mal still ist. Kommt nicht so oft vor, aber kommt vor.

#6610


ElGatoRojo
Zitat von Blind-Meg:
Und was genau ist zuviel verlangt, dann zu sagen "mir wird das gerade zu viel, können wir ein andermal weiterreden?"

Nun - um das zu merken, muss man nicht Gedanken lesen können, sondern auch als Frau einfach nur mal zuhören. Sprache hat ja bekanntlich auch eine Meta-Ebene über die reine Wortbedeutung hinaus.

#6611


Fenjal
Zitat von Blind-Meg:
Dafür, mein Lieber, wäre es enorm hilfreich, wenn der Mann die Frau aber auch "sieht". Und zwar auf die Art, wie sie es braucht.

Was heisst das denn, gesehen werden, niemand ist transparent, mAn wird viel zuviel verlangt.
Was soll er oder sie sehen?
Das mit der Hand z.b. ist dem Gedankengang geschuldet, man denkt gerade an ein Problem , egal was und lässt los, das hat nichts mit dem Partner zu tun, eine automatische unbewusste Handlung eben, die nicht der Rede wert ist.
Bei dir Blind-Meg wird vieles eng,... jede, für mich Bagatelle, wird ausgeschlachtet, das ist wirklich schwierig.

Zitat von Blind-Meg:
Wenn einer in der Partnerschaft ein Bedürfnis hat, haben dieses Bedürfnis automatisch beide, weil es nicht sein kann, dass einer entscheidet, dass dafür kein Platz ist. Bzw beide sollten automatisch ein Interesse daran haben, das Bedürfnis zu erfüllen (oder zu ersetzen oder das sonstwie zu lösen), sonst ist das keine Partnerschaft.

Bedürfnisse,. die ich habe, hat mein Partner nicht automatisch auch.
Ich drücke ihm nicht meinen Stempel auf, er ist er und ich bin ich.
Natürlich sorgen wir uns umeinander, lassen uns allerdings Freiräume, z.B. regele ich persönlich meine Angelegenheiten allein, zuviel Ausseneinfluss stört den Flow.
Das passt sehr gut, eigenen Interessen ohne Rechtfertigungen nachzugehen, ist ein Muss und eine Vertrauenssache.
Worte geben keine Sicherheit, ganz im Gegenteil, durch Interpretation wird nicht grün sondern rot verstanden, daher, je weniger Worte und dafür mehr Handlung erfolgt, umso mehr optimiert sich das Ganze, so meine Erfahrung.

#6612


Fenjal
Zitat von alleswirdbesser:
Haben wir bisher einmal geschafft, ich habe das Fleisch zubereitet… Er ist nicht so der Grilltyp.

Na und? Wenn er dir seine Grills überlässt, dann ran.
Buche kannst du besorgen, marinierst Steaks, verfeinerst und wirst innovativ, leckeres auf deinen Teller.
Wenn er probieren möchte, schön, wenn nicht tut das deiner Grillbegeisterung keinen Abbruch an
Du genießt deine Kreationen,..läuft 👍 .

x 1 #6613


M
Zitat von Blind-Meg:
Eine essentielle Voraussetzung für eine Partnerschaft ist es, den Bedürfnissen des Partners die gleiche Wichtigkeit beizumessen wie den eigenen.

Bleiben wir kurz bei dem Beispiel mit dem Händchenhalten (ja ist ausgelutscht ich weiss und ist weder böse noch persönlich gemeint). Erachtest Du die gleiche Wichtigkeit als gegeben, wenn Du immer wieder vom Thema Händchenhalten anfängst und er aber das Bedürfnis hat nicht darüber zureden? Dann stellst doch Du dein Bedürfnis über seins, oder? Nicht, dass das schlimm wäre. Das kommt vor und ist menschlich. Schwierig wirds dann, wenn nur noch das eigene Bedürfnis (nach grenzenlosen Gesprächen) gestillt werden soll, während das Bedürfnis des Partners (nach Ruhe und Harmonie) gar nicht mehr wahrgenommen wird.

