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Was bitte ist hier passiert?! Plötzliche Trennung

GreenTara
@Tatiana
Zitat von Tatiana:
Aber sensibel im Sinne von Reizüberflutung passiert schnell

Die unbewusste Abwehr und Schotten dicht ist auch mir nicht fremd. Ich würde mich auch im Nachhinein nicht als A'loch dafür sehen. Mir musste dies auch erst einmal bewusst werden. Wenn die Party am lustigsten und am lautesten war, bin ich nach Hause. Vor den Böllern graut es mir mindestens genauso wie meiner Katze. Allerdings ist es meine Aufgabe, damit umzugehen, und nicht die meines Umfeldes. Jetzt wundert sich niemand mehr, wenn ich für die andern mittendrin aufstehe und gehe. Für mich ist es aber nicht mittendrin, sondern Ende Gelände.
Das gemeinsame Leben bei euch liest sich doch recht turbulent für jemanden, der einen höheren Bedarf an Ruhe, Harmonie und Schlaf hat.

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Scheol
Zitat von Tatiana:
Was auch etwas verloren gegangen ist in all dem Aber guck mal auf dich- Du hast ihn nicht gehört etc Was sagt ihr denn zu den krassen Meiungsumsprüngen? Gestern noch Wir könnten eine Paaartherapie machen und ....wenn es dann bei der Trennung bleibt..., heute Nein, ich will nicht an uns ...

Hier siehst du seine Widersprüchlichkeit.

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A


Was bitte ist hier passiert?! Plötzliche Trennung

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Nostraventjo
Zitat von merretich:
Ich glaube nicht, dass sich jemand Sensibles so wie die Axt im Wald verhält. Ehrlich gesagt habe ich schon gezuckt, als Du das erste mal schriebst ...

Bei einem meltdown kann ein sensibler oder autistischer Mensch sehr übel ausrasten, laut und sogar gewalttätig werden.

Bei einem autistischen Burnout kann er auch alles urplötzlich abbrechen wenn er über einen längeren Zeitraum versucht hat Stress auszuhalten.

#333


M
Zitat von GreenTara:
@Tatiana Die unbewusste Abwehr und Schotten dicht ist auch mir nicht fremd. Ich würde mich auch im Nachhinein nicht als A'loch dafür sehen. Mir musste dies auch erst einmal bewusst werden. Wenn die Party am lustigsten und am lautesten war, bin ich nach Hause. Vor den Böllern graut es mir mindestens ...

Ich bin auch sehr reizempfindlich. Ist vermutlich auch ein Grund, warum ich mit Kinderwunsch immer
eher zurückhaltend war. Auf Partys gehe ich auch als Erstes, brauche mehr Schlaf, Ruhe und Natur
als andere, um im Gleichgewicht zu bleiben.
Ich denke das Problem ist nicht diese Disposition.
Sondern sie adäquat zu kommunizieren. Konstruktiv damit umzugehen.
Und irgendwie ist es auch widersprüchlich: wenn der Schlaf so heilig für ihn war, warum musste/
sollte sie abends dann noch regelmässig für S. zur Verfügung stehen, obwohl IHR Akku längst
leer war!?!
Mir kommt es eher vor wie das Prinzessin auf der Erbse Syndrom eines Mannes, der immer irgendeine
Frau um sich hatte, die ihm alles abnahm, ihn schonte, ihm die Trauben reichte und ihn noch für sein
schwere Leben bemitleidete, während sie ihn vor den Konsequenzen seines Handelns und Eigen-
verantwortung schützte...

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M
Zitat von Nostraventjo:
Bei einem meltdown kann ein sensibler oder autistischer Mensch sehr übel ausrasten, laut und sogar gewalttätig werden. Bei einem autistischen Burnout kann er auch alles urplötzlich abbrechen wenn er über einen längeren Zeitraum versucht hat Stress auszuhalten.

Schon. Aber bisher ist keine Diagnose bekannt.
Und dass er so den perfekten Partner gespielt hat bis dass die Maske derart verutscht, passt auch nicht dazu.
Autisten sind meiner Erfahrung nach sehr authentisch und direkt.

#335


Nostraventjo
Zitat von merretich:
Schon. Aber bisher ist keine Diagnose bekannt. Und dass er so den perfekten Partner gespielt hat bis dass die Maske derart verutscht, passt auch ...

Nicht immer. Gibt auch welche die sehr gut maskieren bis sie irgendwann völlig zusammen brechen. Besonders wenn sie gar nicht wissen dass sie anders sind.

