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Was bitte ist hier passiert?! Plötzliche Trennung

Razor_cgn
Du bist einem Typen zusammen der in seinen 30ern noch abhängig von Mama ist, geprägt ist von erlernter Hilflosigkeit, Infantilisierung und der null Rückgrad hat und beim Thema Kinder (Verantwortung) machts BOOM? Das ist Textbook, er müsste endgültig in die Verantwortung und das löst bei ihm den Fight/Flight Reflex aus, was in einem Freeze resultiert. Deswegen ist er so kalt. Das Ganze beenden, neuen Typen suchen, fertig. Die Alternative sind 5-10 Jahre Therapie, bis er die Issues aus der Kindheit aufgearbeitet hat, was aber bei seinem Mindset mehr als fraglich ist.

x 5 #46


T
@alleswirdbesser Ich verstehe, dass sich das nach Widerspruch anhört. Wir waren im Alltags gefangen und total platt, mental. Aber es war trotzdem so schön in der Ehe: Wir haben fast jeden Abend in der Küche getanzt und gekocht mit unsrer Kleinen, er brachte mir Kaffee ans Bett, wir waren ein tolles Team, haben alles trotzdem gut gewippt usw.
WIR waren wunderbar, bis vor ein paar Tagen
Der Alltag? nicht prickelnd, aber wegen Familie so lebenswert

Kommunizieren konnten wir immer viel und gut, haben wir beide tausend mal gesagt. Und ja, er hat Bedürfnisse kommuniziert, aber es ist halt wirklich ein Unterschied, wie man das macht und wie die Unterhaltung endet. Wenn in scheinbarem Okay, dann ist das jetzt so, dann mach ich mir keine Sorgen. Hätte trotzdem mehr tun sollen, trotz der Müdigkeit

Und es ist seine Mutter, nicht meine. Die hilft, wenn man sie braucht, aber nicht sooo super oft. Er hat Angst vor Liebesentzug, mit dem sie ihm schon seit Kindheit droht. Und jetzt eben auch

#47


A


Was bitte ist hier passiert?! Plötzliche Trennung

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Aina
@Razor_cgn
ja, sehe ich auch so, innerlich erstarren und wie gelähmt vor Angst, sich totstellen, so als hätte er schon früh ein Trauma mit Mama/Eltern erlebt.

x 2 #48


T
@Aina Dann hab ich das doch heute schon mal ganz okay hinbekommen
Die suche geht weiter nach mehr guttuendem

x 1 #49


Aina
@Tatiana

#50


T
@Aina Hat er. Liebesentzug wenn er wütend war. Ihn wegschicken. Ihn aus dem Schlafzimmer sperren, wo er mit den Eltern sein wollte, trotz weinen

x 1 #51


Aina
@Tatiana
Liebeszug als Strafe, er konnte so kein Urvertrauen entwickeln und ohne dieses macht Überleben Angst, was Mutter und Vater mit ihrem Verhalten noch verstärkten.

x 2 #52


T
@Aina Wie meinst du das mit überleben macht angst?

#53


Aina
@Tatiana
Er ist meiner Ansicht nach Trauma-Überlebender, er hat Angst vor dir weil er glaubt wieder mit Liebensentzug bestraft zu werden(so wie seine Eltern es tun) und bittet ganz lieb und nett - für ihn ist das sehr viel, für dich war es zu wenig.
Erster Schritt für ihn kann sein sich wieder zu spüren unter behutsamer fachlicher Unterstützung.
Angst essen Seele auf .... war ein Film von Fassbinder.

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Zylinderella
So ein Dauerleben mit der Männermutti am heimischen Herd ist ja auch nicht der Renner.

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Razor_cgn
Zitat von Aina:
@Razor_cgn ja, sehe ich auch so, innerlich erstarren und wie gelähmt vor Angst, sich totstellen, so als hätte er schon früh ein Trauma mit Mama/Eltern erlebt.

Ja klar, weil er sich nie gelöst hat von Mama. Normale Männer machen das mit 15-16 Jahren, gehen in den Club, *beep*, treffen Mädels, schlagen über die Stränge, usw. Sie machen alles andere, Hauptsache nicht wie die Eltern. Bei ihm das komplette Gegenteil.

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DiesDasAnanas
Ich versuche es mal als neutraler Außenstehender. Vorweg vlt. ließt sich das ein oder andere in deiner emotionalen Lage als Vorwurf, mein Text soll aber kein Angriff sein.

