hotte
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es sieht so aus als wärst du nicht wirklich zur Ruhe gekommen (posts um 1uhr und umd kurz vor 5) was sicherlich auch verständlich ist. Ich habe mir hier nochmal alles durchgelesen und denke mir das aus deinen Beschreibungen sehr viel Verzweiflung bei deinem Mann vorherrscht.
We da jetzt Schuld oder nicht Schuld ist und wer wann was versäumt hat steht erstmal auf einem anderen Blatt da ihr in der akutsituation nichts regulieren könnt.
Ich sehe tatsächlich parallelen zu meiner Situation. Ich war/bin ein harmoniesüchtiger Mensch der es hasst zu Streiten. Meine Ex ist recht aufbrausend und wird (in meinen Augen) schnell unfair. also habe ich irgendwann angefangen dinge in mich reinzufressen statt sie anzusprechen. Das ging rund 1 1/2 bis 2 Jahre gut bevor sich das so ausgewirkt hat das es hier zum Stress kam. In der Eherberatung, Therapie und Selbstreflektion habe ich dann gelernt das vieles davon mit einem selbstwertproblem zusammenhing weil ich einfach große Probleme habe im privaten für mich selbst einzustehen (in Job klappt das wunderbar). Ja, auch bei mir gibt es eine Mutter die in der Einliegerwohnung in Haus lebt und sich laut meiner Frau immer in unsere Ehe und Erziehung eingemischt hat. Zwar glaube ich schon das ich mich mehr oder weniger abgenabelt habe, ich merke jedoch wie ich da selbst noch eine emotionale Abhängigkeit habe da in von meiner Mutter damals relativ viel Geld bekommen habe um das Haus zu sanieren als wir das alte Haus verkauft hatten.
Auch ich kenne das mit dem 6uellen problem. Stressige zeit und Mann hätte gerne Sex um aus dem Stress auszubrechen aber Frau braucht Ruhe um sich drauf einlassen zu können. Das ist in meinen Augen sehr weit verbreitet. In der Beziehung war S. für mich immer auch ein Punkt an dem ich festgemacht habe das alles ok war. Denn wenn irgendwas im argen war, Stress, unmut oder sonstiges, gabs auch keinen S.
Unterschiedlicher Kinderwunsch kann tatsächlich auch belasten aber wenn ich das hier so schreibe bekomme ich mehr und mehr das gefühl das ihr viele kleine Themen habt in denen ihr euch uneinig seid die sich dann aufgestapelt haben. Das er nicht wirklich über seine Gefühle sprich oder sprechen kann verkompliziert die Situation. Schnell kommt das Gefühl auf dem (bzw. der) anderen unterlegen zu sein und ohnehin keine Chance zu haben weil man seine punkte eben nicht gut vertreten kann.
Das wäre ungefähr so wie die Aussage "Nie gibts du mir recht". Egal wie man darauf antwortet, diese Aussage kann nur im sinne des sagenden bestätigt werden und das kann schnell zu einem Gefühl der Hilflosigkeit führen.
Ich schaue gerade sehr stark auf mich und fühle in mich hinein. Dabei komme ich immer mehr zu dem Schluss das ich in den Jahren der Ehe immer kleiner geworden und immer weniger für mich selbst engetreten bin. Ich hatte Angst. Angst wieder "runtergemacht" zu werden (was dramatischer klingt als es war.... meine Punkte wurden halt selten angenommen) und ultimativ angst davor verlassen zu werden.
Irgendwo hier im Thread wurde auch von Urvertrauen aus der Kindheiut geschrieben. Auch ich habe eine sogenanntes Schattenkind das "Probleme" von damals nicht richtig verarbeitet hatte. Dazu kam das ich nie gelernt habe mit Gefühlen umzugehen was bedeutet das ich zu begin der Probleme hier null Resilienz hatte. Wenn da also emotionen bzw. Gefühle waren, bin ich damit schlicht überfordert gewesen und es ist tatsächlich so das viele Männer unterschiedliche Gefühle nicht klar differenzieren können (ich war einer davon und musste das erst lernen).
Mir ist bewußt das ich hier sehr viel über mich geschrieben habe, ich sehe ein paar parallelen zwischen dem was du schreibst und was ich selbst erlebt habe, deshalb dachte ich das du schauen kannst ob irgendwas davon vielleicht auch bei euch zutreffen kann.