Zitat von Blind-Meg: insbesondere wenn ein RedPill-Mann sowas sagt.
Buh! (Habe ich dich jetzt erschreckt?)
Nein, ich fürchte, du kaufst hier das gängige Vorurteil über Red Pill, oder du (falls du dich tatsächlich schon mal damit befasst hast) bist einem der Typen aufgesessen (die du bei YT zuhauf findest), die die "Marke" Red Pill für ihre eigenen kommerziellen Zwecke nutzen.
Red Pill ist eine Praxeologie, wie ich in dem Beitrag #8471 schrieb. Wertungsfrei. Ohne Emotionen wie Hass oder dergl. Was man moralisch daraus macht, ist jedem selbst überlassen.
Zitat von Blind-Meg: Wenn ich mir einen "pflegeleichten" Mann vorstelle, fällt mir einer ein, der zwar seine Socken selber waschen kann, aber mit dem sonst nicht viel los ist und der wahnsinnig leicht zufrieden zu stellen ist Fühlt sich tatsächlich langweilig an. Konturlos.
Ok, da gehen unsere Einstellungen auseinander, aber jedem das Seine.
Zitat von Blind-Meg: Nun, das Gegenteil von "pflegeleicht" ist aber nicht neurotisch, sondern anspruchsvoll oder "pflegeintensiv".
Leider geht das bei manchen Frauen Hand in Hand (Mitlesende selbstverständlich ausgenommen).
Zitat von Blind-Meg: Die meisten Männer verkraften es in ihrem Ego nicht, wenn die Frau einen höheren Status oder mehr Kohle hat, und daten deshalb bewusst "abwärts"
In der Tat ist da was dran.
Es gibt da ein Buch von Martin Schröder: "Wann sind wir wirklich zufrieden?: Überraschende Erkenntnisse zu Arbeit, Liebe, Kindern, Geld. Auf Basis der größten Langzeitstudie mit über 600.000 Befragungen"
Dort findet sich unter Kapitel "3.3 Männer müssen mehr, Frauen weniger als ihr Partner verdienen" eine hübsche Grafik, bei der die relative Änderung der Zufriedenheit von Mann & Frau in einer Paarbeziehung gegen den Anteil des Einkommens aufgetragen ist, den die jeweilige Person zum Gesamtverdienst beiträgt.
Und daraus geht hervor, dass der Mann amzufriedensten ist (+0.

, wenn er mindestens 60% des Gesamteinkommens beiträgt. Darunter geht es ziemlichsteil abwärts: Verdient nur die Frau, ist er sehr unzufrieden (-5.2, was schon sehr extrem ist).
Bei der Frau sieht es anders aus: Verdient sie kaum etwas (0 bis 10%), macht das etwas unzufrieden (-0.2); verdient sie mehr, aber weniger(!) als 60%, ist sie zufriedener (+0 bis +0.3), darüber(!) wird sie zunehmend unzufriedener; bei 100% Verdienst (d.h. der Mann verdient nichts) sinkt ihre Zufriedenheit ab bis auf -2.7.
Es ist also durchaus vernünftig vernünftig für beide, wenn der Mann mehr verdient. Wenn ich mir die Kurve so ansehe, dürfte das Optimum (für beide zusammen!) für den Verdienst des Mannes zwischen 60 und 80% liegen, wobei mehr weniger schädlich ist als weniger.
Das Buch ist 2020 erschienen, die Daten stammen aus Deutschland ab 1984. Es gab mal eine Rezension in einer bekannten Zeitung, aber ich kann die nicht mehr finden.