Zitat von Blanca:Zitat von WhosThatGirl:Vielleicht hat es ihnen gerade deshalb nicht geschadet, weil die Gesellschaft nach wie vor viel mehr damit sympathisiert, dass die Familie aufrecht erhalten bleibt. Was ja im ersten Moment sinnvoll erscheint, aber doch meist nur hilflos verlogen ist.
Kannst Du dieses "meist" belegen?
Mir schwant nämlich, daß die meisten Betrüger gar nicht vorhaben, ihre Ehe aufzugeben und es völlig normal finden, sich nebenher noch wechselnde Goomars zu halten. (Auch, denen was vorzuflunkern. Turteln gehört dazu, wenn man sogar einen Betthasen zum Gurren bringen will - sonst machen das doch nur Tauben.)
Das
meist belege ich aus Bekanntenkreis und meinem Umfeld und auch eigener Erfahrung.
Ein Paar hat sich nach aufkommen der Affäre bemüht, ist gescheitert, da sie nicht das leben konnten, was vorher schon verloren gegangen ist.
Ein anderes Paar bemüht sich auch um die Ehe und er geht schon wieder fremd.
ExAM von dem ich mich (ohne ihn anzuschwärzen) getrennt habe, versucht seit einem Jahr wieder in Kontakt zu kommen. Er lebt weiter unglücklich, das erzählt er auch seinem Umfeld und lebt da aus Angst vor Verlust des Kindes etc. (seine Aussage).
Letztlich sind die Gründe auch egal, da er die Chance in seiner Beziehung wieder anzukommen nicht nutzt und stattdessen darauf hofft, dass sie geht und er nicht für das scheitern Verantwortung übernehmen müsste.
Das meine ich mit "meist". Das verlogene dahinter. Dass man sich gar nicht bemüht um den anderen oder klare Veränderungen eingehen will. Ich kenne keine Beziehung, die nach einem Dreieck glücklicher wurde.
Zitat von Blanca:Zitat:Deshalb ist mir eine aussagekräftige Geliebte weit sympathischer (auch wenn Du es so siehst, dass ihre eigene Schande mit fünf Fingern aus sie selbst zeigt).
Was sagt Frau Lamparter denn
aus[i]
Zu allererst sagt sie einfach mal ihre Geschichte aus. Das was sie erlebt hat und kehrt es nicht unter den Teppich
Zitat von Blanca:
[i]Was sagt Frau Lamparter denn aus?
Zum einen doch wohl, daß sie eine denkbar schlechte Verliererin ist.
Zum anderen, daß sie kein Geheimnis für sich bewahren kann.
Wer sagt denn, dass sie sich in einem Kampf befand? Oder das wollte? Sie hat den Versprechen eines Mannes geglaubt, der ihr Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft gemacht hat. Wäre er konsequent und ehrlich gewesen, wäre sie gar keinem Kampf ausgesetzt.
Wer sagt, dass sie ein Geheimnis für sich behalten wollte? Trug sie das Geheimnis doch mit augrund Liebe zu ihm. In Anbetracht seiner Versprechungen ihr gegenüber und einer konsequenten Trennung von seiner Frau, gäbe es gar kein Geheimnis mehr.
Zitat von Blanca:hätte Herr Bonde sich für sie und nicht für seine Gattin entschieden, wäre die Affaire für sie doch weiterhin probates Mittel zum Zweck geblieben, ihn eben dieser auszuspannen.
Wer sagt, dass sich der Herr für seine Frau entschieden hat und die Aktion von der Frau L. somit eine Racheaktion wäre?
Vielleicht haben die Wahlumstände das Fass zum überlaufen gebracht oder ihr würde das hinhalten zu bunt (oder unerträglich).
Vielleicht dachte sie gar nicht ans ausspannen, weil sie davon ausging, dass er unglücklich ist und die Trennung von der Frau der ehrliche und folgerichtige Weg ist. "Ausspannen" klingt doch bewusst so, dass die Dame Freude daran hat sich mit einer anderen Frau zu messen um zu "gewinnen" oder gar eine Familie zerstören will, aus Spaß am Spiel.
Zitat von Blanca:Das ist so offensichtlich, daß ihre Aktion ziemlich verzweifelt wirkt und sie letztlich als die abgehalfterte, rachsüchtige Schattenfrau dastehen läßt, die sie auch immerhin drei Jahre lang war.
Muss man nicht so sehen.
Aber es ist zumindest das Bild, was Medien (ein Teil unserer Gesellschaft) von ihr zeichnen (wollen). Und was den Verursacher (Betrüger) erstmal wieder "abtauchen" lässt.
Die Medien wollen ihn gar "pflichtbewusst" zeichnen: "Er legt seine Ämter ab, damit er den öffentlichen Druck rausnimmt und Ruhe in seiner Familie einkehrt, die er zu schützen sucht."
Jetzt braucht er auch nicht mehr "schützen" ... Das hätte er bewusst über Jahre aktiv machen können, indem er sich keine Geliebte hält und es gar nicht soweit kommen lässt.
Ich habe kein Mitleid mit ihr.
Ich weigere mich nur, mein Augenmerk auf das Fortbestehen einer Fassade zu richten.