Zitat von hahawi:Wut bejahend und friedvoll annehmen ist ein für mich etwas abstruses Konzept.
So in der Art von geplanter Spontanität.
Ich merke schon, dass manche das nicht so verstehen, was ich schreibe.
Du kannst dir dessen bewusst sein, dass Gefühle nicht von Haus aus "schlecht" sind. Dann kannst du sie annehmen und zulassen. Sie sind nunmal da, so wie die Situation auch, die dazu geführt hat, dass du so empfindest.
Nun kannst du in verschiedener Art und Weise mit diesen Gefühlen umgehen. Ein Weg, damit umzugehen, habe ich mehrfach beschrieben. Was ist daran nicht nachvollziehbar?
Zitat von hahawi:Ich empfinde Deine Beiträge als sehr esoterisch und spirituell angehaucht, das ist wie eine rosa Wolke, die man über Tatsachen legt, um sie noch mehr zu verdrängen.
Ich bin u.a. ein sehr rational denkender Mensch und du kannst mir glauben, wenn mich ein Konzept nicht voll überzeugt, weil es belastbar ist mit Fakten, dann würde ich es auch nicht annehmen wollen - wobei ich Spiritualität auch in Ordnung finde, wenn das keine sonderbaren Formen annimmt. Letztlich muss das aber jeder selbst wissen, an was er glaubt oder nicht glaubt.
(Echte) Wut (im herkömmlichen Sinne) geht immer mit einer Art Stress einher und unter Stress sind deine geistigen Ressourcen maßgeblich beeinträchtigt, genauer gesagt die rationalen Fähigkeiten deutlich reduziert - im Gegenzug dazu können die deutlich erhöht sein, wenn du ganz entspannt und gelassen bist. Das ist wissenschaftlich erwiesen.
Wer hier behauptet, dass Wut so produktiv wäre, hat es (unbewusst) schon erkannt, dass diese Wut anders kanalisiert werden kann in Zuversicht, Hoffnung und Produktivität. Gefühle sind nichts anderes als Energie ("E-Motion") - und das hat jetzt auch nichts mit Spiritualität zu tun. Du hast verschiedene, negative Gefühle schon in deiner Sozialisation durch Konditionierung und Prägung und anhand deiner Erlebnisse und Erfahrungen mit bestimmten Glaubenssätzen verknüpft, die dir sagen, dass es was Schlechtes ist. Gutes Beispiel hier z.B. Angst. Mit Angst kann man auch ganz anders umgehen, indem man sie bewusst "umdeutet" und diese überwinden. Auch das wurde schon in vielen Experimenten gezeigt und wurde hier auch schön geschildert:
Zitat von Dummealtefrau:Und ja dem Stimm ich zu .Dieses annehmen habe ich eigentlich damals gelernt als ich mit Panikattacken angefangen habe. Zu sagen : Hallo da bist Du ja wieder , schön das Du da bist .Halt Dich hier solange auf wie Du möchtest, das ist Ok für mich.
Und siehe da , als ich es Umgesetzthatte wurden die Attacken immer weniger und weniger .
Mit Wut funktioniert das auch.
Bei Hass wird es schwierig. Ich kenne wie gesagt Leute, die vom Hass auf andere Personen so zerfressen sind. Wer hier meint, dass sich das alles immer "von selbst" löst, wenn nur genügend Zeit verstrichen ist, irrt sich gewaltig. Das KANN so sein, muss aber nicht. Ich möchte niemandem hier etwas Böses, wenn ich Tipps für einen aus meiner Sicht besseren Umgang gebe.
Es ist etwas müßig, dann immer wieder falsch verstanden zu werden und angeklagt zu werden, was dazu führt, dass ich mich zu neuen Antworten hinreißen lasse und langsam merke, dass ich mich hier aufreibe. Der Thread wird ohnehin vermutlich in wenigen Tagen in der Versenkung verschwunden sein und niemand liest das mehr, was ich geschrieben habe.
Ich hoffe aber dennoch, dass vielleicht der ein oder andere einen kleinen Nutzen daraus ziehen konnte und sei es nur das Anstoßen in eine bestimmte Richtung, in die man gehen kann.