×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

9651

Wann kommt es bei euch zum Date?

Ragna
Zitat von ElGatoRojo:
Wäre das "Patriarchat" so böse, wie manche es hinstellen, wäre diese Entwicklung so nicht gelaufen.

Mir ist das Patriarchat auch zu negativ besetzt, im Sinne von, alles schlechte was die Gesellschaft hervorgebracht hat, ist dem Patriarchat zuzuschreiben.
Technischer Fortschritt und auch die Gesellschaftsform in der wir jetzt Leben, liegen auch in der Verantwortung des Patriarchats, wenn man denn den ganz großen Bogen spannen möchte.
Natürlich sagen jetzt viele, wenn "damals" schon mehr Frauen beteiligt wären, huih wie gut ginge es uns dann heute, wie weit wären wir schon gekommen.
Jedoch leben wir im hier und jetzt und die Vergangenheit, so schlecht oder so gut sie nun war, ist nicht mehr zu verändern, aber, es gab auch positive Entwicklungen und die sind nicht allein dem Feminismus zu verdanken.
Das wir hier frei mit mobilen Endgeräten unsere Meinung äußern dürfen, weltweit vernetzt und ohne Angst dafür verfolgt zu werden, ist letztendlich auch dem Patriarchat geschuldet.

x 3 #6916


M
Zitat von Birkai:
Hierbei kam heraus, dass männliche Fakultätsmitglieder (besonders in MINT-Fächern) diese Studien prinzipiell schlechter bewerteten als ihre weiblichen Kollegen.

Ich habe neulich einen schönen Vergleich zur Ausgangssituation gelesen. Der Alltag für Frauen und Männer ist wie das Gehen auf einer geringfügig schiefen Ebene: Männer gehen das Gefälle hinunter, Frauen hoch. Viele sind daran gewöhnt, das Gefälle nicht wahrzunehmen: Ist eben so. Das sind die strukturellen Ungleichheiten in unserer Gesellschaft.

Wenn jetzt jemand die schiefe Ebene gerade rückt (nur ein Beispiel: Quote), wird es ungemütlicher für Männer. Es fühlt sich wie eine plötzliche Benachteiligung an, und die Gegenwehr ist groß. Weil sie sich nicht bewusst machen (wollen?/können?), dass sie die bisherige Zeit entspannt bergab gingen und von strukturellen Vorteilen profitierten.

Zitat von ElGatoRojo:
Nur ist es schlicht so, dass die Männer, die nicht gewalttätig sind, trotzdem keine Lust haben, sich jede 5 Minuten für die Gewalttätigen zu entschuldigen.

Als ob irgendwer von den "Guten" ständig Entschuldigungen hören wollte ... das ist albern.

Schade ist, dass die privilegierte Gruppe in der Regel selten diejenige ist, die etwas verändern will. Die dafür einsteht. Vielleicht wäre es ein Schritt anzuerkennen, dass es bei solchen Taten nicht alle Männer, aber fast immer ein Mann ist. (Damit negiere ich nicht den umgekehrten Fall, die Zahlen stehen aber in keinem Verhältnis.)

x 1 #6917


A


Wann kommt es bei euch zum Date?

x 3


Ragna
Zitat von Maribelle:
Schade ist, dass die privilegierte Gruppe in

Die wäre dann wer?
Der Mann an solches, mir zu undifferenziert.
Es kommt immer auf die Perspektive an, für 7/8 der Frauen auf dieser Erde sind die Frauen in Europa privilegiert, in unserer Gesellschaft sind die Menschen privilegiert, die in einer Familie geboren werden, die nicht bildungsfern ist, der deutschen Sprache mächtig und genügend finanzielle Mittel besitzt, sich ein Haus, Urlaube, Kita-Gebühren und ein Vermögen aufbauen können.
Das sind so 30% der Gesellschaft....

x 1 #6918


M
@Ragna : Hier im Thread geht es doch um das Geschlechterverhätnis, ursprünglich mal Dating, in Deutschland, oder nicht? Und für Deutschland ging es um Privilegien durch Geschlechtszugehörigkeit, nicht um Privilegien durch Geld. Darauf bezog ich mich. Deine Antwort ist whataboutism (https://de.wikipedia.org/wiki/Whataboutism ).

x 1 #6919


Blind-Meg
Zitat von ElGatoRojo:
Ja - einige Männer sind gewalttätig. Nur ist es schlicht so, dass die Männer, die nicht gewalttätig sind, trotzdem keine Lust haben, sich jede 5 Minuten für die Gewalttätigen zu entschuldigen.

