Zitat von Mann1989: Und wenn Du googlest merkst Du, dass körperliche Gewalt ohne sächsuelles Motiv deutlich häufiger vorkommt, als Vergewaltigungen auf Parkplätzen und in Parkhäusern.
Zitat von Mann1989: Ich sagte von Beginn sinngemäss, Männer sind häufiger Opfer von Gewalt als Frauen. (Keine sexuelle, keine häusliche, einfach nur gewalt)
Zitat von Mann1989: Also deswegen, wo soll ich annehmen dass dir die gewalt an männern nicht egal ist,
Mir ist Gewalt gegen Männer überhaupt nicht egal. Ich habe einen Bruder und erziehe zwei noch sehr kleine, schwache potentielle Männer, die schon heute den Übergriffen von vor allem Männern ausgesetzt sind und auch als Erwachsene ausgesetzt sein werden.
Jedoch geht die Gefahr für Männer vor allem von anderen Männern aus. Daher die Frage direkt an die hier aktiven Männer
@ElGatoRojo
@Error
@Tempest
@Ben
@Balu85
Was muss sich ändern, damit die Gewalt, die Männer von Männern angetan wird, das Niveau der Gewalt annimmt, die Frauen anderen Frauen antun bzw. noch darunter sinkt?
Bitte nehmt diese Frage ernst und nehmt euch etwas Zeit für die Recherche und Beantwortung, denn Mann1989 ist dieses Thema sehr wichtig und wir wollen für ihn eine Lösung finden.
Und als zweiten Punkt, beantwortet bitte die Frage, was wir als Gesellschaft tun können, um den Männerhass, der Männer tötet, zu bekämpfen.
Mann1989 These ist, dass extreme Feministinnen Männer hassen. Und dass dieser Hass Männer in gleichem Maß tötet wie Frauenhass zu Femiziden führt.
Zitat von Mann1989: Nein, beides tötet, wenn auch auf andere Art und Weise.
Zitat von Mann1989: Dann such mal nach statistiken von suiziden nach scheidung, entzug von kindern etc... da sieht man es ziemlich deutlich.
Wenn die These stimmt, dass Feminismus bzw. Männerhass dazu führt, dass Männer sich nach Scheidungen und Kindesentzug häufiger umbringen (auch wenn ich persönlich keine Zahlen finden konnte zu Suiziden nach Kindesentzug, ist in einer US amerikanischen Studie erkannt worden, dass Männer sich nach Trennungen und Scheidungen 4 Mal häufiger als Frauen umbringen.), was können aus Sicht der Männer Frauen tun, um diese Suizide zu verhindern?
Und bitte bezüglich des Themas "Gewalt gegen Männer" nicht solche Argumente verwenden:
Zitat von ElGatoRojo: Sorry - ihr werdet es wohl überleben, denn auch ihr seid robust mit dem Austeilen.
Auch wenn sich manche Männer hier im Forum sehr robust darstellen, geht es hier um ein wichtiges Thema.
Zitat von ElGatoRojo: Sagen wir mal so: Es gibt Männer, die mehr oder minder stark unter "psychischerGewalt" der Partnerin leiden. So Frauen-Herabsetzungsmechanmismen, die viel subtiler sein können als psychische Gewalt.
Beschreib mal bitte diese subtilen Herabsetzungsmechanismen mit Beispielen, die mit psychischer Gewalt vergleichbar sind und daher gesellschaftlich bekämpft gehören.
Zitat von cline: Es ging um "Wann kommt es bei euch zum Date?"
Jetzt geht´s um Gewalt und geschlechtliche Benachteiligungen ... was hat das mit Daten zu tun?
Ie es dazu kam: BlindMeg hat die patriarchalen Strukturen bzw. die Privilegierung alles Männlichen als einen von vielen Faktoren im Dating benannt. Daraufhin hat Mann1989 zum wiederholten Mal hier im Forum darum gebeten, ihm männliche Privilegien zu nennen. Das habe ich übernommen. Daraufhin hat Mann1989 versucht zu belegen, dass sich die Vorteile der Geschlechter die Waage halten und es daher keine männliche Bevorzugung durch patriarchale Strukturen gibt, und hat dabei Frauenparkplätze und -saunen als "Goodie" für die Frauen beschrieben. Daraufhin kamen wir zu dem Thema Gewalt.
Zitat von Mann1989: wenn Feministinnen nicht einsehen, dass sie schon vielerorts bevorteilt werden.
Wo genau sind Feministinnen denn bevorteilt?
Zitat von RoteTablette: In der Kulturanthropologie findet der Begriff – im Gegensatz zu Misogynie – kaum Anwendung, da es in traditionellen Kulturen so gut wie keine institutionalisierte Feindseligkeit gegenüber der Gesamtheit der Männer gäbe.
Zitat von RoteTablette: Also gibt es den Begriff eigentlich gar nicht - und damit offenbar auch das Ding an sich nicht
Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Es gibt den Begriff nicht, weil es die Struktur nicht gibt. Misogynie ist institutionalisiert, weil sie wesentlicher Bestandteil einer patriarchalen Struktur ist.
