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Was bitte ist hier passiert?! Plötzliche Trennung

unbel-Leberwurst
Zitat von Tatiana:
Sicher. Und ich hatte ihm zugesichert, dass ich das gerne tuen werde, weniger arbeiten etc

Er hingegen nicht?

#241


T
Zitat von unbel-Leberwurst:
Er hingegen nicht?

Doch, er hat schon ein wenig reduziert und will schauen, ob das genug ist.

Er verdient auch einfach mehr, daher macht es auch Sinn, wenn ich mehr reduzieren würde
Ich hab 100x gesagt, ich tu das, nur jetzt noch nicht, weil ich gerade Geld brauche.
Er hat mir das irgendwie am Ende nicht mehr geglaubt oder infrage gestellt, ob ich das wirklich mache

#242


A


Was bitte ist hier passiert?! Plötzliche Trennung

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AnnaLüse
Zitat von kata_smiles:
Aber so, wie sie die Gespräche schildert? Bis auf das eine betreff 2.Kind, das lief nicht gut. Sonst schien alles im Lot.
Ich kann das gut nachvollziehen. Die Erschöpfung mit Kind und Kegel auch bei ihr, aber das Gefühl, dass das eben normal ist und durchstehbar und das Glück die Mühsal überwiegt.
Nochmal: sie schaffte es. Er nicht...
Sein Verhalten finde ich ...


Ich fürchte - und damit will ich sein Verhalten nicht entschuldigen - er kann das gar nicht vehementer kommunizieren. Mit dem Elternhaus würde es mich nicht wundern, wenn er nie gelernt hat, seine Wünsche so zu formulieren, wie sie sich anfühlen. Er ist es gewohnt, nachzugeben, keine Grenzen zu setzen, sich anzupassen und einzustecken. Es ist für ihn womöglich normal, nach außen hin okay bis glücklich zu wirken, obwohl er sich den Gesprächsausgang anders gewünscht hätte und Tatiana auch andere Worte oder Emotionen gebraucht hätte, um die Dringlichkeit wahrzunehmen.

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M
Zitat von Tatiana:
Okay, bin neugierig merretich, gerne her mit der Diagnose. Meinst du Psychopath? Oder halt Narzisst? Ich habe am Anfang echt so drauf geschaut, aber vielleicht hab ich es doch einfach nicht erkannt? Ich hab drauf geachtet, dass es kein Love Bombing gibt. Kein Hoch und Runter, sondern eine klare Linie. Kein Mich ...

Du ich hab keine Ahnung. Ich kenne ihn nicht.
Aber wie gesagt: sein Verhalten lässt drauf schliessen, dass er keine Empathie hat
(das kann jede mögliche Störung sein, auch ein depressiver Schub oder Burn Out)...
ich würde mich aber im Beziehungskontext nicht an Diagnosen aufhängen, auch wenn der
eine oder andere hier zu recht eine Pathologie welcher Art auch immer vermutet...

Fakt ist: es ist extrem zerstörerisch und schadet Dir. Entsprechend würde ich handeln.
Denke vielleicht mal in erster Linie an Dich, wie Du Dich jetzt schützen kannst.
An Rückkehr zu ihm würde ich echt nicht denken.

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unbel-Leberwurst
Zitat von Tatiana:
ich tu das, nur jetzt noch nicht, weil ich gerade Geld brauche

Ihr habt getrennte Kassen?

#245


A
Zitat von ElGatoRojo:
Offensichtlich haben sich hier beide in der Kommunikation nicht mit Ruhm bekleckert. Nur - ihr Ignorieren seiner Wünsche wäre ja jederzeit heilbar ...

Ich halte das weniger für feindselig, sondern für eine etwas überstürzte Flucht, um sich selbst zu retten. Was auch nicht das ungesündeste Verhalten ist. Burnout kommt ja ziemlich schlagartig um die Ecke. Da wurschtelt man lange herum, und plötzlich kippt der Schalter. Vermutlich hat er erkannt, dass der Kipppunkt (wieder) erreicht ist. Eine Freundin von mir ging noch Tennis spielen - und Tags darauf schaffte sie es für Jahre nicht mehr aus dem Bett. Und ihr Mann musste mit Socken durch die Wohnung rutschen, der angeblich surrende Kühlschrank 5mal ausgetauscht werden, selbst sein Atemgeräusch war ihr oft schon zu viel. Das ist jetzt über 15 Jahre (!) her, sie ist bis heute quasi nicht mehr wirklich arbeitsfähig. Wäre ihr Mann nicht so erzkatholisch, hätte er sie schon lange verlassen. So opfert er halt sein eigenes Leben für sie.