Ich denke, an dieser Stelle wäre es hilfreich, sich zunächst mal auf eine einheutliche Definition von "Gewalt" zu einigen.
Ich bin mit sehr sicher, dass da die Definitionen sehr weit auseinander gehen.

x 2 #6920


E-Claire
Zitat von ElGatoRojo:
Nur ist es schlicht so, dass die Männer, die nicht gewalttätig sind, trotzdem keine Lust haben, sich jede 5 Minuten für die Gewalttätigen zu entschuldigen.

und genau das ist das Problem. Wer das tut und wer so fühlt, ist nicht in der Lage ein strukturelles Problem von einem persönlichen Angriff zu unterscheiden. Das kann ich auch nachvollziehen, denn wer einfach aufgrund der Historie und den vorherrschenden Privilegien nicht in einer strukturell benachteiligten Position jemals war, dem fehlt die Erfahrung.

Die Debatte um männliche Gewalt verlangt nicht nach Entschuldigung eines Individuums, sondern wir müssen uns gemeinschaftlich fragen, welche Faktoren dazu beitragen, dass es dieses gesellschaftliche Problem gibt.

Männer, die nicht gewalttätig sind, gehen noch immer davon aus, sie seien nicht das Problem und dementsprechend hat das alles nichts mit ihnen zu tun. Dem ist aber nicht so. Jeder Mann, der über eine Frauen verachtende Bemerkung lacht, ihr nicht widerspricht, schweigt, billigt das Verhalten und trägt damit zum Problem bei. Und ich weiß schon, was jetzt kommt. Das ist alles ein riesiges Überreagieren, man wird doch noch mal lachen dürfen, ich lasse mir meine Gedanken nicht zensieren...

Hier ist das Problem, wir lösen die wirklich drängenden Fragen nicht.

x 1 #6921


Blindfisch
Zitat von E-Claire:
Jeder Mann, der über eine Frauen verachtende Bemerkung lacht, ihr nicht widerspricht, schweigt, billigt das Verhalten und trägt damit zum Problem bei.

🤡
Wenn Männer unter sich Sprüche klopfen und etwas Frauenverachtendes dabei ist, soll sich der gute Mann brüskieren und die anderen Männer darauf hinweisen, das die nicht in Ordnung ist. Ja genau....klasse Idee.
Als ob Frauen unter sich nicht auch etwas Männerverachtendes sagen. Nur juckt es die Männer nicht, was Frauen untereinander quatschen.
Wenn öffentlich eine Frau diskreditiert wird, aufgrund ihres Geschlechtes - da bin ich bei dir. Das kommt ja auch praktisch kaum noch vor, da sofort die Karens dieser Welt laut aufschreien - und das zurecht.
In aller Öffentlichkeit Männer an den Pranger zu stellen, sie pauschal für alles Mögliche verantwortlich zu machen, ja auch offen männerverachtent reden, ist heutzutage der Zeitgeist. Ob man so die Männer abholt um die Welt ein Stück besser zu machen, ist mehr als fraglich.
Im Gegenteil - so wird eine Debatte unwahrscheinlicher und die Spaltung der Gesellschaft schreitet voran.

x 3 #6922


Ragna
Zitat von Maribelle:
Deine Antwort ist whataboutism

Wenn die Argumente ausgehen ist es whatsaboutism?!
Es geht mir darum mal über den Tellerrand zu schauen und sich vielleicht, OK ist viel verlangt, ein wenig in Demut zu üben. Nicht im speziellen, im allgemeinen, das hilft andere Perspektiven einzunehmen.