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M
Zitat von Blindfisch:
Das geht nicht. Sich abhängig von einem Mann machen. Als wenn der Mann nicht abhängig davon ist, das seine Frau sich gut um die Kinder kümmert und nicht abhaut und im Falle einer Scheidung ihn ausninmt wie eine Weihnachtsgans. Die moderne Frau ist gebildet, geht Vollzeit arbeiten und hat ...

Ich denke viele Frauen haben Angst, ihre Stunden zu reduzieren, weil der Gesetzgeber Frauen mit kleinen kindern nicht mehr schützt wie früher. V.a. wenn es dann zur Trennung kommt. Sie müssen SELBER für ihre Rente sorgen.
Und dafür, im Arbeitsmarkt aktuell zu bleiben.
Ich habe die TE auch so verstanden, dass er sagte, sie solle arbeiten gehen. Er wollte also nicht sie versorgen/freistellen, damit der Stress reduziert wird.
Von einem Angebot an sie, dass ER reduzieren will (wäre die Alternative zur Entlastung des Systems) habe ich
auch nicht gelesen...

x 1 #337


Scheol
Zitat von Tatiana:
Okay, ich glaube, ihr seid da an etwas dran. Wie ich mit Scheol besprochen habe-- Vielleicht ist er eine Hypersensible Person (HSP) Das erklärt eigentlich alles. Warum schon eine leere Tasse auf dem Tisch zu viel ist. Warum er mich chaotisch nennt. Warum er super sensibel ist, wenn er weniger schläft. Warum er super ...

Wie war das Verhalten der Mutter in der Kindheit zu ihm ?

Die Mutter wird als dominant bezeichnet. Vermutlich auch emotional kühl ?

x 2 #338


M
Zitat von Nostraventjo:
Nicht immer. Gibt auch welche die sehr gut maskieren bis sie irgendwann völlig zusammen brechen. Besonders wenn sie gar nicht wissen dass sie anders sind.

Alles ist möglich.
Ich glaube trotzdem dass Diagnosen hier nicht weiterhelfen.

Nochmal: wer ist jetzt für die TE da? Was braucht sie?

Ich habe allmählich den Verdacht, die ganzen Analysen über den Mann sollen nur ablenken von dem Schmerz und den Schaden, den es bei Mutter und Kind anrichtet.
Aber da gibts nichts wegzuleugnen. Auch nicht insofern, dass der Gute in seinem Alter volle Verantwortung hat, was er tut. So wie die TE jetzt Verantwortung, hat, was davon sie noch zulassen möchte.

Ach ja: guter Rutsch später übrigens

x 5 #339


GreenTara
Zitat von merretich:
Mir kommt es eher vor wie das Prinzessin auf der Erbse Syndrom eines Mannes

Ja, aber der TE war ihr Verhalten ja genauso wenig bewusst. Nicht für jeden sind Therapien und Selbstreflexionen so selbstverständlich, wie es hier im Forum scheinen mag. Oftmals gibt's ja einen konkreten Anlass, sich mit seinen Mustern auseinander zu setzen. Und genau diese Situation haben wir hier.

Zitat von Nostraventjo:
Besonders wenn sie gar nicht wissen dass sie anders sind

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Nostraventjo
Zitat von merretich:
Alles ist möglich. Ich glaube trotzdem dass Diagnosen hier nicht weiterhelfen. Nochmal: wer ist jetzt für die TE da? Was braucht sie? Ich habe ...

Ich kann sie verstehen. Es ist alles ganz frisch. Alles bricht zusammen und sie versucht Erklärungen zu finden. Langfristig bringt es nichts aber gerade hilft ihr das eventuell mit der Situation besser klar zu kommen. In jedem Fall muss er jetzt schauen wie er seine Defizite regelt.

Ich wünsche dir auch einen guten Rutsch

x 4 #341


M
Zitat von GreenTara:
Ja, aber der TE war ihr Verhalten ja genauso wenig bewusst. Nicht für jeden sind Therapien und Selbstreflexionen so selbstverständlich, wie es hier im Forum scheinen mag. Oftmals gibt's ja einen konkreten Anlass, sich mit seinen Mustern auseinander zu setzen. Und genau diese Situation haben wir hier. ...

