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Was bitte ist hier passiert?! Plötzliche Trennung

Nostraventjo
@Tatjana ich könnte dir Podcasts empfehlen falls du sowas hörst.

x 1 #721


M
Ja sowas ist sehr schlimm, kann vermutlich jeder vernünftige Mensch nachempfinden, insbesondere Solche die zum Opfer solcher Handlungen und Verhalten wurden.

x 1 #722


A


Was bitte ist hier passiert?! Plötzliche Trennung

x 3


T
Ich habe wirklich verstanden, dass ihr nicht findet, dass es hilft, herauszufinden, was mit ihm genau los sein könnte. Hab ich wirklich.

Ich empfinde es aber anders.

Podcasts hau gerne raus, auch wenn ich mich da aktuell nicht drauf konzentrieren kann..vielleicht aber ja später

#723


Birkai
Zitat von Tatiana:
Ich habe wirklich verstanden, dass ihr nicht findet, dass es hilft, herauszufinden, was mit ihm genau los sein könnte. Hab ich wirklich.

Ich empfinde es aber anders.

Ich kann das gut verstehen. Nach meiner Trennung ging es mir ähnlich. Ich wollte verstehen, bekam viele Schuldzuweisungen von ihm und habe am Anfang versucht Erklärungen in seiner Psyche zu finden.

Irgendwann kam der Punkt, wo mir klar wurde, dass es dieses Verstehen nie geben wird. Ich habe damit mittlerweile meinen Frieden gemacht. Das hat aber auch einige Zeit gedauert.

Vielleicht gibt es eine Erklärung, vielleicht auch nicht. Aktuell klammert du dich an deinen Strohhalm und vielleicht ist es das was du jetzt brauchst.

In einer Paartherapie gibt es einen unabhängigen Dritten, welcher unvoreingenommen beurteilen kann. Vielleicht kann euch beiden dies weiter helfen. Geh aber ergebnisoffen in den Prozess, denn es kann auch eine Trennungsbegleitung werden.

x 7 #724


GreenTara
@Tatiana
Zitat von Birkai:
Ich empfinde es aber anders.

Ich auch. Immerhin hattest du bisher eine Beziehung mit dem Mann, und das Ende kam abrupt für dich. Für mich ist die Frage: Was ist denn mit dem los? das naheliegenste überhaupt. Erst als zweites (und zwar weil er den ersten Schritt zur Trennung getan hat) würde ich mich mit meinen Anteilen beschäftigen. Immerhin wäre es wünschenswert, auf der Elternebene gut klar zu kommen. Ich würde eine Paarberatung in Betracht ziehen, mit der Option, die Trennung sauber zu gestalten.

x 5 #725


T
Tausend Dank GreenTara & Birkai!

Frage mich gerade: Stimmt ihr (der Rest) mir überhaupt zu, dass das, was mir hier passiert ist, sehr ungewöhnlich und sehr ungewöhnlich extrem ist?

x 2 #726


ElGatoRojo
Zitat von Tatiana:
Stimmt ihr (der Rest) mir überhaupt zu, dass das, was mir hier passiert ist, sehr ungewöhnlich und sehr ungewöhnlich extrem ist?

Der Rest sagt extrem, aber nicht ungewöhnlich. Gibt ja auch hier genug Beispiele von sich trennenden Männern und eben auch Frauen. Extrem ist eher diese egoistische Grundhaltung, die er an den Tag legt. Als wenn er Grund hätte jetzt Oberwasser zu fühlen.

x 9 #727


T
Zitat von Tatiana:
Frage mich gerade: Stimmt ihr (der Rest) mir überhaupt zu, dass das, was mir hier passiert ist, sehr ungewöhnlich und sehr ungewöhnlich extrem ist?

Ich finde es nicht „sehr ungewöhnlich extrem“. Ungewöhnlich ja. Aber nicht über andere Maße hinaus. Das Forum ist voll von Menschen, die von heute auf morgen plötzlich einen anderen Menschen vor sich haben, als den, den sie geheiratet haben.

