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Was bitte ist hier passiert?! Plötzliche Trennung

T
@Balu85 Tut mir leid, du hast gar nicht verstanden, was abgeht
ich habe aufgehört zu lesen, nach "Emotional missbraucht finde ich jetzt irgendwie übertrieben" und "klassisches Verhalten von denen, die sich trennen"

x 1 #1021


Balu85
Zitat von Tatiana:
Ja, ich bin gerade extrem "chaotisch" und desorientiert, aber statt dass ihr es für möglich haltet, dass ich nicht grundsätzlich so bin und er damit ganz viel zu tun hat und in so eine Dynamik vielleicht keine 2jährige sollte.....das ...passiert irgendwie nicht, oder?

Aber bei dir ist die Kleine doch jetzt gerade auch Teil dieser Dynamik? Du hast ja bisher auch noch gar nicht die Möglichkeit gehabt einmal runterzufahren.
Und so wie du inzwischen über deinen NM schreibst, stelle ich mir das Nestmodell extrem schwer vor. Für alle Beteiligten.

x 2 #1022


A


Was bitte ist hier passiert?! Plötzliche Trennung

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T
Zitat von Timeconsumption:
Es gab auch diejenigen, die Dir gesagt haben, dass Du nicht in der Lage bist, solch eine Diagnose zu stellen und dass das nur von einer fachkundigen Person (von der hier keine anwesend ist!) übernommen werden kann. Man kann sich in einem Thread nunmal nicht nur die Passagen heraussuchen, die einem passen und allen ...

Sehr wohlwollend?
Ich wurde als krank, vereinsamt dargestellt und als jemand, die ihr Trauma durch die Tochter und Taktieren gezielt kompensieren möchte. Du hast doch mitgelesen, oder?

x 3 #1023


Balu85
Zitat von Tatiana:
Tut mir leid, du hast gar nicht verstanden, was abgeht
ich habe aufgehört zu lesen,

ja...wenn man nicht verstehen will dann ist das so.
Viel Glück eurer Tochter.

x 3 #1024


T
Zitat von Tatiana:
Sehr wohlwollend? Ich wurde als krank, vereinsamt dargestellt und als jemand, die ihr Trauma durch die Tochter und Taktieren gezielt kompensieren ...

Ja, es waren wohlwollende Kommentare dabei. Sogar in der Mehrheit.

x 6 #1025


T
Die "Mehrheit" heißt, dass es auch andere Stimmen hier gab- Du weißt das also, aber entschuldigst den Rest

x 1 #1026


Sretsnovicx
@Balu85 also wenn die Kids, Schule, Kita, Sport und Freunde danach haben, hat der Wochenend Papa auf jeden Fall qualitativ wesentlich mehr Zeit mit den Kids als an den vollgepackten Wochentagen. Dazu nicht jeden Morgen Stress damit alle sich rechtzeitig an Kita und Schule sind und nachmittags streiten ob die Hausaufgaben jetzt nach 30min Protest oder später mit 30 min Protest gemacht werden…. Muss Papa auf den Donnerstag zum Afterwork ausweichen, während Mutti die Clubs von Freitag bis Sonntag unsicher macht.

Oft dreht sich dann alles mal kurz um 180 Grad!

x 2 #1027


Balu85
@Sretsnovicx ...schwieriger Nickname 🤣
Ähm, ja. Zeit mit den Kindern an sich sich hat man am WE mehr. Aber....dann hat man auch 0 Freizeit (je nach Job) und es gibt halt auch Dinge daheim die gemacht werden müssen. Also ist das auch so ein Spagat. Und je nach Entfernung wird es dann so mit 14 oder 15 losgehen das die Kinder sich dann lieber mit Freundin am WE treffen als zum Papa zu fahren.
Hausaufgaben und lernen gibt es auch am WE. Aber schön das es überall das gleiche ist. 30min Protest wegen der Hausaufgaben die in 10min gemacht sind. Wobei bei uns zumindest die HA schon im Hort gemacht werden. Ich schaue nur noch einmal drüber.

#1028


NineNinchen
@Tatiana Du bist sichtlich verletzt und das auch zu Recht und ich kann auch den Gedanken verstehen, dass du denkst wenn er sich trennt, dann nimmt er dir dein Kind und das soll nicht sein, denn er geht ja immerhin. Einmal angenommen du hättest dich getrennt, hätte dann dein Mann mehr "Recht" auf mehr Betreuungszeit, denn dann hättest du ja die Familie auseinandergerissen.

