Guten Morgen alle zusammen!
Tja nun sitze ich mal wieder hier, liegt es am trüben Wetter, aber im Moment fühle ich mich mal wieder ziemlich besch....
Im Grunde gibt es nicht viel Neues, außer, daß ich jetzt schon zwei, dreimal von ähnlichen Konstellationen wie bei uns gelesen habe. Es scheint wohl fast so ein kleiner Trend zu werden, wie es meine sonntägliche, hochintellektuelle Morgenlektüre BamS darstellte. Schöner Trost!
Wie ich euch berichtet habe, arbeitet Sie zwischenzeitlich bei mir, macht Ihre Sache verdammt gut - nie im Leben hätte ich Ihr so einen Eifer u. auch schnelle Umsetzungsgabe unterstellt. Ich war wirklich total positiv überrascht, hatte Ihr das auch gesagt, daß ich stolz auf Sie bin. Ja von daher funktioniert eigentlich alles prima, alles bestens.
Wenn da nicht meine Einsamkeit wäre, man lebt inmitten seiner Familie und fühlt sich einsam, das ist im Moment einfach ein schei. Gefühl!! Ich stürze mich in die Arbeit und liege abends da und möchte alles hinschmeißen. Ich kann momentan verstehen, warum Menschen alles hinter sich lassen u. irgendwo einen Neuanfang suchen, wobei auch dies so gut wie sicher eine spätere bittere Erkenntnis mit sich bringt. Aber alleine mit dem Gedanken zu spielen, gibt einem pflichtbewusten, bodenständigen Mann wie mir, zumindest mal in Gedanken, so einen kleinen Kick! Aber letzten Endes natürlich nicht wirklich!
Ich kann es irgendwie nicht verstehen, warum meine bessere Hälfte sich so wohl fühlt in Ihrem Leben, wie es ist. Aber ich denke dies wird uns Männern wohl auf ewige Zeiten verborgen bleiben. Die Momente an denen ich spüre, daß ich Sie noch liebe werden auch immer seltener, würde mir nicht mein Inneres so deutlich zeigen, daß mir etwas fehlt im Leben, könnte man ja glatt meinen, es passt alles.
Doch an Tagen, bzw. Morgen wie dieser gibt es einfach Momente, wo ich mich einfach hundeelend fühle. Im Grunde hasse ich jeden Tag, den ich mit dieser Einsamkeit vergeude, dann sehe ich wieder meine Kiddy´s und bin mir sicher, es ist im Moment der richtige Weg. Aber ich muß zugeben, irgendwie nagt auf Dauer einfach eine gewisse Perspektivlosigkeit an einem, zumindest an mir. Es gibt sicherlich viele Menschen, wie auch meine Frau, denen gefällt das so. Ich denke Sie fühlt sich richtig wohl, wie bei Ihr so alles läuft. Männer (außer unseren Sohn) hat Sie nach wie vor aus Ihrem Leben gestrichen, was ich im nachhinein irgendwie nicht als Kompliment für mich auffassen kann!

Ja, es tut mir eigentlich richtig weh, daß Sie so richtig loslassen kann und Ihr von mir bereitetes "autonomes" Leben lebt, dabei irgendwie so aufblüht, als hätte Sie Ihr Leben lang darauf gewartet. Es tut mir irgendwie weh, auf Dauer nur der finanzielle Wegbereiter zu sein, nicht das Sie das nicht verdient hätte - Sie tut ja dahingehend auch alles für mich! - aber es fehlt einfach was auf Dauer, mir fehlt etwas auf Dauer ganz gewaltig, das Gefühl das jemand neben mir steht, hinter mir steht (bevor mich jetzt ein weibliches empörtes Bombardement trifft, ich meine das im unterstützenden u. nicht im spaziergängerischen Sinne). Jemanden in die Augen zu sehen u. zu spüren, von daher kommt die Kraft, die Energie die mir meinen Auftrieb gibt. Im Grunde tut Sie das ja alles für mich, aber dennoch ist es etwas anderes wenn man nicht mehr geliebt wird, sondern "nur" noch der gute, ja sogar der beste Freund, an Ihrer Seite ist.
Na wenigstens hilft das Schreiben ein wenig, vielleicht sollte ich hiervon wieder etwas mehr Gebrauch machen! Keine Angst, das sollte jetzt nur ein kleines Spässchen sein u. war nicht als Drohung gedacht! ;D
Also werde ich mal versuchen die Woche besser zu beenden, wie ich sie heute begonnen habe.
LG schluri