Zitat von Tatiana:
Er war eine ruhige, schöne Beziehung mit toller Kommunikation, Respekt und es fühlte sich alles leicht und natürlich an

Zu Beginn und bestimmt auch eine ganze Zeit lang, mag die obere Beschreibung zutreffend gewesen sein.
Ich glaube allerdings irgendwann zunehmend wohl seit ihr Eltern geworden seid hat die Beziehung unbeabsichtigt und unbemerkt Risse bekommen.
Diese Risse haben bei deinem Mann wohl zu größerer Unzufriedenheit oder größerer Belastung geführt als du wahrhaben wolltest.

Zitat von Tatiana:
Er hat einer sehr dominante Mutter, die sehr involviert ist. Er lässt sich auch extrem von seinen Eltern beeinflussen.

Auch wenn ich mir vorstellen kann, dass es User gibt und vermutlich auch du selbst, die als Kernfaktor der Trennung seine Mutter sehen, würde ich das anders bewerten.

Was du beschreibst stelle ich mir als seine Partnerin super anstrengend vor bzw. eigentlich weiß ich aus eigener Erfahrung wie super anstrengend das ist. Die ersten Beziehungsjahre mit meinem Partner und der Bindung zu seinen Eltern waren ähnlich.

Eine dominante Schwiegermutter die sehr involviert ist, darunter stelle ich mir jetzt nicht so die locker leichte Beziehung vor.

Zitat von Tatiana:
will Therapie machen, um herauszufinden, warum er mir nicht vorher klarer alles gesagt hätte, was ihn genervt habe.

Was bedeutet es aber im Umkehrschluss unter einer sehr dominaten Mutter aufzuwachsen? Irgendwas macht das ja mit einem, zum Beispiel nie richtig gelernt zu haben Grenzen zu ziehen, Bedürfnisse klar zu äußern,etc.
Von daher macht sein Vorhaben schon Sinn.

Bedeutet aber auch -und diese Erkenntnis ist hart zu akzeptieren-, dass die Beziehung und die Kommunikation eben doch nicht gut wie angenommen war.

Ich möchte an der Stelle niemandem den schwarzen Peter zuschieben, denn auch wenn du denkst ihr hattet eine tolle Kommunikationskultur so sehe ich da Lücken.
Lücken die in einer Beziehung gar nicht so selten dafür aber sehr fatal sein können.
Er kommt ja nicht umsonst zu dem Entschluss in der Kommunikation an seiner SENDER-Qualität zu arbeiten.
Allerdings und das zeige ich dir an dem folgenden Abschnitt...
Zitat von Tatiana:
Aber: unser Alltag war zuletzt super stressig, jeden Tag waren wir völlig im Eimer, arbeiteten zu viel. Er sagte oft, er vermisse mich (aka Intimität), aber wir haben drüber geredet und ich hab es als Ist normal mit Kindern abgebucht. Nichts schien, als wenn es kurz vor 12 mit uns war. Klar, er wünschte sich mehr Nähe, mehr uns priorisieren, aber nie hätte ich gedacht Oh-oh, er macht Schluss, wenn sich das nicht ändert.

Ich möchte an der Stelle erwähnen das ich selbst Mutter von zwei Kindern bin. Mein Sohn geht in die Grundschule meine Tochter wird in wenigen Tagen 3 Jahre alt. Wie stressig der Alltag mit Kindern, vor allem Kleinkindern, sein kann ist mir durchaus bekannt und nachvollziehbar.

Das Problem oder anders gesagt die Falle in viele Paare tappen sobald sie Eltern geworden sind, ist, dass die Beziehung leider zu kurz kommt und nicht mehr wirklich gelebt wird. Viele verrennen sich so sehr in die elterliche Verantwortung, dass die Beziehung aus den Augen verloren wird. Irgendwie versucht man zwischen Alltag (Haushalt, Arbeit, Erziehung, Organisation) den Kopf über Wasser zu halten um nicht zu ertrinken und das Rad am laufen zu halten. Als Liebespaar gehen viele dabei verloren, die Bedürfnisse des Partners werden dabei leicht übersehen oder schlimmer voreilig abgetan und nicht ernst genommen, weil ist mit Kindern halt so oder anderen Paaren mit Kindern geht es auch nicht anders

Und hier kommen wir (damit mal ein Schuh draus wird) zurück zur Kommunikation.
Was dein Mann nämlich sehr gut gemacht hat, ist bestimmte Unzufriedenheiten in sich nicht nur wahrgenommen zu haben, sondern bei dir auch oft angesprochen zu haben.
Die Kommunikation ist zumindest nicht in diesem Thema an seiner Kommunikationsqualität gescheitert.