Also muss die Frage erlaubt sein: Mit 1-2 kleinen Kindern, wäre die Liebe oder Selbstaufgabe der TE dann auch so groß, alles allein zu wuppen inkl Mann, ders vielleicht nie mehr so wirklich aus dem Bett schafft? Oder würde sie dann gehen, wenn sie nicht mehr kann?

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M
Zitat von Ella:
Genau. Und man hat eine Erklärung parat, warum es hätte überhaupt nicht funktionieren können.

Naja...ich finde schon, es reicht EINE Person in einer Beziehung die sich daneben oder
zerstörerisch verhält, um alles in die Luft gehen zu lassen...
Die einzige Frage die man sich dann stellen kann und die TE sich ja auch stellt:
was habe ich vorher übersehen, dass mein Bild von ihm (nett, respektvoll, lieb) so garnicht
mit der Realität bzw seinem Verhalten zusammenpasst.
Der Spruch dass es immer zwei braucht zum Streiten oder für eine Trennung ist einfach
falsch. Wenn jemand mir ein Messer in den Rücken rammt, werde ich ja auch nicht gefragt,
was mein Rücken in jemand fremdes Messer zu suchen hat, oder?
Nur in Beziehungsfragen und insbesondere im Kontext von Frauen, die schlecht behandelt
werden, kommt der Spruch immer von irgendwem. Da wäre ich vorsichtig.
Es kann nämlich dazu führen, dass jemand, dem echt gerade unrecht geschieht noch die
Schuldkarte zugeschoben wird. Und das ist das letzte, was man in so einer Situation brauchen kann.

Und es ist ihr gutes Recht, sich ein zweites Kind zu wünschen wenn sie verheiratet ist und
bereits eins hat...v.a. da sie bereits 40 ist. Der Mann darf auch gerne anderer Meinung sein und
das muss verhandelt werden.
Niemals jedoch kann es sein, dass sie mit ihrem Wunsch schuld an seinem totalen
Daneben Verhalten ist. Auch wenn einige hier das so interpretieren.
Wie gesagt gibt es tausend andere Möglichkeiten, damit umzugehen ohne soviel Schaden
anzurichten. Vielleicht kann er es auch einfach nicht. Aber dann ist es auch gut, wenn er geht.

x 6 #247


Z
Zitat von Arnika:
Eine Freundin von mir ging noch Tennis spielen - und Tags darauf schaffte sie es für Jahre nicht mehr aus dem Bett. Das ist jetzt über 15 Jahre (!) her, sie ist bis heute quasi nicht mehr arbeitsfähig.


Mit burn out? 15 Jahre? Uff. Das ist doch heute gut behandelbar.

Aber gut,wenn sie keinen Anlauf mehr machen will und rundum versorgt ist, ist ihr Leidensdruck vielleicht nicht so hoch , wie man vermuten könnte.

#248


alleswirdbesser
Zitat von Tatiana:
Genau das war es. Wir haben auch darüber gesprochen. Man erwartet doch vor einer solchen Trennung noch einige Eskalationsstufen davor!

Und bis dahin harrt man aus und ändert nichts?

#249


M
Zitat von alleswirdbesser:
Und bis dahin harrt man aus und ändert nichts?

Naja ich denke auch wenn ein Kleinkind da ist, dann ist das einfach auch eine sehr anstrengende Zeit,
die aber ja irgendwann auch wieder vorbei geht. So hat die TE es eingeordnet und so sehen es
viele Eltern. Aber soweit denkt er offensichtlich nicht.
Ich finde auch es gibt tolle Paartherapeuten. Hab selber mal paar Sitzungen Paartherapie gemacht,
das kann irsinnig helfen. Allerdings wer so handelt wie er, hat vermutlich innerlich solche Baustellen,
die vermutlich auch von der Ursprungsfamilie noch gefüttert werden, dass ich JETZT nach diesem
Verhalten nicht mehr auf ihn bauen würde.
Wie jemand schrieb: Trennung akzeptieren. Fertig.
Sollte er reparieren wollen, wäre es an ihm, sich was auszudenken, nicht an der TE.
Ob das Vertrauen wiederhergestellt werden könnte, ist nach der Aktion sehr fraglich.
sollte er wie von ihr vermutet eine andere Frau kennengelernt haben, würde sein ganzes
Verhalten unter der Überschrift Gaslighting zu verbuchen sein. Denn er hat ihr ja auchdrücklich
erklärt, dass sie mit dem was sie alles falsch macht oder nicht liefert schuld ist dass ER sich
jetzt trennen muss. Dann könnte man wirklich mit ihm abschliessen. Ohne Diagnose.

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alleswirdbesser
Zitat von Tatiana:
Ufff, danke, du hast es absolut erkannt. Genau das. Ich habe ihn sehr geliebt und er hat mir NICHT das Gefühl gegeben, dass das Ende nah sein ...