In den wenigen matriarchalen Strukturen, die bislang erforscht sind (Musuo, Minangkabau oder modernere Frauengemeinschaften) werden weibliche Götter veehrt, der Besitz matrilinear vererbt und die Gesellschaft aus einem weiblichen Zentrismus heraus gedacht. Das führte bislang jedoch nicht zu ähnlicher Dominanz und Unterdrückung und Gewalt gegen das aus dem Fokus gerückt und von der Erbfolge ausgeschlossene Geschlecht. Matriarchate ziehen ihre Stärke aus der Gemeinschaftsorientierung und weniger aus hierarchischer Unterdrückung.
Daher gibt es die Misandrie in einer der Misogynie vergleichbaren Form nur in der Theorie. Und da diese Theorie vor allem von der Manosphäre propagiert, durchdacht und davor gewarnt wird, besteht ein Zusammenhang zwischen Misogynie und dem Beharren auf der Diskussion und Gleichsetzung von Misandrie.
Zitat von RoteTablette: Und das wirklich Spannende daran: Wer diesen Begriff verwendet, ist quasi automatisch - misogyn!
Du forderst eine bessere Untersuchung misandrischer Strukturen. Diese wurden bislang nur antropologisch untersucht und verneint. Wichtig wäre daher die Stärkung von Genderstudies, damit neben den misogynen Strukturen auch die noch unentdeckten misandrischen Strukturen erkannt werden. Du solltest Dich also für die verstärkte Wichtigkeit und monetäre Ausstattung von Lehrstühlen für Gender Studies einsetzen.
Zitat von ElGatoRojo: sondern darum, dass mit feministischem Drive von BlindMeg eine Diskussion über ein Thema losgetreten wird ohne offen zu legen, wie weit man die Sache überhaupt praktisch einschätzen kann.
Dass BlindMeg diese Diskussion losgetreten hat, ist nachweislich falsch (siehe oben). Und seit wann ist es bei Diskussionen nötig, praktische Erfahrung zu haben, wenn es bereits Studien mit belastbaren Fakten und Zahlen gibt?
Du bist der erste, der über Schwangerschaft, Geburt und CareArbeit mit diskutieren möchte, weil Du daneben standest und es gesehen hast, als es passierte. Aber hier sollen nur Frauen mit diskutieren dürfen, wenn sie einzelne, von Dir ausgewählte Werkzeuge mehrfach verwendet haben?
Hier die Belege zum Nachlesen:
Österreichische Arbeitsinspektion (Arbeitsinspektion, Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsument*innenschutz)
Arbeitsinspektion Wien (o.D.): Gender Mainstreaming und Muskel‑Skelett‑Erkrankungen. Arbeitsinspektion Wien: Arbeitsinspektion des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentinnenschutz*. Verfügbar unter:
https://www1.arbeitsinspektion.gv.at/ew...l01-05.htmAussage: Arbeiten und Hilfsmittel seien „überwiegend für Männer entwickelt worden“, was zu einer strukturbedingten Benachteiligung von Frauen führe, insbesondere im Hinblick auf Körpergröße, Kraft und Lastenintegration.
BMFSFJ‑Publikation (Technikfolgenabschätzung und Geschlecht)
Hummel, Diana; Stieß, Immanuel; Sauer, Arnold (2005): Abschlussbericht des Projekts „Technik und Geschlecht“. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), Berlin.
Aussage: Kritisiert, dass Technikgestaltung und Normsysteme häufig auf einem „männlichen Standard“ beruhen und Geschlechterunterschiede in Körpergröße, Kraft oder Nutzungsmustern kaum berücksichtigt werden.
Projekt „FemTools – Gendersensible Usability‑Forschung am Beispiel von Brennholz‑Werkzeugen“ (Österreich, Forschung im Bereich Arbeitswissenschaft/Technikpsychologie; gefördert u.a. durch öffentliche Forschungsprogramme).
Online verfügbar unter:
https://open4innovation.at/de/projekte/...mtools.phpAussage: Zeigt, dass viele gängige Werkzeuge (z.B. Äxte, Sägen, Spalthilfen) für größere, stärkere Körper und männliche Nutzergruppen konzipiert sind und für kleinere Personen bzw. Frauen zu höherer Belastung und schlechterer Handhabbarkeit führen.
Glass, C. & Mörth, E. (2020): Gender‑ und diversitysensitive Gestaltung von (Studien‑)Arbeitsplätzen – Einblicke in die Gestaltung von Werkzeugen und Arbeitsmitteln. In: päd.‑Dokumentenserver, PDF‑Dokument. Verfügbar unter:
https://www.päd..de/volltexte/2020/18...altung.pdf.
Aussage: Plädiert für gendersensible Gestaltung von Arbeitsmitteln, da vorhandene Tools und Arbeitsmittel oft an männliche Norm‑Körpergrößen und Nutzungspraktiken angepasst sind und Frauen dadurch benachteiligt werden.