Deswegen wäre es wichtig sich auch mal die Aufgabe und Verantwortung der EMPFÄNGER Seite anzuschauen.
Fakt ist, dein Mann hat mehrfach versucht durch Ansprache seiner Anliegen eine Veränderung zu erzielen. Die positive Veränderung blieb aus, weil seine Mitteilung über die fehlende Nähe und das Hintenanstellen der Liebesbeziehung nicht ernst (genug) genommen wurde um wirklich nach Lösungen zu suchen.

Auch wenn du es nicht gerne liest und vlt. auch gar nicht annehmen kannst, aber ich finde den Schuh den du dir anziehen musst ist deinem Partner nicht genug Gehör geschenkt zu haben. Denn Versuche gab es von seiner Seite aus sehr wohl, wie ich finde auch mit guten Ansätzen, denn er hat erkannt das die Beziehung wieder mehr in den Fokus rücken muss.

Der Alltag als Familie ist stressig und herausfordernd, aber und das ist nur meine Meinung es entschuldigt nicht die Vernachlässigung der Beziehung oder des Partners. Damit meine ich nicht das es Absicht von dir war, oft schlittert die Beziehung ungewollt und unbemerkt in die Vernachlässigung. Wichtig ist das wenn es dann aber einem Partner auffällt, dieser auch Gehör findet.

Es muss in einer guten Beziehung möglich sein das Wünsche, Bedürfnisse und Bemerkungen - vor allem jene die mehrfach geäußert werden- Aufmerksamkeit bekommen und der Partner nicht erst mit einer möglichen Trennung drohen muss um ernst genommen zu werden.

Ihr habt euch als Paar in dieser stressigen Zeit aus den Augen verloren und eurer Beziehung zu wenig Aufmerksamkeit und Raum gegeben.

Eigentlich ist es doch ein wundervolles Kompliment, wenn der Partner einem mitteilt, dass er einen vermisst, sich mehr Nähe bzw. Intimität wünscht und möchte das die Beziehung wieder mehr Priorität hat. Das wäre ein guter Punkt gewesen die Beziehung zu reflektieren und nach Wegen zu suchen die Paarebene wieder zu stärken und mehr zu fördern.

Zitat von Tatiana:
Vor zwei Tagen beendete mein Mann ganz unverhofft auf einmal unsere wirklich wunderbare Ehe,


Zitat von Tatiana:
Ich bin komplett im Schock und kann mir einfach nicht erklären, was auf einmal passiert ist!

Zitat von Tatiana:
Frage: Was zur Hölle ist los?

Also ich kann verstehen das du im Schock bist, du warst dir deiner Ehe eben sehr sicher vlt. ein bischen zu sicher. Dennoch, auch wenn ich nicht die kompletten 5 Jahre beurteilen kann, lese ich zumindest aus dem Text heraus, dass er die Ehe in letzter Zeit (wie lange auch immer) nicht mehr wundervoll fand und um ehrlich zu sein ich finde so ganz aus dem Nichts kommt seine Flucht nicht.

Zitat von Tatiana:
Ich; Es fühlt sich total vorgeschoben an, nichts, dass man nicht diskutieren könnte. Wir sind doch gut darin!

Das ist auch ein Absatz.

Weist du...
...vielleicht möchte er nicht immer alles diskutieren, sondern einfach nur gehört und ernst genommen werden.

...vielleicht hätte er auch einfach nur hören wollen Du hast recht wir haben uns vernachlässigt, ich liebe dich, also was können wir tun um das zukünftig zu vermeiden?

...Vielleicht geht es gar nicht darum das sich seine Befindlichkeiten für dich Vorgeschoben anfühlen oder nicht, sondern darum das SEINE Bedürfnisse und Wünsche auch ihre Berechtigung haben und darauf eingegangen wird.

...Vielleicht bist du gut darin seine Anmerkungen weg zu diskutieren, aber in einer Beziehung geht es darum Themen anzusprechen und Lösungen zu finden.

...vielleicht ist er verständlicherweise einfach müde, hoffnungslos und frustriert über die erfolglosen Kommunikationsversuche.