Zitat von Blind-Meg:
Wenn einer in der Partnerschaft ein Bedürfnis hat, haben dieses Bedürfnis automatisch beide, weil es nicht sein kann, dass einer entscheidet, dass dafür kein Platz ist. Bzw beide sollten automatisch ein Interesse daran haben, das Bedürfnis zu erfüllen (oder zu ersetzen oder das sonstwie zu lösen), sonst ist das keine Partnerschaft.

Jeder Mensch hat eigene Bedürfnisse, oftmals sogar unausgesprochene. Manche werden automatisch gestillt, andere wiederum nie. Ich finde, das gehört zum Leben dazu. Habe ich das Bedürfnis nach langen Gesprächen und meine Partnerin hat das Bedürfnis nach Ruhe, was machen wir dann? Ja mal kann man es so machen und manchmal anders. Im Allgemeinen sehe ich es so, dass das Bedürfnis, das einfacher zurückzustellen ist oder den anderen "belästigt" für den Moment zurückgestellt wird. Soll heissen, wenn wir ein Paar wären und ich möchte Säx und Du nicht, ja dann haben wir eben keinen für den Moment. Dann stelle ich mein Bedürfnis deinem hinten an. Denn ist für mich einfacher auf ein Bedürfnis zu verzichten als für dich, dich meinem Bedürfnis hinzugeben. Das gleiche gilt übrigens für Gespräche, finde ich.

Zitat von Blind-Meg:
Wenn mein Partner Pizza will, muss ich ihm helfen an Pizza zu kommen, weil ich kein Interesse daran haben kann, dass mein Partner auf Pizza verzichtet und deswegen unglücklich ist.

Ja, im Grundsatz. Gilt das aber auch dann, wenn Du metaphorisch gesprochen, ein schreiendes Kind auf dem Arm hast, die Wohnung saugst und mit der anderen Hand den Abwasch machst? Denn so kann es auch mal in der Seele eines Menschen aussehen...

Zitat von Birkai:
Die Chance die Bedürfnisse des gegenüber zu übergehen, ist doch am Größten, wenn gar nicht drüber gesprochen wird.

Nicht zwangsläufig. Ich finde, es wird schon ein Bedürfnis übergangen, wenn eine Person immer wieder über dasselbe Thema einen Dialog führen will und dabei nicht sieht, dass das Gegenüber überhaupt gar nicht sprechen möchte.

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Blind-Meg
Zitat von Mann1989:
Erachtest Du die gleiche Wichtigkeit als gegeben, wenn Du immer wieder vom Thema Händchenhalten anfängst und er aber das Bedürfnis hat nicht darüber zureden?

Hätte er ja gerne sagen können, dass er nicht darüber reden möchte. Hat er aber nicht.
Das ist passiv-aggressives Verhalten.

Zitat von Mann1989:
Schwierig wirds dann, wenn nur noch das eigene Bedürfnis (nach grenzenlosen Gesprächen) gestillt werden soll, während das Bedürfnis des Partners (nach Ruhe und Harmonie) gar nicht mehr wahrgenommen wird.

Auch hier: hätte er gesagt, dass er Ruhe möchte, hätte man sich einigen können. Mit Harmonie wirds schon schwieriger, denn Harmonie erfordert, dass beide zufrieden sind. Dafür dürfen sich dann auch beide einsetzen und nicht nur einer.

Zitat von Mann1989:
Habe ich das Bedürfnis nach langen Gesprächen und meine Partnerin hat das Bedürfnis nach Ruhe, was machen wir dann?

Für den Moment: sich einigen, wie man das löst. ZB sich verabreden, wann man stattdessen sprechen kann, wenn es jetzt gerade nicht passt.
Wenn das immer wieder vorkommt und einer ein viel stärkeres Bedürfnis nach Gesprächen hat, was dem anderen zu viel ist, dann passt man wohl nicht zusammen.

#6615


A


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