Zitat von frischgeföhnt:Zitat von Sola99:Männer ( und Frauen ) gehen fremd, wenn sie ein Defizit spüren . Manchmal wird dieses Defizit auch erst durch eine Affäre sichtbar . Vorher war es einem vielleicht nicht mal bewusst. Plötzlich erkennt man, was gefehlt hat. Dabei geht es nicht notwendigerweise um S.
Dann steht man aber vor der Frage , wie es nun weitergehen soll. Neue Beziehung mit der Affäre ? Ehe fortführen ? Keins von beidem ?
Vielleicht suchen wir auch nur uns selbst in einer Affäre . Entscheidend ist doch aber , wie ich mit den gewonnenen Erkenntnissen umgehe ! Ich glaube , dass viele Männer zurück zur EF gehen, weil sie die Konsequenzen scheuen . Lieber nicht hinsehen, sondern auf Krampf zurück ins alte Leben . Fühlt sich zwar nicht gut an, aber irgendwie wird es schon gehen ...
Das sehe ich auch so. Habe beides selber so erlebt.
Dto.
Um die Statistik zu verwenden und (spekulativ) voranzutreiben:
90 % gehen zurück zu EF (bzw. "bleiben", obwohl sie sich gedanklich und in Form des fremdgehens schon innerlich verabschiedet haben),
von den 90%
- scheuen 80 % die Konsequenzen (welche meist der wirtschaftliche Ruin - wie von kuddel ausgeführlich erläutert - bzw. zumindest die existenzielle Bedrohung (da man es nicht genau abschätzen kann ... also die Angst vor dem Ungewissen) ist,
- die anderen 10 % wollen sich es nicht eingestehen, sind sich nicht bewusst, warum dieser Prozess stattgefunden hat, wollen sich nicht reflektieren und lieben die Partnerin (oder vermuten es, da unterbewusst wohl doch wieder die nicht greifbare Angst vor Veränderung mitschwingt).
Die 10 % die sich aktiv von und selbstbestimmt von der EF lösen, sind stark und konsequent in ihrem Handeln, reflektiert und mutig genug, sich dem Neuanfang zu stellen. Haben sich der Angst gestellt und müssen nicht ständig sich absichern, ob denn am Ende nicht doch alles "für nichts" war. Eine bewusste Entscheidung für das Neue um sich aus unglücklichen Konstrukten zu lösen.
Viele Betrüger denken eben oft so (was die innere Feigheit unterstreicht):
Ich wär ja so gern ein aufrichtiger Mensch, wenn nur das Risiko nicht wäre, dass daraus für mich Nachteile erwachsen könnten.