Zitat von Tatiana: Ich bin komplett im Schock und kann mir einfach nicht erklären, was auf einmal passiert ist! Für Theorien Durchdenken mit mir wäre ich total dankbar!
Entgegen der Mehrheitsmeinung hier, stelle ich folgende Theorie auf:
Du bist zu dominant für ihn, zuwenig feminin und er ist nicht in der Lage, in seine maskuline Energie zu kommen. Sprich: Er fühlt sich unwohl und hat keine Hoffnung mehr. Nun hat er die Reißleine gezogen.
Zitat von Tatiana: sagte oft, er vermisse mich (aka Intimität), aber wir haben drüber geredet und ich hab es als Ist normal mit Kindern abgebucht
Nun ja. Ihr seid seit 2021 zusammen und du tust seinen Wunsch nach mehr Zweisamkeit und Intimität einfach ab. Er hat es oft gesagt. Anscheinend ist es dir nicht so wichtig. Für deinem Mann hingegen schon.
Zitat von Tatiana: Der Trigger für's Schlussmachen: Die Ankündigung von Freunden, die ihr 2. Kind bekommen. Wir hatten daraufhin wieder die Diskussion, ob wir nun auch eins wollen oder nicht. 2 lange Diskussionen folgten über 2 Tage.
Nun, da Du ihn nicht erst genommen hast, bleiben noch Familie und Freunde zum Reden. Mit dir konnte er nicht reden, da deine Reaktion lange Diskussionen sind....mich persönlich beschleicht das Gefühl, das du so lange diskutierst, bis er Ruhe gibt.
Zitat von Tatiana: Und dann folgten viele Gründe, warum er sich Sorgen mache, dass es nicht ging. Auf alle Punkte ließ sich schnell ne Antwort finden, es fühlte sich alles so vorgeschoben an.
Er versucht dir noch mal seine Sorgen klar zu machen und für dich ist alles vorgeschoben und wird als Unwichtig abgestempelt.
Zitat von Tatiana: er habe nicht geschlafen, es gehe im dreckig und statt dass wir uns endlich zu Weihnachten regenerieren, würden wir streiten, er mache sich Sorgen, sich nicht erholen zu können.
Nicht mal an Weihnachten gibt er Ruhe. Nach dem Motto: Komm klar und nutze die freien Tage zum runter kommen. Du wirst sehen das tut dir gut, aber anschließend geht's weiter wie gewohnt.
Zitat von Tatiana: Ich stelle unsere Tochter manchmal nicht an erste Stelle (weise ich sehr zurück). Ich gebe ihm nicht genug Wärme.
Nun ja, du hast gesagt das ihr beide sehr viel arbeitet. Das heißt das die kleine sehr viel fremdbetreut wird. In der Regel definiert sich ein Mann sehr viel mehr über Arbeit und Beruf als die Frau. Für dich scheint deine Arbeit einen höheren Stellenwert zu haben als Familie und Zweisamkeit. Das will ich nicht verurteilen, das ist deine Entscheidung. Aber wenn für das erste Kind schon keine Zeit ist, wie soll ein zweites Kind da noch reinpassen?
Zitat von Tatiana: Es fühlt sich total vorgeschoben an, nichts, dass man nicht diskutieren könnte.
Siehe oben..
Zitat von Tatiana: ist total anders, kühl, neutral, gefasst, so kenne ich ihn nicht, sagt aber, er weint den ganzen tag, schläft nicht, will Therapie machen, um herauszufinden, warum er mir nicht vorher klarer alles gesagt hätte, was ihn genervt habe.
Ja das scheint mir sinnvoll. Er hat seine Sorgen mitgeteilt und wurde nicht ernst genommen. Er muss lernen, mehr für sich einzustehen und Grenzen zu setzen.
Zitat von Tatiana: An uns arbeiten wolle er nicht.
Wie soll das an uns arbeiten aussehen, wenn seine Sorgen nicht ernst genommen werden während du auf der anderen Seite nur Diskussionen anzubieten hast, die nach meinem Gefühl nur dazu dienen, ihn so lange weichzukochen, bis er nachgibt.
Zusammenfassung zu dem was passiert sein könnte:
Er sieht sich in einer Position innerhalb eurer Beziehung, in der er nicht viel zu melden hat. Er hat zu funktionieren. Sorgen und Wünsche werden deinerseits abgetan, es soll ein zweites Kind her, obwohl bereits das erste Kind die Intimität gekillt hat - ohne Aussicht auf Besserung. Eine Frau die sich maskulin verhält und Beruf und Arbeit über die Familie stellt und trotzdem ein zweites kind her soll ist nicht für jeden Mann die Traumvorstellung von Beziehung und Familie. Ihr definiert diese Sachen unterschiedlich.
Seine Mutter und seine Freunde dienen als Vorgeschmack darauf, wie seine Zukunft aussieht. Er ist ausgestiegen und will (sollte) an sich arbeiten. Allein schon wegen eures Kindes. Viel Glück gewünscht, für euch drei. LG