Genau deshalb denke ich die Übung könnte jetzt sein, dass die TE auf sich statt auf ihn schaut.
Was sie braucht, wer ihr hilft, wie sie gut aus der Situation rauskommt und das Beste draus macht...
ganz konkret. Wo sie jetzt Grenzen setzt. Was sie noch zulässt und was nicht.
Das könnte ihre Übung sein. Da ist auf jeden Fall mehr Macht drin, als den Bub weiter auf
Diagnosen zu scannen, zu analysieren und retten zu wollen in seiner Zerissenheit...
ungeachtet des Schadens, den er angerichtet hat...dass das eine Versuchung ist , versteht kaum
jemand besser als ich

x 1 #342


GreenTara
@merretich
Wenn die beiden es nochmals versuchen wollen, sollte der Blicke auf beiden liegen. Klar, dass jetzt kein überflutendes Verständnis für ihn alleine angesagt ist. Da sollte schon Erkenntnis und Bereitschaft auch von ihm kommen.

x 1 #343


A
Zitat von merretich:
Du willst ihm schon wieder was abnehmen, merkst Du Es ist SEINE Aufgabe, sich Hilfe in einem Forum oder Literatur zu suchen, ...


Aus meinen eigenen Erfahrungen muss ich dir da ein Stück weit widersprechen. Das Verhalten eines Erwachsenen wird in seiner Kindheit geprägt. Dabei entstehen unbewusst blinde Flecke, so dass sich der Erwachsene mancher Verhaltensmuster gar nicht bewusst ist. Schließlich kennt er es nicht anders. Und auch die Eltern nicht.
Diese blinden Flecke können nur von anderen zum Vorschein gebracht werden.

Ich finde es daher gut und richtig wenn @Tatiana diesbezüglich aktiv wird. Sie kennt ihren Mann am besten und auch dir ganzen Situationen mit seinen Eltern.

Es würde aus meinen Sicht auch nicht Jahre dauern, bis sich derartige Verhaltensmuster ändern. Hier ist es aus meiner Sicht am Besten sich Hilfe von einem Psychologen zu holen, der völlig neutral und unvoreingenommen die einzelnen Situationen/Probleme beleuchten und die Ursachen erforschen kann.

Internetforen sind diesbezüglich meiner Meinung nach, der völlig falsch Weg. Da tummeln sich jede Menge Hobbypsychologen die von der Materie keine Ahnung haben und erst recht nicht die jeweiligen Ursachen kennen.

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M
Zitat von Ahornbaum:
Aus meinen eigenen Erfahrungen muss ich dir da ein Stück weit widersprechen. Das Verhalten eines Erwachsenen wird in seiner Kindheit geprägt. Dabei entstehen unbewusst blinde Flecke, so dass sich der Erwachsene mancher Verhaltensmuster gar nicht bewusst ist. Schließlich kennt er es nicht anders. Und auch die Eltern ...

Das Problem hier ist eben, dass die beiden getrennt sind und er Scheidung will.
Wären sie zusammen und sähen eine gemeinsame Zukunft wäre das ein Projekt für 2.
Hier jedoch nährt sowas die Hoffnung, ihn heilen zu können ungeachtet der Tatsache,
dass er für sich längst und sehr entschieden entschlossen hat, getrennte Wege zu gehen.

Es hat etwas übergriffiges und auch etwas ihn nicht ernst nehmendes!, mithilfe etwaiger
Diagnosen und Kindheitstraumata zu meinen, die Kontrolle behalten zu können.

Meine Erfahrung selbst mit mir zumindest ist folgende: immer wenn ich so agiert habe,
wollte ich mich ablenken von der Rolle, die ich selber hier gespielt habe ( nochmal: wo
bekommt die TE jetzt Hilfe? Was braucht sie jetzt? Wo muss sie Grenzen setzen).
Weil ich nicht bereit war, den Schmerz zu spüren, darüber, dass ich mich vielleicht getäuscht habe,
etwas nicht sehen wollte etc. wurde der Mann pathologisiert, analysiert in dem Versuch die Kontrolle
über ihn und die Situation zu behalten.

Er hat gesagt er will nicht mehr. Daraus würde ich mein Handeln ableiten. Und nur daraus.
Die eigenen blinden Flecken aus der eigenen Kindheit anzuschauen ist nie ein Fehler.
Es wird auch seine Gründe haben, warum Tatjana ihn sich ausgesucht hat....
Daran kann sie sicherlich arbeiten, um es beim nächsten Mann anders zu machen...
Und auch ihrer Tochter ein anderes Rolemodel vorzuleben, als das der sich selbst
aufopfernden Ehefrau und Mutter...
Hier liegt meiner Meinung nach WIRKLICH Macht und Gestaltungsspielraum...

Das alles ist MEINE Perspektive auf das hier Geschriebene. Jeder darf es anders sehen

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