„Ich erkenne ihn/sie nicht wieder“ ist hier in diesem Forum wohl einer der meistgelesenen Sätze.

Extrem ist mMn das Pochen darauf, dass wir Dir eine Diagnose nennen sollen. Ja, ich kann verstehen, dass es dann einfacher wird, weil man die Schuld darauf schieben kann, der er vielleicht eine „Krankheit“ hat oder unter etwas leidet.

Aber niemand hier in diesem Forum kann Dir eine zufriedenstellende Antwort geben und ihn diagnostizieren. Selbst, wenn ein:e Psycholog:in hier wäre, würde der oder diejenige es nicht tun, weil es hochgradig unprofessionell wäre, IHN anhand Deiner Schilderungen eine Diagnose aufzubrummen.

Es könnte so vieles sein. Ich bin in einigen Teilen auch so wie Dein NM. Aber bin weder hochsensibel, noch narzisstisch. Wie gesagt, wir können verstehen, was Du sagst. Wir können nachfühlen, dass Du glaubst, dass es Dir endlich besser ginge, wenn Du es nur endlich wüsstest. Aber wir können Dir diesen Teil nicht abnehmen. Und auch ChatGPT würde, btw. in Deiner Situation nur basierend auf Wahrscheinlichkeiten antworten, was Du am wahrscheinlichsten gerade hören möchtest.

x 7 #728


VictoriaSiempre
Zitat von Tatiana:
Frage mich gerade: Stimmt ihr (der Rest) mir überhaupt zu, dass das, was mir hier passiert ist, sehr ungewöhnlich und sehr ungewöhnlich extrem ist?

Hier, bin auch ein Teil vom „Rest“ Mr. Green

Auch wenn ich das Verhalten Deines Nochmanns absolut unfair finde und es zum Glück nicht die Regel ist: Ich halte es leider weder für extrem ungewöhnlich noch für ungewöhnlich extrem. knuddeln

Aber natürlich ist es das für Dich, es wird Dir kaum helfen oder gar trösten, zu hören, dass andere ähnliches erlebt haben.

Dein Mann „kann keine Konflikte“ - tja. Man kann spekulieren, wie lange er sich schon mit Trennungsabsichten beschäftigt und innerlich vielleicht schon abgeschlossen hat, aber das nützt Dir auch nichts. Es gibt so Menschen, die selber „bloß keinen Stress“ haben wollen und lächelnd alles abnicken, obwohl es in ihnen schon länger brodelt. Und/oder die Dinge, die sie stören, nicht ansprechen - weil dann gibts ja vielleicht auch wieder (von ihnen befürchteter) Stress. Wenn jemand nicht kommunizieren will, dann kannste Dich auf den Kopf stellen, das kann der andere nur selber ändern.

Dass er jetzt alles mögliche rauskramt, um Dir die Schuld an der Trennung zuzuschieben, ist überhaupt nicht ungewöhnlich, sondern eher Standardrepertoire. Er muss Dir und vermutlich auch sich selber schließlich beweisen, dass er völlig im Recht ist und praktisch gar nichts anderes machen konnte, als sich zu trennen.

Ich kann total nachvollziehen, dass Du handfeste Gründe genannt bekommen möchtest, um verstehen zu können. Dieses Forum ist voll von Menschen, die sehnsüchtig auf ein „Abschlußgespräch“ hoffen und es entweder gar nicht bekommen oder in dem es dann ähnlich abläuft wie bei Dir. Das soll Deinen Schmerz jetzt nicht relativieren, aber darauf hinweisen: Du bist nicht allein trost spenden

Ich rate Dir, nicht auf pathologische Gründe bei ihm… Ja, irgendwie zu hoffen. Denn dann wäre er halt krank und könnte nichts dafür und Du auch nicht und wenn er das vielleicht behandeln lassen würde… Jeder Strohhalm wird ergriffen, da bist Du bei weitem nicht die/der Einzige. Hier gestellte mögliche Ferndiagnosen von Laien halte ich für fahrlässig, aber wenn‘s Dir hilft unwissend

Nur tut es das ja nicht wirklich. Denn egal aus welchen Gründen - er will aktuell Eure Ehe nicht mehr und das tut Dir verständlicherweise sehr weh! Guck nicht nach ihm, guck auf Dich.

