...so in etwa.
Es war erst herzlich (RIESEN Umarmung anfangs), dann neutral und kühl, als er loslegte mit den Gründen zu Trennung. Er war hart dabei, teils weinte er, teils wurde er sauer- Ärger, den er bisher nie gezeigt hat. sch. für mich, aber authentisch.
Dann kam ein Schwall von richtig schmerzhaften Attacken zu meinem Charakter (ich habe das moderiert und teils gesagt, er soll zum nächsten Punkt, ich hätte verstanden, da es so viel war!). Teils wusste ich immer noch gar nichts von den Punkten, bis heute. Teils waren es Dinge, die ich wusste, ausgeschmückt. Vieles Dinge, die ich nicht gemacht bzw aufgeschoben habe. Ich kümmere mich nicht genug um mich, Sei nicht fröhlich und unternehmungslustig und selbst wenn ich glücklich wäre , würde ein Hauch Traurigkeit mitschwingen. Ich würde ich ihm auch deswegen nicht genug öffnen und --AU!-- unserer Tochter auch nicht. Die sollte mehr zu Kindergruppen von mir gebracht werden (so wie er das am WE teils tat- Ich nahm die Kleine auch zu Mutti freunden im Ort mit oder halt alleine, shoppen, spazieren, Indoorspielpläzte etc) und ich solle herzlicher zu ihr sein. Ich soll mehr trinken und mehr Cardio machen. Ich soll mehr für mich tun, mehr Freunde haben. Ich sollte wegen der wahrgenommenen Traurigkeit um mich eine Therapie machen, aber ich sei so verdammt stur, sodass er auch nicht mehr gewusst hätte, was tun. Er weinte, als er sagte, er wolle ALLES hören, was ich denke und fühle und das hätte ich nicht getan. Ihn nerve auch, dass ich so viel online shoppe und es mir abends reicht, etwas zu gucken, statt was zu unternehmen. List goes on and on.
Ich:
Du hast mir immer zu verstehen gegeben, wie magisch, toll, schön unsere Beziehung war. Das war bis dato meine Realität. Und -auf einmal- haust du mir ein RIESEN Paket an Dingen um die Ohren, die sich alle angestaut haben, die alle falsch an mir sind, und schlägst auf mich ein. (Später sagte er, das könne er sehen/verstehen und es täte ihm leid)
Mein einer Hauptpunkt war:
-Es ist okay, dass dich diese Dinge an mir sehr stören
-Bei einigen erkenne ich mich, bei anderen nicht
-Ich glaube, du hast gelernt, dass du solche Dinge nicht sagen darfst--Er grätscht rein "Ja, weil ich Angst habe, dann etwas so Schönes aufs Spiel zu setzen, die Person zu verlieren. Ich kann keine Konflikte".
-Ich: Ja, aber genau deshalb konnte ich das alles nicht wissen, bis jetzt.
Ich.habe.nicht.gewusst.dass.dich.diese.Dinge. SO. in dieser Intensität. stören. Du hast mir das nicht kommuniziert, sondern das Gegenteil.
"Aber ich habe doch gesagt 'Geh zum Screening' oder so"
"Ja, ich glaub dir, dass du aus deiner Sicht oft kommuniziert HAST, und hast du auch, aber ich konnte aus der Art, WIE du das gesagt hast, NICHT entnehmen, dass es deswegen kurz vor Beziehungsende ist. Weil die Beziehung so intakt schien, weil du so oft betont hast, du bist glücklich, weil du mir das täglich gezeigt und gespiegelt hast! Und: Ich hätte viele Eskalationsstufen vor einer Trennung erwartet".
Das könne er verstehen, sehe er, täte ihm leid.
Nach seinem Schwall wurde er etwas softer. Nahm meine Hand mehrfach. Weinte oft. Wir sind teils aufgestanden und haben uns umarmt. Dann war er auch wieder hart dabei.
Und dann...keine Ahnung wie, aber wir kamen zum Punkt, wo er sagte, er wolle auf jeden Fall Paartherapie und das zusammen mit mir aufarbeiten. Erst, damit es uns in zukünftigen Beziehungen besser gehen würde. Dann gegen Ende aber -und es ist wichtig, ich habe nicht gebettelt, Druck gemacht oder geweint- man könne ja auch erstmal zusammen wohnen bleiben, erstmal irgendwie zusammenbleiben, Paartherapie in Anspruch nehmen und schauen, was dabei rauskomme. Es sei ihm wichtig zu sagen, dass er eigentlich eine Grundtendenz habe und wisse, Trennung sei wahrscheinlich das beste. Allerdings hätte ihm Therapie schon mal geholfen und wer weiß.....wer weiß- er habe uns schon immer in der Stadt gesehen (beschrieb so ein Kinder Ritual hier für Kinder), wie wir das irgendwann mit unserer Tochter machen würden....und wer weiß, vielleicht stünden wir wirklich in 4 Jahren da zusammen mit ihr würden das zusammen machen, als die (unser Familiekosname). Wir sollten das also machen, versprochen, mit offenem Ausgang, aber er wolle betonen, dass eigentlich seine Tendenz stünde.
Logistik besprechen wir morgen, war heute zu viel, aber er kommt erstmal nach Hause.
Jetzt muss ich überlegen, ob ich das wirklich mitmachen möchte. Ganz klar wäre das ein RIESEN Risiko. Jemand, der mich so aufs Mark beleidigt hat.