Debby
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Ja, die Feministinnen der 1970er (zweite Welle) haben tatsächlich stark für sexuelle Selbstbestimmung, freie Liebe und gegen die Doppelmoral der damaligen Zeit gekämpft – aber mit einem entscheidenden Unterschied zu dem, was oft als „freie Liebe“ der 68er-Männerbewegung verstanden wurde.
Was die zweite Welle wirklich wollte
Die sexuelle Revolution der 1960er/70er war teilweise eine Männer-Sache: „Wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment“ – das hieß oft, Frauen sollten für alle verfügbar sein, ohne dass sich an der Machtverteilung etwas änderte. Viele Feministinnen (Kate Millett, Shulamith Firestone, Alice Schwarzer u. a.) kritisierten genau das scharf. Sie sagten: Das Private ist politisch. Es ging nicht um „Sex für alle“, sondern um Kontrolle über den eigenen Körper, echte Einwilligung, sexuelle Autonomie und das Recht, Nein zu sagen – auch innerhalb von Beziehungen.