Für Deinen Kummer gibt es leider keine Abkürzung, da musst Du durch. Ich wünsche Dir von Herzen, dass Ihr Eure Ehe vielleicht doch noch in den Griff bekommt, aber das ist, wenn überhaupt, Zukunftsmusik. Für JETZT solltest Du Dir die Karten legen und ganz pragmatisch gucken, wie Du Dein und das Leben Eurer kleinen Tochter künftig gestalten kannst und willst, ohne ihn.

Such Dir einen Fach(wichtig!)Anwalt für Familienrecht und lass Dich beraten. Dein Nochmann muss davon nichts erfahren, aber Dir gibt es Rechtssicherheit und eine Ahnung davon, was im schlimmsten Fall auf Dich zukommen kann. Wenn es dann nicht so schlimm wird, umso besser! Dir ist hier bereits geraten worden, Unterlagen zu sichern. Die grade abgegebene Steuererklärung ist z. B. super.

Ich kann Deine Schockstarre sooo gut verstehen (mir ist ähnliches passiert, allerdings nach fast 30 Jahren Ehe) und kann Dir deshalb nur empfehlen: Komm ins Handeln und kläre Deine Optionen. Relativ kurzfristig kannst Du bei einer Lebens- und Krisenberatung (z. B. von der Caritas - keine Angst, die missionieren nicht!) versuchen, einen Termin zu bekommen. Dein Hausarzt kennt vielleicht auch Ansprechpartner. Ansonsten nutze Dein Netzwerk aus Freunden und Familie, soweit vorhanden. Du brauchst jetzt jede Unterstützung, die Du kriegen kannst. Von allen und jedem - nur nicht von ihm. Er ist der Grund für Deinen Kummer, vergiss das bitte nicht.

x 15 #729


Nostraventjo
Ich finde es wahrscheinlich so extrem weil ich ähnliches erlebt habe. Aber normal oder legitim ist es auf keinen Fall.
Und auf jeden Fall menschlich unterste Schublade von ihm so mit euch umzugehen.

x 5 #730


NineNinchen
Zitat von Tatiana:
Frage mich gerade: Stimmt ihr (der Rest) mir überhaupt zu, dass das, was mir hier passiert ist, sehr ungewöhnlich und sehr ungewöhnlich extrem ist?

Extrem ekelhaft umd unfair auf jeden Fall. Nachdem was ich hier so im Forum und im Bekanntenkreis so erlebt habe aber auch nit ungewöhnlich. So unterschiedlich wie die Menschen sind, so unterschiedlich sind auch die Trennungen. Aber es spielt auch keine große Rolle, denn du bist verletzt. Egal ob das jetzt eine gewöhnliche oder ungewöhnliche Trennung ist.

Wenn du es als zu belastend wahrnimmst und merkst du kommst damit alleine nicht zurecht, dann suche die bitte Hilfe.

x 3 #731


A
@Tatiana

So wie du ihn beschreibst, ist er aus meiner Sicht kein Narzisst. Ich glaube auch nicht, dass er bewußt manipulativ unterwegs ist.

Seine Probleme liegen darin, dass er sich nicht von seinen Eltern abgenabelt hat bzw. haben sie ihn nicht gehen lassen. Deshalb hat er auch nie gelernt seinen eigenen Weg zu gehen und bei Dingen die ihm Missfallen den Mund aufzumachen.

Für dich persönlich solltest du dir überlegen, ob du den von ihm vorgeschlagenen Weg gehen möchtest oder nicht. Ich bin da im Team "Versuch macht klug"

x 5 #732


Lukrethia
Liebe @Tatiana , ich kann dich sehr gut verstehen und in deine Situation hineinfühlen. Mir ging es vor ein paar Monaten nicht unähnlich. Ich habe mich auch lange an die (tlw. diagnostizierte und tlw. vermuteten) Krankheit(en) meines NM geklammert und gedacht, dass die Trennung sicher daran liegt, und wenn er nur einsichtig wäre und die richtige Therapie bekäme, dann könnten wir das wieder hinkriegen oder zumindest würde ich besser verstehen, was da passiert ist.