Bei einer Trennung gibt es leider keine Gerechtigkeit, nur ganz viele verletze Gefühle. Das ist einfach wirklich unfair und auch wie die Trennung abgelaufen ist.

Es ist sehr schwer sein Kind jetzt teilen zu müssen, nicht mehr täglich sehen zu können, weil einer nicht mehr will. Das tut furchtbar weh, nicht nur dir, sondern auch ihm vermutlich.

Aber leider lesen sich einige deiner Beiträge wirklich so, als ob du dich an dein Kind klammerst, weil dir dein Halt genommen wurde. Es ist verständlich das es dir so geht, aber du musst dir deiner Verantwortung bewusst sein dir selbst Halt geben zu können. Das kannst du nicht auf dein Kind übertragen. Mir hat meine Therapeutin dabei geholfen. Vielleicht wäre das begleitend auch was für dich? Das alleine zu schaffen ist so schwer.

Meine Kleine war ja bei der Trennung auch erst 2. Wie du hab ich mich die erste Zeit an sie geklammert, aber auch sehr schnell mitbekommen, dass das nicht die Lösung sein kann. Sie braucht auch ihren Papa, egal wie er stellanweise mir gegenüber auftritt. Beim JA wurde uns gesagt, dass in dem Alter kurze Abstände zwischen den Elternteilen sinnvoll sind. Die längste Zeit sind 3 Tage wo sie ihren Papa nicht sieht. Aber manchmal lasse ich sie zwischendrin Fotos anschauen oder auch mal über Video mit ihm telefonieren. Es tut mir immer ein bisschen weh, aber es ist wichtig. Wir habe die Aufteilung so, dass ich die Kinder 4 Tage habe und er hat sie 3 (Bin in Elternzeit, er arbeitet, daher erstmal eine nachvollziehbare Aufteilung). Die Wochenenden abwechselnd. So haben wir einen Rhythmus von einer Woche A und B. Sollte zwischendrin an den Betreuungstagen mal jemand was vorhaben, kann getauscht werden. Beim JA wurde uns mitgeteilt, dass der Umgang der Eltern möglichst so sein soll, dass jeder irgendwie wieder einigermaßen normal leben kann.
Vielleicht ist die Regel, dass dein Kind vier Tage bei dir lebt stimmiger für dich. Da hast du sie mehr, aber auch der Vater kommt dazu sich um sie kümmern zu können.

Die freie Zeit kannst du für dich nutzen, dir ein Netzwerk aufbauen, Freunde suchen, für dich sein, neuen zu Hause für euch aufbauen.

x 12 #1029


Seteca
Guten Morgen 💪

Die so facettenreichen Impulse, auf die Thematik der Umgangsregelung, sind für mich irgendwo alle nachvollziehbar. Trotzdem liest es sich für mich teils vorverurteilend und nicht gerade verständnisvoll und bestärkend gegenüber tatiana.

Mein Eindruck ist es überhaupt nicht das Tatiana ihr Kind für irgendetwas "nutzt". Bislang habe ich wahrgenommen, dass sie sehr wohl loslässt. Das Kind scheint recht häufig mit dem Papa bei den Großeltern zu sein und das vorübergehend geplante Nestmodell und die Eheberatung spricht für ein entgegenkommen, ich denke auch im Sinne der Tochter.
Für tatiana stelle ich mir das emotional hart vor. Jedoch hat sie sich nun klar dafür entschieden und es scheint, als wenn sie sich mit 6 Monaten eine überschaubare Zeit zumuten mag, in der sich alle neu orientieren können.
Dass sie langfristig Zweifel an einem Wechselmodell hat, kann ich auch nachvollziehen. Sie erlebt ihren (Ex)Mann auf der Paarebene aktuell, wie einige Frauen zuvor, unzuverlässig und ich kann mir vorstellen, dass sie sich deswegen über die Verlässlichkeit und Sprunghaftigkeit in Partnerschaftsbeziehungen des Papa's Sorgen macht.
Mir würde der Gedanke auch Sorgen bereiten, dass mein Kind jedes Jahr eine neue Frau vom Papa kennenlernen und verabschieden muss und das Kind lebt dazwischen mit einem 50% Wechselmodell. Der größte Wunsch den ich für mein Kind habe ist Verlässlichkeit. Mag ja sein, dass dies dem Papa gelingt, aber den Gedanken einer Basis für das Kind, wo es grundsätzlich bei der Mama lebt, kann ich gut nachvollziehen. Grundsätzlich finde ich auch auch toll, dass es da einen Papa gibt der sich kümmern und auch weiterhin Verantwortung übernehmen möchte. Ich schätze tatiana nicht so ein, dass sie nicht auch über alle 2 Wochen am WE hinaus die Tochter zum Vater und den Großeltern lassen würde... die Toleranz zeigt sie aktuell doch schon.

