Zitat von WhosThatGirl:Vielleicht hat es ihnen gerade deshalb nicht geschadet, weil die Gesellschaft nach wie vor viel mehr damit sympathisiert, dass die Familie aufrecht erhalten bleibt. Was ja im ersten Moment sinnvoll erscheint, aber doch meist nur hilflos verlogen ist.
Kannst Du dieses "meist" belegen?
Mir schwant nämlich, daß die meisten Betrüger gar nicht vorhaben, ihre Ehe aufzugeben und es völlig normal finden, sich nebenher noch wechselnde Goomars zu halten. (Auch, denen was vorzuflunkern. Turteln gehört dazu, wenn man sogar einen Betthasen zum Gurren bringen will - sonst machen das doch nur Tauben.)
Zitat:Hier ein tolles Wahlbeispiel von der CSU auf Gemeindeebene: Spitzenkandidat wirbt auf Plakaten und wird beschrieben als verheiratet mit zwei Kindern. Schöne Familienidylle. In Wirklichkeit hat er aber drei Kinder und zwar eines aus erster Ehe.
Da wäre ich allerdings auch sauer, wenn ich Kind Nr. 3 wäre.
Kann aber nachvollziehen, wenn es nicht an die Öffentlichkeit gehen mag, um sich darüber zu beklagen, daß der eigene Vater es öffentlich so verleugnet. Es ist zwar des Vaters Schande und nicht die eigene, aber vermutlich würde die kindliche Seele es dennoch so empfinden - das Leben kann leider extrem unfair sein.
Psychologisch geschickter wäre, wenn dieser Druck von außen käme. Aber dafür müßte sich erst mal eine Lobby finden, die an der Situation Anstoß nimmt und sich ehrlich darüber empört. Das würde aber ein genaues Hinsehen voraussetzen, wie Du es bei diesem Beispiel löblicherweise an den Tag gelegt hast. Leider sind abservierte Geliebte derzeit spannender als ausgeblendete Kinder, zumal erstere sich auch medial eher bemerkbar machen können als letztere.
Zitat:Deshalb ist mir eine aussagekräftige Geliebte weit sympathischer (auch wenn Du es so siehst, dass ihre eigene Schande mit fünf Fingern aus sie selbst zeigt).
Was sagt Frau Lamparter denn
aus?
Zum einen doch wohl, daß sie eine denkbar schlechte Verliererin ist.
Zum anderen, daß sie kein Geheimnis für sich bewahren kann.
Zum dritten noch, daß sie opportunistisch ist - hätte Herr Bonde sich für sie und nicht für seine Gattin entschieden, wäre die Affaire für sie doch weiterhin probates Mittel zum Zweck geblieben, ihn eben dieser auszuspannen.
Wo erblickst Du in dieser Motivation bzw. in so einem Verhalten ein gesellschaftliches Leitbild?
Zitat:Sie sagt die Wahrheit. Vielleicht weitaus viel zu spät, aber sie steht dazu, dass sie Worten und Versprechungen eines Mannes geglaubt hat, in welchen sie sich verliebt hat.
Zitat:Herzlichen Glückwunsch an die Geliebte, die zum ersten mal in dieser langen Zeit sich für sich selbst entschieden hat.
Nö, hat sie nicht. Sie hat lediglich die Flucht nach vorn angetreten. Das ist so offensichtlich, daß ihre Aktion ziemlich verzweifelt wirkt und sie letztlich als die abgehalfterte, rachsüchtige Schattenfrau dastehen läßt, die sie auch immerhin drei Jahre lang war.
Zitat:Sie muss sich nicht schämen, das die Leute ihr jetzt den Stempel der Miststueck aufdrücken.
Meine Güte, wieso dreht sich eigentlich immer alles um "Schuld", "Scham", als gehe es um etwas, das irgendwie die Welt bewegen würde? Und wieso
kreiert Frau Lamparter überhaupt erst so ein Szenario - etwa um sich von Leuten wie Dir davor "schützen" lassen zu müssen, daß sie sich nicht "schämen" muß? Sie hat doch selbst dafür
gesorgt, daß ihre "Schande" so bekannt wird und damit solche Reaktionen bewußt und gezielt
provoziert!
Mitleid ist da nun wirklich mehr als unangebracht... die Frau ist doch nicht bedürftig, sondern schlägt und tritt um sich, mit allem was noch übrig für sie ist... wirkt das etwa erhaben?
Zitat:Herzlichen Glückwunsch auch an die Ehefrau, sollte sie zu sich stehen und ihre Konsequenzen ziehen und nicht aufgrund falscher "Zwänge" oder unkalkulierbarer Ängste die großmütig verzeihende Frau mimen. Oder weil es finanziell unangenehm werden könnte.
Meines Wissens ist Conny Mayer-Bonde selbst polltisch aktiv. Als Hochschullehrerin dürfte sie zudem auch ohne Mann kaum am Hungertuch nagen müssen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Conny_Mayer-BondeDie Konstellation erinnert eher an eine gewisse Hillary und ihren Bill - und die haben seit vielen Jahren einen Lebenspakt miteinander, gegen den man mit ein paar BJ nun wirklich nicht anstinken kann - wie Monica Lewinsky gegen entsprechende Gage sicher gern öffentlich erklärne wird. Im Gegenteil: Nachträglich hat ihre Aktion damals gerade Hillary positiv aussehen lassen. Eine bessere Werbung für ihre partnerschaftliche Verbundenheit und Beständigkeit hätte sie nicht bekommen können - und sie ist Profi genug, das für ihre aktuelle Präsidentschaftskandidatur geschickt zu nutzen.
Ich sehe da keine armen Hascherln, die ohne Gatten nicht wissen, wie sie sich und ihre Kinder durchbringen wollen, sondern nur eiskaltes Kalkül in Sachen Karriere und Status.