Expertenkommentar in
Deutschlandfunk Kultur – „Diskriminierung durch Design – Das Werkzeug des Mannes“
Endler, Rebekka (2021): Diskriminierung durch Design – Das Werkzeug des Mannes. Deutschlandfunk Kultur, 11.04.2021. Verfügbar unter:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/di...s-100.htmlAussage: Viele Werkzeuge und Alltagsgegenstände seien „für die Statur und Bedürfnisse von Männern designt“, während „Frauen‑Werkzeuge“ oft nur farblich (z.B. pink) und optisch angepasst, aber nicht hinsichtlich Ergonomie und Funktion im Sinne diverser Körpermaße weiterentwickelt werden.
Gender‑Mainstreaming und Ergonomie (Österreichische Arbeitsinspektion, Wien)
Teilweise in:
Arbeitsinspektion Wien (o.D.): Gender Mainstreaming und Muskel‑Skelett‑Erkrankungen. Unterstreicht, dass insbesondere Werkzeuge, Hilfsmittel und Lastenummantelungen auf durchschnittliche männliche Körpermaße abgestimmt seien und somit kleinere Personen (darunter überdurchschnittlich viele Frauen) systematisch benachteiligen.
Medizinische und technik‑gender‑bezogene Kommentare (zusätzliche Belege)
Apotheken‑Umschau / Fachartikel zu „männlichem Standard“
Apotheken‑Umschau (2025): Frauen in der Forschung: Warum männlicher Standard nicht ausreicht.
https://www.apotheken-umschau.de/gesund...28309.htmlAussage: Diskutiert, dass Prototypen und technische Standards in vielen Bereichen (inkl. Medizin, Ergonomie) lange am durchschnittlichen Mann orientiert waren, was zu schlechter Passform und höherer Belastung bei Frauen führt.
Diese Aussagen hier:
Zitat von ElGatoRojo: Offensichtlich sind du und deine Schwägerin praktischer begabt als andere sich über Werkzeug beklagende Frauen.
Zitat von ElGatoRojo: Die Industrie macht nicht deswegen die Normgröße, weil es die von Männern ist. Sie fabriziert schlicht nach Marktchance und Durchschnitt der Gesamtmenge potentieller Kunden.
Zitat von Error: Und das mit der Motorsense, wenn Du so klein und zierlich bist - kannst Du eben nicht alle körperlich anstrengenden Tätigkeiten ausüben.
sind also nachweislich falsch bzw. so verkürzt dargestellt, dass sie auf persönliche Talente und Körpermaße abzielen und die systematische, strukturelle Benachteiligung großer Bevölkerungsgruppen, die auch dazu führt, dass Frauen sich weniger für handwerkliche und technische Berufe interessieren, weil viele von Ihnen darin schwerer arbeiten müssten, um das gleiche Gehalt und die gleichen Aufstiegschancen zu bekommen, wie Männer, negiert.
Wie wäre es denn, wenn wir in Kitas die Durchgangshöhe der Türen an den Durchschnitt der professionellen Benutzer anpassen? Männliche Erzieher müssten sich dann halt täglich Dutzende Male ducken. Wäre dann laut eurer Aussagen kein strukturelles Problem, das Männer in diesem Beruf benachteiligt.
Zitat von ElGatoRojo: Seltsam - mit der Motorsense ging es doch auch = Griffe anders nähen, oder von Anfang an Tasche selbst herstellen.
Was soll daran seltsam sein, dass ich es für unangebracht halte, im Jahr 2026 die Umgebung immer noch nach einer privilegierten Minderheit auszurichten und damit die Mehrheit zu verpflichten, ihre Freizeit mit Anpassungsarbeiten zu verbringen, statt sich wie Männer ausruhen zu können?
Zitat von Mann1989: Da sagt sich der männliche Durchschnittsbürger, ja ihr habt ja schon x,y,z bekommen und sprecht noch von patriarchalischen Strukturen?
Zitat von Mann1989: Das kommt mir manchmal vor wie ein Kind auf dem Rummel. In der einen Hand ein Eis, ind der andern eine Zuckerwatte. Am Handgelenk ein Luftballon, in der Tasche ein tolles Spielzeug, das Gesicht am Schminkestand geschminkt bekommen und beim nachhause gehen sich auf den Boden schmeissen und schreihen, weil es die Lackritzstange nicht auch noch bekommt...
Ist Gleichstellung also ein Geschenk der Männer an die Frauen? Sind gleiche Arbeitsbedingungen und unfallverhütende Umgebungen die Zuckerwarte, die ein Erwachsener mit Geld und Macht einen Kind gewährt, solange es sich lieb verhält? Und ist das nicht die exakt patriarchalische Sicht der Männer auf Frauen, von der Du stets behauptest, sie sei längst überwunden und spiele im Alltag keine Rolle mehr?