Zitat von Pinkkakadu:Kann man, die die Fremdgehen eigentlich überhaupt dafür verurteilen? Jeder hat doch seine Gründe warum er das tut.
Können kann man alles, Gründe finden sich auch immer - und seien sie noch so vorgeschoben.
Zitat von Pinkkakadu:Ich denke in Beziehungen in denen einer fremd geht stimmt einfach irgendwas nicht. Die beiden passen eben doch nicht so gut zusammen oder entwickeln sich in andere Richtungen.
Volle Zustimmung.
Zitat von Pinkkakadu:Dafür kann zumindest ich niemanden verurteilen.
Dafür nicht, das sehe ich auch so.
Aber wenn jemand jahrelang schwanger geht mit - sagen wir mal - bestimmten Vorlieben im Bett,
ohne sich seinem Partner je offen mitzuteilen, sich dann entschließt, dies in Form von Auswärtsspielen auszuleben und das
gezielt ausgefeilt hinter dessen Rücken, so ist und bleibt das ein schwerer
Vertrauensbruch bzw.
Verrat an der Beziehung. Denn je geschickter der Fremdgänger es verheimlicht hat und je dreister er daheim indessen einen auf heile Welt machte, desto weniger
Chancen hatte der betrogene Partner doch wohl,
überhaupt etwas von dieser Fehlentwicklung mitzubekommen, oder ist Telepathie neuerdings auch 'ne Voraussetzung, um vors Standesamt treten zu dürfen?
O.k. - läuft nicht immer so. Ist nur ein Beispiel. Gibt natürlich auch andere, wo der Partner sich im Bett komplett verweigerte - nicht über Monate, sondern Jahrzehnte (!) hinweg - und dabei stets davon ausging, es sei aber "alles in Ordnung". Gab's vor allem "früher" oft, solche Ehen - als Scheidung noch ein Makel war. Zum Glück sind diese Zeiten zumindest formal vorbei.
Aber ich kann schon irjenswie verstehen, wenn jemand, der von seinem heimlich und ungeschützt fremdgehenden Partner mit Aids infiziert wurde und nun kurz vor'm abkratzen steht, nicht wirklich bereit ist, sich dafür die Verantwortung ins Sterbebett mitgeben zu lassen.
Was natürlich auch nur eines von vielen denkbaren Szenarien ist und noch dazu ein sehr extremes.