opele27
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hier zunächst zur Situation. Ich (m42) lebe seit 20.03.2017 getrennt von meiner Ehefrau und meinen beiden Kindern 13 und 14 Jahre alt. Am 20.03.2017 rastete meine Frau morgens aus.
Anlass war, dass ich eine Bemerkung morgens um 07:00 Uhr gemacht habe. Ein Schalter des Außenrollos funktionierte nicht. Ich, "was machst du da?" in ernstem Ton. Blöde Situation, da ich eigentlich nur genervt davon war, dass der Schalter nicht funktioniert, weil ich 2 Tage vorher erst das Stromkabel neu angeschlossen hatte. Sie schrie plötzlich, ich will dass alles nicht mehr, nahm Geschirr aus dem Küchenschrank und warf dies zu Boden. Heulte laut. Ich bat sie, ruhig zu bleiben, nahm sie aber nicht in den Arm. Die Kinder haben das natürlich mitbekommen. Wir gingen nach dem Frühstück zur Arbeit, die Kinder zur Schule. Normal. An diesem Tag arbeitete ich wieder länger, kam gegen 19:00 Uhr nach Hause, meine Frau und die Kinder saßen auf gepackten Koffern und zogen zunächst zu meinen Schwiegereltern, die im selben Ort wohnen. An diesem Abend habe ich bemerkt, dass meine Frau ihren Ehering bereits abgenommen hatte.
Nach einer Woche zog ich zunächst für zwei Woche in eine Ferienwohnung, damit meine Frau und die Kinder wieder ins Haus einziehen können. Meine Frau sprach immer davon, dass sie zunächst zur Ruhe kommen müsse und Zeit benötige. Akzeptiert.
Während dieser Zeit einigten wir uns auf eine Trennung auf Zeit. Ich suchte nach geeigneten Unterkünften, möglichst möbliert für 3 Monate. Dies gestaltete sich als äußerst schwierig, daher zog ich zunächst zu meinen Eltern in mein altes Kinderzimmer. Meine Schwiegermutter schrieb mir irgendwann eine WA mit einem Angebot für eine Wohnung, Mietdauer mind. 1 Jahr. Ich wunderte mich nur noch. Plötzlich hieß es, ich solle mir eine normale Mietwohnung nehmen. Ich habe dieses Thema verdrängt und zog eine Woche vor Ostern ins Gästezimmer unseres Hauses. Über Ostern war ich mit meinem Sohn ein paar Tage weggefahren, Ostersonntag noch bei einem Fußball Bundesligaspiel. Am Morgen des Ostersonntages war die Stimmung wieder gekippt. Ich habe kein freundliches Moin zu meiner Tochter gesagt. Das wollte ich am Abend mit meiner Frau und Tochter in einem Gespräch aufklären. Wir saßen im Wohnzimmer auf der Couch, meine Frau links, meine Tochter rechts. Irgendwann sagte ich in einem Satz "die" oder "sie" zu meiner Tochter in einem Satz, ohne ihren Namen zu sagen, schon rastete meine Tochter komplett aus. Dieser Ausraster schwappte auf meine Frau über, wieder flippte sie aus. Mit den Worten, "schickt mich in die Klapse" und das vor den Kindern, lief in den Garten, verwüstete den Garten und kniete schreiend auf der Terrasse. Meine Kinder riefen meine Schwiegereltern an, die wenig später im Haus waren. Meine Schwiegereltern baten mich, dass Haus zu verlassen. Ich packte meinen Koffer und fuhr benebelt in die Stadt. Dort angekommen in einem Hotel eingecheckt und offline gegangen. Am nächsten Tag zog ich wieder bei meinen Eltern ein, suchte aktiv eine Wohnung und lebe seit 01.05. in einer günstigen 1,5 Zimmer Wohnung.
Kurz nach dem Rauswurf besuche ich regelmäßig einen Psychotherapeuten, meine Frau versuchte mir zu verstehen zu geben, dass ich an einer Depression leide. Schrieb mir einen 7-seitigen Brief, welcher mit den Worten, ich liebe dich, endete. Sie weiß einfach nicht mehr weiter, brauche Luft zum Atmen, die ich ihr nicht geben kann. Etwaige Versuche mit ihr zu reden, endeten immer in einer katastrophalen emotional aufgeladenen Stimmung.
Irgendwann habe ich über ihren Facebookaccount im Messenger mitgelesen, dass sie mit einen alten Schulfreund, der sich seit Januar dieses Jahres in Trennung befindet, schrieb. Ich weiß, dass es nicht richtig ist, aber über den gemeinsam genutzten Googleaccount waren die Passwörter auf unseren Mobiltelefonen irgendwie gesichert. Meine Frau machte sich richtig an ihn heran. Sie tranken beide Wein in ihren Wohnzimmern, posteten sich Bilder, meine Frau sprach schon von ihrem Ex und das sie sich eine Anwältin genommen habe.
Am Folgetag habe ich mich in die Nervenklinik selber eingewiesen, ich konnte einfach nicht mehr. Eine Woche durchschlafen tat gut. Meine Frau forderte mich während meines Klinikaufenthaltes auf, Unterhalt zu bezahlen, da ich nicht davon ausgehen solle, dass sie jetzt für alle Kosten aufkommt. Gesagt getan, ich setzte sofort meine Medikamente ab, vereinbarte einen Termin bei meiner Anwältin bezgl. Unterhaltszahlungen. Diese zahle ich seit 01.06.2017 regelmäßig.
Irgendwann gestand sie mir, dass sie mit jemanden schreibt. Nach dem Urlaub, sie fuhr allein mit den Kindern und unserem Wohnwagen nach Holland, sagte sie, sei sie mit ihm jetzt zusammen. Ich Depp habe den Wohnwagen vorher noch gewaschen, neue Reifen bestellt. Wollte eigentlich mit in den Urlaub, sie sprach, sie hielt dies für keine gute Idee. Inzwischen gehe ich regelmäßig zur Selbsthilfegruppe für Getrennte. Das tut richtig gut. Kann nur sagen, es gab keine Gewalt, kein Fremdgehen, keine Alk. oder so.
Inzwischen hat sie den Wohnwagen verkauft und möchte, dass ich meinen Anteil am Haus an sie übertrage. Ihre Eltern würden sie dabei finanziell unterstützen. Hat mir zwischen Tür und Angel auch schon den Wert unserer Immobilie (völlig daneben) genannt. Ein Gutachten steht jetzt noch aus. Und das ganze erst nach 4 Monaten Trennung. Alles sehr skuril.
Warum verhält sie sich so? Ich verstehe die Welt nicht mehr. Wie soll ich mich verhalten? Kann es ein zurück geben? Was haltet ihr von Kontaktsperre? Mit den Kindern bin ich in Verbindung und unternehme was mit ihnen.