Da T4U mich erwähnt hat, melde ich mich auch mal dazu.
Wir haben auch in einem Dorf gelebt. Obwohl mein Ex dort aufgewachsen ist, habe ich dort viel mehr Kontakte als er und war auch besser integriert dort.
Ich wäre also sehr gerne dort geblieben, nur wohnen seine Eltern direkt nebenan und sind uneingeschränkt auf seiner Seite. Und das obwohl er derjenige war, der erst nach dem Kennenlernen einer anderen Frau, unsere fast 24 Jahre dauernde Beziehung, beendet hat und auch kurz danach mit dieser zusammen war. Er hatte auch seine Eltern wegen ihr anfänglich belogen. Scheinbar nebensächlich für sie. Ich bin nichts mehr wert.
Ich verzichtete darum darauf, dauerhaft auch nur in der Nähe wohnen zu wollen. Unsere Kinder sind 22, 18 und 11. Die beiden Großen wollten aus Bequemlichkeit im Haus bleiben, der Älteste, weil er sowieso bald ausziehen wollte, der Mittlere , eben aus Gewohnheit.
Mein Ex sieht sich nach wie vor im Recht, hat nach der Trennung seine neue Liebe immer offener ausgelebt, war vor oder nach der Schicht bei ihr, irgendwann dann sogar über Nacht .
Aus Rücksicht vorübergehend ein Zimmer irgendwo zu nehmen, bis ich eine Wohnung für mich und den Kleinen gefunden hatte, kam für ihn nicht in Frage. Er schlief zwar nebenan bei seinen Eltern, nur ist unser Haus ein Anbau, so dass ich genau mitbekam, wenn er unterwegs war, da das Carport direkt vor unserem Haus ist. Das war wirklich schlimm für mich.
4, 5 Monate nach der Trennung, harte Monate, voller Stress und Streit , eben auch durch seine Rücksichtslosigkeit, konnte ich dann umziehen.
Es war sehr schmerzhaft zu gehen, vor allem auch mit nur einem meiner Jungs, denn ich habe zu allen eine wesentlich engere Bindung, als der Vater.
Es war für mich und mein Wohlbefinden aber besser zu gehen. Ich konnte nicht ganz so weit weg, um dem Kleinen wenigstens zu ermöglichen, die Schule zu besuchen, auf die auch seine Freunde gehen. Darum lebe ich nun seit knapp 5 Monaten in einem anderen Dorf im Umkreis, aber eben 11 km weg von ihm, so dass ich zwar durch die Großen mitbekomme, dass die Neue häufig da ist, es aber nicht selbst mit ansehen muss. Das wäre wahrscheinlich kaum auszuhalten, obwohl ich ihn nicht zurück will.
Seine Eltern akzeptieren die Neue voll und ganz, die Mutter hütet sogar ihren Hund, wenn die beiden was vorhaben. Auch scheint es ihnen egal zu sein, was wohlmöglich im Dorf geredet wird. Seine Neue kam direkt nach dem Tag meines Auszugs zu Besuch und ist seitdem regelmäßig dort. Früher hiess es immer, man solle doch an die Leute denken....
Ein Problem hat er allerdings. Die Großen ignorieren die Neue vom Vater, womit er gar nicht umgehen kann. Da gibt es doch tatsächlich Probleme in
seiner ach so tollen neuen, heilen Welt.
Er versucht diese mit der Holzhammermethode zu beseitigen, was wohl nicht so funktioniert. Da bin ich ehrlich gesagt, etwas schadenfroh.
Auch heute, 9 Monate nach der Trennung, ist es ein komisches Gefühl sich in der Nähe meiner alten Heimat aufzuhalten. Mein altes Leben, es fehlt mir einfach. Zu meinen Großen habe ich natürlich guten Kontakt und sie besuchen mich.