GarstigeGräte
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Zitat von Blindfisch::facepalm: oh man.....hier wird pathologisiert, diagnostiziert und sogar die Bedeutung von Waldspaziergängen analysiert, natürlich darf das schwierige Elternhaus nicht fehlen....kann man sich nicht ausdenken. (M)eine These dazu: Er ist abgehauen weil er weder ernst genommen noch Intimität gewährt wurde, nicht mal ...
Ehrlich gesagt musste ich auf den letzten Seiten des Threads auch ganz schön schlucken. Da wird aus einem augenscheinlich völlig überforderten Mann am Rande eines Burnouts ein egoistisches, empathieloses @rschloch, dem zudem noch irgendwelche Diagnosen aufgedrückt werden..
Im Grunde hat der Mann es doch richtig gemacht und die verloren gegangene Paarebene angesprochen, also das, was erwartet wird, bevor man sich trennt oder fremdgeht. War wohl auch nicht richtig.
Ich bin überzeugt, dass es dem Mann auch nicht hauptsächlich um Lustbefriedigung ging, sondern auch ums gesehen und ernst genommen werden. Nicht nur als Vater, sondern auch als Mann und Partner.
Umgekehrt gilt das übrigens genau so: Ich vermute, die meisten Frauen wollen doch auch nicht nur als Mutter und Hausfrau gesehen werden!?
Nun ja, und was ist passiert, als er es angesprochen hat? Er wird erneut abgewatscht. Soll der olle Lustmolch sich mal nicht so haben. Das ist halt so mit Kindern. Da kann man sich ja wohl mal im Griff haben.
Lösungen sind doch von beiden Seiten nicht gesucht worden. Wie auch, wenn jede Diskussion mit den Worten Das ist mit Kindern eben so im Keim erstickt wird?
Dass die TE bei dem stressigen Alltag, den sie hier beschreibt, keine Lust auf Intimitäten hat, kann ich noch nachvollziehen. Aber das von ihr gewünschte zweite Kind bringt doch auch nicht der Storch..
Selbst als Frau würde ich mir ver@rscht vorkommen, wenn mein Partner keinen Bock auf mich hat, weil ach so gestresst, aber wenn er ein Ziel damit verfolgt, geht´s wieder?
Meiner Ansicht nach war der Ehemann insofern nützlich, dass er lange Zeit ohne (große) Widerrede alles mitgemacht hat, und es so aussehen ließ, er wäre fein damit, obwohl er es möglicherweise nicht oder nicht in dem Maße war. Dafür kann die TE nichts. Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden.
Und hier beisst sich die Katze in den *beep*: Er hat es offenbar nie gelernt, seine Meinung zu äußern und sich durchsetzen -und wenn, wurde er niedergeredet und abgewatscht.
Was hier passiert ist?
Der Mann ist endlich für sich und für seine Bedürfnisse eingestanden und hat seine Grenzen gesetzt.
Das mag überraschend kommen, weil viele Menschen es gewohnt sind und es als selbstverständlich ansehen, wenn ein People pleaser zu allem ja und amen sagt und dann plötzlich nicht mehr.
Aus aussenstehender Sicht mit den vorliegenden Informationen finde ich den Verlauf nicht aussergewöhnlich, sondern absehbar.
In diesem Sinne: Frohes Neues! Ich bin dann mal im Urlaub!