#6923


T
Zitat von Maribelle:
Und für Deutschland ging es um Privilegien durch Geschlechtszugehörigkeit, nicht um Privilegien durch Geld. Darauf bezog ich mich. Deine Antwort ist whataboutism

Um was es im Leben immer ging, ist nicht Geschlechtszugehörigkeit, sondern ums überleben.
Jeder und jede dazu beigetragen was in den jewewiligen Möglichkeiten stand. Das Ergebnis sollte immer im Vordergrund stehen, also das, was unter den zwei Linien steht.
Alle können das natürlich in Frage stellen, für mich war das aber immer Basis

#6924


Ragna
Zitat von Blindfisch:
Im Gegenteil - so wird eine Debatte unwahrscheinlicher und die Spaltung der Gesellschaft schreitet voran.

In den USA ist sie mittlerweile so tief, dass das Pendel zur andere Seite ausgeschlagen ist, mit verheerenden Folgen für die Bürger, Wirtschaft und die Weltordnung.
Wir sind kurz davor, noch habe ich Hoffnung, aber die schwindet, leider.

#6925


Worrior
In den skandinavischen Ländern wo die Gleichberechtigung vorangetrieben wurde hat man die MINT Studiengänge den Frauen schmackhaft gemacht.
Zunächst ein großer Run welcher aber genau so schnell wieder abflaute.
Die Frauen hatten einfach doch nicht so große Lust darauf und richteten ihr Interesse wie vorab wieder auf soziale und medizinische Studien.

Kann es also doch sein dass Frauen und Männer in ihrem Wesen und Interessen unterschiedlich sind?

x 1 #6926


E-Claire
Zitat von Blindfisch:
die anderen Männer darauf hinweisen, das die nicht in Ordnung ist. Ja genau....klasse Idee.
Als ob Frauen unter sich nicht auch etwas Männerverachtendes sagen. Nur juckt es die Männer nicht, was Frauen untereinander quatschen.

Frage, darf man in Deiner Freundesgruppe auch über Ausländer verachtende Bemerkungen machen und alle stehen drum herum, finden das ok?
Und an welcher Stelle finden Deine Freunde etwas nicht mehr ok? Witze über Veganer sind sicher kein Ding, Witze über Tierquälerei, wenn es die eigene Katze/Hund betrifft vermutlich nicht mehr.

Es geht darum, daß Grenzen verschiebbar sind. In jeder Freundesgruppe sind die Grenzen von Äußerungen verschiebbar und zwar immer dann, wenn einer den Mund aufmacht und sagt, hey, ich finde das nicht ok. Ich finde es nicht cool, Menschen abzuwerten.

In meiner Freundesgruppen werden Männer nicht abgewertet und wenn ich das im Forum sehe, schreibe ich dagegen an. Klar, wir reden über Probleme und ja wir beschweren uns untereinander auch manchmal über Männer, aber das geschieht abwertungsfrei.

Es gibt einen Unterschied zwischen jemanden kritisieren bzw dessen Verhalten und jemanden abwerten.

Edit: ich erlebe das bei jüngeren Männern übrigens deutlich anders. Jedenfalls in den Gruppen, die ich erlebe. Ich habe allerdings auch keinen Zugang zu den TickyTocky Bros.

#6927


M
Zitat von Ragna:
Wenn die Argumente ausgehen ist es whatsaboutism?!

Das ist lustig, weil Du offenbar gar kein Argument hattest auf die Fragen, um die es eigentlich ging ... und dich deshalb in whataboutism flüchtest, aber das nun mir vorwirfst, weil ich nicht drauf eingehen mag Lachendes Gesicht

#6928


M
Zitat von Tempest:
Um was es im Leben immer ging, ist nicht Geschlechtszugehörigkeit, sondern ums überleben.

Ja, aber bittschön, doch nicht hier in diesem Thread? 😉🙃
Deswegen kann man doch in einem Forum beim Thema bleiben und muss nicht direkt in den Überlebenskampf metaphorisch?

#6929


A


x 4