Mein Eindruck ist, dass sie auf dem Weg der Findung für einen sicheren Hafen für das Kind und sich selbst ist. Wie es dann kommen wird mit den Umgangsregelungen scheint noch offen zu sein. Gücklicherweise arbeiten beide Elternteile bei Beratungsmöglichkeiten mit und ich wünsche viel Glück 🍀 für einen gesunden Entscheidungsprozess aller Beteiligten.

x 6 #1030


A
Ein Psychologe hat mit mal gesagt das im Grunde genommen in jedem Menschen narzisstische Züge und Verhaltensmuster vorhanden sind. Von daher bin ich persönlich mit der Verwendung des Begriffes Narzisst sehr vorsichtig.

Ungeachtet dessen könnte das von dir geplante Modell jede Menge Konfliktpotential beinhaltet, das sicherlich nicht innerhalb von ein paar Tagen oder Wochen beseitigt ist. Ich bin mir nicht sicher ob du selber eine jahrelangen Streit um Kind führen möchtest bzw. ob dies gut für deine Tochter ist

x 3 #1031


Lukrethia
@Tatiana ist eine frisch getrennte Frau (nicht mal ein Monat, glaube ich?), die gerade den Halt verloren hat und sie wünscht sich nun das Beste für ihr Kind. Absolut nachvollziehbar. Auch, dass man sich nicht vorstellen kann, sein Kind 50% der Zeit nicht mehr zu sehen. Davor haben ganz viele Getrennte Angst und möchten das nicht, aber es ist leider die Realität der Trennung. Sie möchte ihre Tochter schützen und ich kann das gut verstehen. Ich würde auch für Menschen, die ich liebe, in den Ring steigen und kämpfen. Das ist legitim, und auch solche Äußerungen empfinde ich in dem Stadium der Trennung als vollkommen normal. Der Schmerz wird weniger werden, der Blick fokussierter. Es werden sich neue Perspektiven ergeben, es wird Gespräche mit Anwälten und/oder Familienhilfe, Therapeut, Freunden, Kollegen usw. geben und dann wird neu evaluiert. Eine große Rolle wird auch spielen, wie das kleine Mädchen jetzt dann mit der neuen Situation umgehen wird.

Da wird gleich wieder mit Kanonen auf Spatzen geschossen: emotionaler Missbrauch, klammern, das Kind für die eigene Bedürfniserfüllung benutzen. Klar, das gibt es alles, aber @Tatiana ist dabei, sich selbst zu sortieren und redet offen über ihren Status Quo - so weit ist das bei ihr noch lange nicht. Da kann man dann seine Sicht der Dinge darstellen, auch kritisch, ohne dass man gleich mit Krake und Co kommen muss.

@Tatiana Ich möchte dir gerne noch eine andere Perspektive mitgeben: meine Mama hat große, narzisstische Anteile. Sie ist eine wirklich fürchterliche Partnerin. Die ganze Bandbreite an typischen Dingen wie Abwertung, Mauern, Gaslighting, Manipulation, Kontrollsucht... Kann man bei ihr alles auf die Liste setzen. Aber paradoxerweise war meine Mama eine wunderbare Mutter. Natürlich konnte sie in der Erziehung ihre Tendenzen nicht ganz verbergen oder abstellen, aber kein Elternteil ist perfekt. Es muss also nicht zwangsläufig sein, dass er ein schlechter Vater ist, weil er mutmaßlich narzisstische Anteile hat. Dass du es im Auge behältst, finde ich gut und wichtig. Ob es als Begründung reicht, dass man das 5-2 Modell erhält, wage ich wiederum zu bezweifeln. Aber wenn du einen guten Anwalt hast, wird er dir hoffentlich auch darlegen können, was hier eine realistische Einschätzung ist.