Und was hat sich im Rahmen der Gespräche und Reflexion verändert?

Wenn ich zurück denke, an die Zeit als mein Exmann das zweite gemeinsame Kind angesprochen hatte, da war ich mit dem ersten gemeinsamen Kind zu Hause in Elternzeit, mein Sohn aus erster Ehe ging schon zur Schule und es gab keine Gespräche betreffend fehlender Paarzeit und schon gar nicht fehlender Intimität (seinerseits). Es war zwar nicht mein Plan, aber ich habe mir darüber Gedanken gemacht und mich für ein weiteres Kind entschieden. Damals war ich mir sicher, dass wir eine intakte Ehe führen, denn er hat sich nie beschwert und das Kind war sein Wunsch. Hätte ich nur den geringsten Zweifel daran gehabt, dass wir als Paar es nicht schaffen werden, würde ich auf keinen Fall ein weiteres Kind bekommen, das als Trennungskind aufwachsen soll. Die Trennung kam Jahre später. Und ich hätte mir gewünscht, er hätte überhaupt mal den Mund aufgemacht und mir gesagt, dass ihm was fehlen würde. Heute ahne ich in etwa, was nicht in Ordnung war, damals war ich mir sicher, dass wir zusammen alt werden würden.

x 1 #251


T
Zitat von AnnaLüse:
Ich fürchte - und damit will ich sein Verhalten nicht entschuldigen - er kann das gar nicht vehementer kommunizieren. Mit dem Elternhaus würde es mich nicht wundern, wenn er nie gelernt hat, seine Wünsche so zu formulieren, wie sie sich anfühlen. Er ist es gewohnt, nachzugeben, keine Grenzen zu setzen, sich ...

Ja, auch das passt wie die Faust auf's Auge. Ich glaube, du hast total recht. Man KANN mit seiner Mutter keine Grenzen setzen- mir selbst ist das auch nie gelungen und dem Vater absolut auch NULL. Er schluckt und schluckt einen Angriff von ihr nach dem anderen. Er schweigt, sagt nichts und wirkt außen absolut in sich ruhend dabei, aber man merkt, es KOCHT unter der Oberfläche.

Sie ist auch Expertin darin, dass man es bei ihr nicht wagt. Sie macht und tut alles, hilft aus, wo sie kann, kocht, putzt und legt dir noch ne Schoko aufs Kissen, wenn du kommst. Man denkt, wie er auch Oh, was für eine fürsorgliche Mutter und ich hatte aber schon IMMER den Gedanken Nimm das nicht alles an, die wird irgendwann sagen 'Ich hab doch alles getan und du hast nur von mir profitiert, wie kannst du es nur wagen, dich gegen mich zu stellen'. Er sieht das NUR so, dass seine Mutter doch alles tut, unterstützt, fürsorglich ist, immer da ist etc

#252


T
UPDATE: Er hat eben angerufen! Puuuuuuuuuuuhhhh!
Ein gutes Telefonat. Auf einmal war er wieder er. Wir hatten wieder Kontakt. Und es ist wieder teilweise ne krasse 180 Wende, nur auf die Trennung pocht er weiterhin. Ich les erstmal die letzten Kommentare und beschreibe gleich mehr

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T
Zitat von merretich:
Naja...ich finde schon, es reicht EINE Person in einer Beziehung die sich daneben oder zerstörerisch verhält, um alles in die Luft gehen zu lassen... Die einzige Frage die man sich dann stellen kann und die TE sich ja auch stellt: was habe ich vorher übersehen, dass mein Bild von ihm (nett, respektvoll, lieb) so ...

DANKE! Find ich auch. Ich darf doch ein 2. Kind wollen. Jetzt sehe ich das auch alles etwas anders, aber da war es eben mein Wunsch, denn es schien gut zu laufen, why not.

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alleswirdbesser
Zitat von Tatiana:
Was auch etwas verloren gegangen ist in all dem Aber guck mal auf dich- Du hast ihn nicht gehört etc Was sagt ihr denn zu den krassen ...

Mein Ex hat kurz vor der Trennung Dinge getan, die in den 18 Jahren davor kein Thema waren. Es kam mir im Nachhinein so vor, als wollte er sich noch mehr binden, um nicht zu gehen. Kontovollmachten, Versicherungen, teuere Anschaffungen. Letztendlich hat er eine Woche nach dem Urlaub die Trennung ausgesprochen, ein Monat vor unserer Hochzeitsreise zum 10jährigen und ein paar Tage vor dem Geburtstag der Kurzen war er weg.
Ich stand da mit Kindergeburtstag und einer Menge Kinder im Freibad und einer sterbenden Katze, er wollte mich weder sehen noch sprechen und das zog er die nächsten Jahre durch trotz Kinder. Sowas kann man mit Logik nicht erklären.

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