Zitat von Ragna: Ich habe nachgefragt wer denn konkret und wie, besonders privilegiert ist.
Ok, dann drösel ich gern auf:
Ich schreibe (Bild der schiefen Ebene), dass Männer strukturelle Vorteile haben. Das heißt ja: Männer sind privilegiert.
Du antwortest: Aber es gibt auch noch alle möglichen anderen privilegierten Gruppen.
Ich schreibe: Ja, das stimmt, hat aber mit dem Thema nichts zu tun.
Und dann fragst Du nochmal, wer konkret und inwiefern privilegiert ist. Also: Männer.
Inwiefern? Da frage ich mich wieder, ob das ernst gemeint ist, weil es hier x-fach Thema war. Ich mache dazu einen eigenen Post, weil es zu lang wird, kommt gleich. In der Regel antwortet auf die Gründe hier im Forum zuverlässig ein Mann: Das stimmt doch gar nicht. Oder: Ich bin aber nicht so.
Mir scheint es daran zu haken, dass oft "strukturell" und "persönlich" vermischt wird.
Beispiel zu beruflich struktureller Benachteiligung von Frauen:
Ich selbst fühle mich
persönlich nicht benachteiligt. Ich bin beruflich erfolgreich, verdiene gutes Geld und arbeite lieber weniger für einen höheren Stundensatz als umgekehrt. Mir ist aber seit meiner Ausbildung klar, wo die strukturellen Nachteile sitzen. Nochmal: Persönlich kein Nachteil für mich. Aber gut finden muss ich das doch nicht? Und das nicht zu sehen?
Um zu Deinen anderen genannten Privilegien weiterzugehen, das können wir gern machen. Eine Frage:
Bist Du privilegiert? (Brauchst nicht antworten).
Ich schreibe es von mir aus: Ich bin privilegiert in Deutschland. Ich bin weiß und habe einen deutschen Vor- und Nachnamen (kannst noch einiges ergänzen, aber das reicht). Ich habe strukturelle Vorteile gegenüber Menschen mit anderer Hautfarbe und fremd klingenden Namen. Dafür muss ich mich nicht in den Staub werfen oder schlecht fühlen, kann ich nichts für.
Genauso wenig wie Männer was dafür können, dass sie privilegiert sind gegenüber Frauen, kann ich was dafür, dass ich privilegiert bin im Vergleich mit anderen Menschen. Ich kann mir meiner Privilegien trotzdem bewusst sein und so leben, dass ich niemanden bewusst benachteilige oder vielleicht - Idee
💡 - jemanden bevorzuge, der meine Privilegien nicht hat.