Wenn man nur oft genug von seinem Partner überhört, vertröstet, abgetan etc. wurde, dann hat das den unschönen Nebeneffekt das wir unbewusst lernen bei unserem Partner mit unserem Anliegen nicht in guten Händen zu sein, weil es nichts bringt und nutzlos ist es zu versuchen.

Zitat von Tatiana:
Der Trigger für's Schlussmachen: Die Ankündigung von Freunden, die ihr 2. Kind bekommen. Wir hatten daraufhin wieder die Diskussion, ob wir nun auch eins wollen oder nicht.

Er ist jetzt schon mit einem Kind unzufrieden, fühlt sich vernachlässigt etc.
Es wundert mich nicht das ihm der Gedanke ein zweites Kind zu bekommen, also noch mehr Verantwortung und ein zusätzlicher kleiner Mensch der eine Menge Aufmerksamkeit benötigt Angst macht. Wenn ihr es jetzt schon nicht einigermaßen schafft eure Beziehung zu forcieren und ein Paar/-Liebesleben aufrechtzuerhalten kann ich sein Verhalten verstehen. Die Ansage seiner Mutter - so daneben ich sie auch finde- befeuert ja nur seine Angst. Den komplett alleingestellt als Paar mit zwei Kindern schränkt die Möglichkeit zur Zweisamkeit nochmal extrem ein.
Es mag ja sein das er sich irgendwo das alles mit dir gewünscht hat (Haus/2. Kind), aber er im realen Leben so wie ihr den Alltag aktuell bewältigt extrem unglücklich ist und sich deshalb nicht nich mehr binden möchte.
Statt über ein 2. Kind zu streiten bzw. Gedanken zu machen, wäre es besser gewesen die Beziehungsebene auszubauen.

Schade, das er eine Paartherapie ablehnt ich glaube sie würde euch gut tun.
Ich glaube er ist extrem überfordert mit allem und benötigt Abstand um klar zu denken.

Das Thema mit seiner Mutter legt sich vlt. im Zuge seiner Therapie...alles nicht schön was da über ihre Art berichtet wird.
Dennoch wie gesagt, ich glaube der Fehler war am Ende überwiegend nur noch als Eltern agiert zu haben und die Paarbeziehung, trotz Ansprachen von seiner Seite aus, aus dem Fokus genommen zu haben.

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Zylinderella
Zitat von Tatiana:
Ich verstehe, dass sich das nach Widerspruch anhört. Wir waren im Alltags gefangen und total platt, mental. Aber es war trotzdem so schön in der Ehe: Wir haben fast jeden Abend in der Küche getanzt und gekocht mit unsrer Kleinen, er brachte mir Kaffee ans Bett, wir waren ein tolles Team, haben alles trotzdem gut gewippt usw.
WIR waren wunderbar, bis vor ein paar Tagen


Das hört sich eigentlich total gut an. Wirklich niedlich.
Vielleicht ist das alles eine Kurzschlussreaktion.
Aber er sagt, er möchte nicht dran arbeiten.

Dein Mann wirkt sehr instabil.
Ich glaub, der hat Panik.
Vor der Verantwortung, oder dass er überfordert ist, falls du noch ein Kind möchtest.

DAS solltest du dir auf jeden Fall abschminken.
Auf keinen Fall!
Selbst wenn ihr wieder zusammenkommt.
Das würde ich dir raten.

x 4 #58


Aina
@Zylinderella
schwierig, anstrengend, zeitraubend und Kraft kostend wird es sein,
aber das findet ja jetzt auch schon unterschwellig statt.

x 2 #59


Razor_cgn
Zitat von Zylinderella:
Das hört sich eigentlich total gut an. Wirklich niedlich. Vielleicht ist das alles eine Kurzschlussreaktion. Aber er sagt, er möchte nicht dran arbeiten. Dein Mann wirkt sehr instabil. Ich glaub, der hat Panik. Vor der Verantwortung, oder dass er überfordert ist, falls du noch ein Kind möchtest. DAS solltest du ...

Das ist exakt das, seine Stabilität hängt von der Mutter ab, darauf kann man nicht bauen, wenn man es krass sieht, er hat keine eigene Persönlichkeit, er ist abhängig von der Validierung der Mutter. Mache ich es Mama recht, bin ich ein guter Junge, da kannst keine eigenständige Beziehung aufbauen.

x 6 #60


A


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