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Was bitte ist hier passiert?! Plötzliche Trennung

M
Zitat von Tatiana:
Also, das Ding war nicht, dass ich erwartet habe "Er soll ein Gentleman sein und für mich die Wohnung warm machen". Er hatte mich morgens gefragt "Willst du die Fenster auf haben?", ich habe "ja" gesagt und damit wäre es auch für mich das Normalste gewesen, die Fenster abends auf zu ...

Solche Gefühle sind doch total normal,
Dir wurde halt von heute auf morgen der Boden unter den Füßen weggezogen.
Das ist ja was anderes, als wenn Trennung sich ankündigt (war bei mir zum Glück immer so).

Aber das Gute: auch Dein Unterbewußtes wird irgendwann wieder umschalten.
Und er wird dann nicht mehr so wichtig sein. Da braucht es jetzt halt Geduld.
Aber das geht vorbei. Bestimmt.

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Seteca
Zitat von Tatiana:
Es ist auch immer noch dieser katastrophale Schock, dass nicht alles so ist, offensichtlich, wie es aussieht oder sich anfühlt! Wie soll ich je wieder vertrauen, dass das, was ich fühle, so stabil ist, wie ich denke?

Hey, wie geht es dir?
Indem du auf deine Intuition schaust. So wie jetzt. Du merkst das es alles andere als "üblich" ist, dass dein Mann ohne Vorwarnung oder vorherige Konflikte die Ehe aprubt beenden möchte. Da ist doch, mit seinen Beziehungsvorgeschichten, etwas, dass mit dir gar nicht mal so viel zu tun haben kann. Es scheint doch eher so zu sein, dass dein Mann eine Ehe/Beziehung mit mehr oder weniger "üblichen" Spannungen nicht aushält.

Wie gelingt die Paartherapie? Gibt es neue Erkenntnisse warum er urplötzlich ausbricht anstatt mit dir "übliche" Meinungsverschiedenheiten zu klären?

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A


Was bitte ist hier passiert?! Plötzliche Trennung

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T
Ein guter Reminder: Die Probleme, die wir aus seiner Sicht hatten, sind etwas "Übliches" gewesen. Ich will es nicht klein reden und es tut mir sau leid, dass er scheinbar fühlt, nicht genug Nähe von mir bekommen zu haben- aber es sind halt alles Dinge, die man hätte lösen können.
Er zählte Dinge in der Paartherapie auf, die ihm konkret gefehlt hätten. Zu allem habe ich gesagt "Aber das ist doch total in Ordnung, kann man doch leicht ändern" (Dinge wie "Mehr Umarmungen". Die gab es übrigens natürlich weiterhin. Aber okay, mehr davon! Wie einfach ist das denn?)

Dazu sagte er mir "Aber das geht nicht, du KANNST das nicht, du BIST einfach kalt". Jetzt kennt ihr mich nicht, schon klar. Ihr wisst nicht, ob ich ein kalter Mensch bin- hilft wahrscheinlich auch nicht viel, dass Freunde mir natrülich das Gegenteil bescheinigen. Aber....Findet es sonst noch jemand merkwürdig, dass gerade ER -mir- sagt, ich bin kalt? Der Mann, der einfach quasi über Nacht weg ist und seine 2.5 Jährige war es nicht mal wert, dran zu arbeiten. Ein Mann, der mich so massiv auf's Mark beleidigt hat, als Mutter und Mensch (und übrigens jetzt davon ab ist- er sagte, er hätte das mit der kalten Mutter nicht so gemeint)

Kommt es außerdem noch wem komisch vor, dass er mir sagt, ich hätte einfach zu viele "red flags" gehabt. Es sei einfach zu viel, was an mir falsch und nervig ist, daher musste er halt gehen.
--Und trotzdem geht er in Therapie, "um rauszufinden, wie es zu diesem Punkt kam"
Ist für mich merkwürdig. Wenn ich doch einfach so schlecht war, dann hat er doch seine Antwort, wie es zu dem Punkt kam!

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Scheol
Zitat von Tatiana:
Ein guter Reminder: Die Probleme, die wir aus seiner Sicht hatten, sind etwas "Übliches" gewesen. Ich will es nicht klein reden und es tut mir sau leid, dass er scheinbar fühlt, nicht genug Nähe von mir bekommen zu haben- aber es sind halt alles Dinge, die man hätte lösen können. Er zählte Dinge in ...

Würde mal in den Raumstellen das er das durch diese Aussagen vor sich selbst rechtfertigen will.

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T
Zitat von Scheol:
Würde mal in den Raumstellen das er das durch diese Aussagen vor sich selbst rechtfertigen will.

Genau das. Mal wieder Nagel auf den Kopf getroffen. Ich denke, er braucht diese harte Story über mich/uns, um rechtfertigen zu können, warum er all das gerade macht. Wie sein bester Freund gestern sagte "Warum er gerade so viel Gutes zerstört"

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Scheol
Zitat von Tatiana:
Genau das. Mal wieder Nagel auf den Kopf getroffen. Ich denke, er braucht diese harte Story über mich/uns, um rechtfertigen zu können, warum er all das gerade macht. Wie sein bester Freund gestern sagte "Warum er gerade so viel Gutes zerstört"

Du kennst meine Meinung dadrüber.