@NineNinchen hat es gut auf den Punkt gebracht. Vielleicht magst du mal in ihren Faden reinlesen?

x 6 #1032


A
Zitat von Lukrethia:
Natürlich konnte sie in der Erziehung ihre Tendenzen nicht ganz verbergen oder abstellen, aber kein Elternteil ist perfekt. Es muss also nicht zwangsläufig sein, dass er ein schlechter Vater ist, weil er mutmaßlich narzisstische Anteile hat. Dass du es im Auge behältst, finde ich gut und wichtig.

@Tatiana
Mir hat folgendes geholfen: Mein Ex übernimmt jetzt mehr Care-Arbeit, als in der Zeit, als wir zusammenwohnten. Ein Plus für das Kind und natürlich auch für mich, da ich jetzt auch mal durchatmen kann.

Natürlich schaue ich mir sehr genau an, was mein Ex mit den Kindern macht. Aber nur weil er als Partner eines mieses ..... war (und wohl auch noch ist), macht er sich als Vater gut.

Ja, es ist hart sich zu gewöhnen. Aber das alles hat für Kind und Dich langfristig auch Vorteile.

x 4 #1033


T
Zitat von Tatiana:
Die "Mehrheit" heißt, dass es auch andere Stimmen hier gab- Du weißt das also, aber entschuldigst den Rest

Wie Du da nun drauf kommst, ist mir schleierhaft.

Ich habe lediglich geschrieben, dass es unterschiedliche Meinungen gab. Keineswegs ist daraus zu lesen, dass ich mit dem Geschriebenen d‘accord gehe.

Was ich Dir lediglich nahelegen möchte ist, dass man eine Paarebene strikt von einer Elternebene trennen muss. Dazu gehört eben auch, dass Du das, wie er sich Dir gegenüber verhält, von Deiner Tochter losgelöst sehen solltest.

Auch, wenn Du (verständlicherweise) nun argumentierst, dass er schließlich auch sie verlassen habe. Das hat er aber so nicht verlauten lassen, oder? Zumindest liest sich nichts von einer Trennung der Tochter - im Gegenteil, er möchte sie ja weiterhin häufig sehen und kümmert sich um sie.

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Birkai
Zitat von Tatiana:
Woooooooow, ihr habt mich zu einer "kranken", "einsamen" Frau mit "Krallen" gemacht, die ihr Trauma eiskalt und unreflektiert mit ihrer kleinen hilflosen Tochter kompensieren möchte, sogar "mit taktischem Geschick", sodass ich hier keine Hilfe mehr erwarten dürfe.

Ich glaube nicht, dass du irgendetwas davon bist. Aber in der ersten Zeit nach so einer Trennung ist es wirklich schwer nicht die Verletzungen mit entscheiden zu lassen. Die Trennung von Paar- und Elternebene braucht auch Zeit und wenn dies bei euch möglich ist, nimm sie dir.

Die Art der Trennung und das "Nachtreten" ist wirklich mies. Das hab ich in ähnlicher Form auch erlebt. Mein Highlight war, dass er mir im Gespräch mit den Kindern die Verantwortung aufgehalst hat von der Trennung zu erzählen. Aber was er nie gemacht hat, ist das gleiche Verhalten bei unseren Kindern an den Tag zu legen.

Was mir am Anfang geholfen hat, ist alle Entscheidungen und Umgangsmodelle erst einmal "auf Probe" zu gestalten. Mein Ex hat sich im Vorfeld wenig um die Kinder gekümmert und sämtliche Verantwortung lag bei mir. Ich hätte mich ohne einen "Rückweg" auch nicht wohl gefühlt. Daher haben wir uns darauf geeinigt regelmäßig miteinander zu reden, ob das gewählte Modell so beibehalten werden kann. Auch der Weg in ein Residenzmodell wurde nie ausgeschlossen. Meine Kinder waren bei der Trennung jedoch schon älter und daher auch klarer kommunizieren konnten. Wir haben ihnen die Entscheidung offen gelassen und tun das immer noch.

Den Beitrag von @NineNinchen finde ich sehr gut. Kleine Kinder haben andere Anforderungen, aber das eine "Zuhause" ist meist nicht entscheidend sondern der regelmäßige Zugang zu den Bezugspersonen.

Wäre es für euch nicht zielführender statt einer Paartherapie in Richtung Elternberatung zu wechseln?

x 3 #1035


A


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