Aber im Endeffekt spielt das alles keine Rolle. Getrennt ist getrennt, ob das wegen einer anderen Frau ist, wegen einer Krankheit, ob sich einer ausgeliebt hat oder in der Midlifecrisis steckt: das Ergebnis ist immer dasselbe. Ich hab alle Möglichkeiten durch und am Ende stehe ich trotzdem alleine da, also bleibt irgendwann nur die Akzeptanz, dass es ist, wie es ist.

Dein Mann hat sich meiner Meinung nach ein paar unverzeihliche Schnitzer geleistet. Meiner auch, wenn auch nicht in diesem Ausmaß, wir haben aber auch keine Kinder. Das jüngste Treffen zeigt ganz deutlich, dass dein Mann in seiner jetzigen Form langfristig nicht beziehungsfähig ist. Jemand, der über so einen langen Zeitraum nicht fähig ist, seine Bedürfnisse zu äußern, mit dem kann man nur untergehen. Noch dazu scheint er dich ziemlich frech in eine Form gießen zu wollen, die ihm genehm scheint. Und du sagst darauf auch noch ganz brav:

Zitat von Tatiana:
Mein einer Hauptpunkt war:
-Es ist okay, dass dich diese Dinge an mir sehr stören

Nein, das ist es nicht. Es ist nicht ok.
Dinge können ihn stören. Dann hätte er das auch mal zeitgerecht sagen müssen. Das ist das eine. Aber er bemäkelt so viel an deinem Verhalten - wir sind doch hier nicht bei Strick dir deine Wunschfrau. Er weiß wie du bist, so hat er dich geheiratet und jetzt fällt ihm ein, was ihm alles nicht passt. Dass du mehr trinken sollst (!) und mehr Cardio machen... dass du dich ihm gegenüber nicht richtig öffnest. Das ist doch der reinste Hohn, dass das ausgerechnet von ihm kommt.

Ganz ehrlich: es geht nicht darum, was er hat oder nicht hat. Es geht darum, ob du das auf Dauer aushalten kannst. Und mit so einem Menschen ist das einfach nicht möglich. Das wäre ein Leben in ständiger Unsicherheit und auf rohen Eiern.

Du bist jetzt an einem Punkt, wo das Verstehen noch superwichtig ist für dich. Wenn du auf dich schaust, dann wird das aber immer unwichtiger werden und du wirst mehr in die Akzeptanz kommen. Ich glaube, man kann das nicht beschleunigen. Meine Freunde haben mir das damals auch genauso gesagt und ich habe meinen NM noch verteidigt. Ich hab einfach Zeit gebraucht, um das alles zu realisieren und das geht nicht von heute auf morgen. Mein NM ist aber meiner Bitte nachgekommen, möglichst schnell auszuziehen und das war im Nachhinein betrachtet das allerwichtigste: es hat die Spannung rausgenommen und der Abstand war notwendig.

Akzeptieren heißt nicht, dass man schon losgelassen hat oder nicht mehr traurig ist. Es heißt einfach nur, die Entscheidung so anzunehmen, wie sie getroffen worden ist, und sie nicht mehr zu hinterfragen. Ich hoffe für dich, dass die Akzeptanz bald den Wunsch des Verstehens ablösen kann.

x 13 #733


Nostraventjo
Zitat von Lukrethia:
Liebe @Tatiana , ich kann dich sehr gut verstehen und in deine Situation hineinfühlen. Mir ging es vor ein paar Monaten nicht unähnlich. Ich habe ...

Deinen Beitrag finde ich top.

x 4 #734


K
Zitat von Tatiana:
Tausend Dank GreenTara & Birkai! Frage mich gerade: Stimmt ihr (der Rest) mir überhaupt zu, dass das, was mir hier passiert ist, sehr ...

Wenn man hier ein paar Jahre mitliest, ist dein "Fall" nicht wirklich ungewöhnlich, nein.

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A


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