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Blind-Meg
Zitat von Tatiana:
(Dinge wie "Mehr Umarmungen". Die gab es übrigens natürlich weiterhin. Aber okay, mehr davon! Wie einfach ist das denn?)

Dazu sagte er mir "Aber das geht nicht, du KANNST das nicht, du BIST einfach kalt".

Ich kann das Gefühl, das er anscheinend hatte, nachvollziehen. Habe es in meiner Ehe selbst so erlebt. Ich hätte mir gewünscht, dass auch mal er mich in den Arm nimmt und nicht nur ich ihn. Und wenn es passierte, fühlte es sich trotzdem kalt und lieblos an. Bei meinem Ex schätze ich, das lag daran, dass für ihn diese Gesten keine Bedeutung hatten, er hat sie quasi "über sich ergehen lassen".
Ich möchte dir nicht unterstellen, dass es bei dir auch so ist. Aber ich vermute, dass das Gefühl, was beim jeweils anderen ankommt, also damals bei mir und heute bei deinem Mann, wahrscheinlich ein ähnliches ist. Für mich waren Umarmungen dadurch quasi "wertlos", weil sie eben nicht von Herzen kamen und lieblos waren.

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T
Zitat von Blind-Meg:
Ich kann das Gefühl, das er anscheinend hatte, nachvollziehen. Habe es in meiner Ehe selbst so erlebt. Ich hätte mir gewünscht, dass auch mal er mich in den Arm nimmt und nicht nur ich ihn. Und wenn es passierte, fühlte es sich trotzdem kalt und lieblos an. Bei meinem Ex schätze ich, das lag daran, dass für ihn ...

Ich kann dir das nicht übel nehmen, da du mich nicht kennst.Was du sagt, ist ja eine plausible Erklärung. Ich war sicher im Mum-Modus und es war einfach weniger davon da (Nochmal- wir hatten nur ne Std Freizeit am Tag), aber ich war nicht so kalt, wie du das beschreibst. Hier ist was anderes im Gange.

#1088


aequum
@Tatiana
Es ist immer wieder die selbe Story, dass der oder die Partnerin, die mit sich und dem eigenen Leben unzufrieden oder gar unglücklich ist, solche krassen Erklärungen an den Tag legen, einzig um sich selbst in ihren Entscheidungen und Rechfertigungen bestätigt wissen wollen.

Das ist absolut notwendig weil sie ansonsten nicht fähig wären, sich zu trennen.

Was oftmals dabei vergessen oder vielleicht sogar bewusst ignoriert wird, ist der Punkt, dass sie ihre eigenen Defizite und Schwächen mit in ihre neue Lebensfase oder Beziehung mitnehmen.

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T
Zitat von aequum:
@Tatiana Es ist immer wieder die selbe Story, dass der oder die Partnerin, die mit sich und dem eigenen Leben unzufrieden oder gar unglücklich ist, solche krassen Erklärungen an den Tag legen, einzig um sich selbst in ihren Entscheidungen und Rechfertigungen bestätigt wissen wollen. Das ist absolut notwendig weil ...

Mir war nicht bewusst, dass es so was gibt, so ein Phänomen. Aber es wird mir jetzt immer klarer.
Was gut ist: Er rollt es gerade für sich in der Einzeltherapie auf. Bin gespannt, ob er da was für sich erkennt. Immerhin sagte er gestern, ich hätte alles Recht der Welt, auf ihn sauer zu sein. Vielleicht schon etwas Therapiefortschritt?!

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aequum
Zitat von Tatiana:
Immerhin sagte er gestern, ich hätte alles Recht der Welt, auf ihn sauer zu sein. Vielleicht schon etwas Therapiefortschritt?!

Das könnte durchaus so sein aber dennoch vorsicht. Nicht alle Menschen schaffen es zu reflektieren. Zumindest nicht bis zur Einsicht darüber, dass man falsch agiert und gehandelt hat. Dennoch schafft es nach wie vor die Mehrheit. Allerdings nur mit fachkompetenter Hilfe. Seine Therapie ist also ein absolut richtiger und sehr wichtiger Schritt.

Ob und wie lange es bis zu einer Einsicht kommen wird, hängt von der Persönlichkeit ab. Es kann durchaus einige Monate dauern.

Zwischenzeitlich solltest Du es vermeiden, seine Themen zu befeuern. Versuche Dich diesbezüglich bestmöglich zurückzuhalten.

#1091


T
Er kann sehr gut reflektieren --normalwerweise-- ist sehr intelligent und interessiert an Psychologie UND gerade super motiviert "dahin zu gucken, wo es weh tut". Ich kann nur hoffen. Und Tee trinken.

#1092


aequum
Zitat von Tatiana:
Ich kann nur hoffen. Und Tee trinken.

Wie heißt es so schön? Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Hoffnung zu haben ist ja auch nicht verkehrt, sondern imgrunde positiv.
Nur ist man immer gut beraten, auch auf sich selbst zu achten und sich nicht in der Hoffnung zu verlieren.

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alleswirdbesser
Zitat von Tatiana:
aber es sind halt alles Dinge, die man hätte lösen können.

Denken nicht ganz viele Verlassenen genau das? Aber leider meistens nur nachdem sie verlassen wurden

x 2 #1094


T
Das denken die Verlassenen, wenn sie erst Wochen nach der Trennung hören, was konkret dem anderen gefehlt hat...

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A


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