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Was bitte ist hier passiert?! Plötzliche Trennung

Seteca
Ich denke du bist eine junge und tolle Frau und dir stehen noch so viele Türen offen. Im hier und jetzt bist du verletzt und stark verunsichert - völlig verständlich. Step by step. Es ist super, dass du dich beraten lässt. Nun hast du dich (zunächst!?) klar für das Nestmodell entschieden. Ich stelle mir das emotional sehr schwierig vor, wenn ich daran denke dass ihr jeweils zu 50% in der kleinen Whg. und zu 50% in der Ehewohnung lebt. Jedoch kannst du in 4 Wochen immer noch die Reißleine ziehen und dich für einen Neustart mit einer anderen Wohnung entscheiden. Wäre es möglich, dass du mit dem Nestmodell dies als Versuch kommunizierst und das ihr in der Ehetherapie darüber, nach einer gewissen Zeit, erneut kommuniziert?

Ich denke es braucht schon ein wenig Zeit, dass du dir eine neue Perspektive erarbeitest mit dieser du am besten zurechtkommen könntest.

Sende dir ganz viel innere Power ✨💪✨

x 1 #961


Balu85
Zitat von aequum:
Deshalb solltest du dich bei einem Anwalt beraten lassen. Es gibt Grenzen wie weit du ohne die Zustimmung des Vaters wegziehen darfst. Alles darüber hinaus kann nur mit seiner Zustimmung erfolg

Ich weiß ja das sich dieses Gerücht hält...aber es gibt keine festen Grenzen. Weder in der gleichen Stadt, noch im Landkreis oder sonst wo. Bei gemeinsamen Sorgerecht, wo da Aufenthaltsbestimmungsrecht ein Teil dessen ist müssen (in der Theorie) immer beide Elternteile zustimmen. Eigentlich auch wenn man nur von der Meierstraße 8 in die Meierstraße 12 zieht. Wird in der Praxis nicht vorkommen das da jemand quer schießt aber ist theoretisch so.
Meine Exfrau ging damals auch davon aus das sie im Landkreis ja hinziehen kann wo sie will und ich einfach Pech habe. Ich war sehr erleichtert als mit von meine Anwältin gesagt wurde "ne...ist nicht so".
Zitat von aequum:
Ich denke schon, dass TE sich anschließend für einen für für sie richtigen Weg entscheiden können wird.

Ich verstehe den Gedanken und den Wunsch der TE wieder in ihre alte Heimat zu gehen. Auf der anderen Seite geht es aber nicht mehr nur um sie sondern auch um ihre Tochter. Irgendwann hat sie sich ja dazu entschieden zu ihrem ehemaligen Partner zu ziehen...jetzt eine Rolle rückwärts machen geht aber meiner Ansicht nach auf Kosten der Kleinen. So verständlich der Wunsch ist. Man kann halt nicht alles wieder rückgängig machen.
Also mit Blick auf die TE ist es nachvollziehbar, mit Blick auf deren Tochter eher nicht.

x 5 #962


A


Was bitte ist hier passiert?! Plötzliche Trennung

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C
Zitat von Tatiana:
In eine neue Stadt? Teils denke ich da auch dran. Am liebsten wieder in MEINE Stadt, im Ausland.
Aber das kann ich auch meiner Kleinen nicht antun- Sie hängt halt auch sehr an ihrem Papa.
Ich hänge hier jetzt fest!


Auf die Gefahr hin gevierteilt zu werden. Wäre ich du, würde ich anstreben das durchzuziehen.

Kinder sterben nicht daran, wenn sie überwiegend bei der Mutter groß werden. Ebenso wenig nehmen sie Schaden, wenn sie umziehen. Du darfst für dich schauen, wo du bleibst. Dein Leben zählt auch was.

Wenn er jetzt mit der Kleinen viel bei der Mutter ist, wird die Kleine ja quasi von der Oma mit groß gezogen.

So instabil wie er sich dir gegenüber verhält könnte in Betracht gezogen werden, dass die Kleine auch nur jetzt interessant ist, morgen uninteressant wird und nur noch bei Oma abgeladen wird.

Wäre er nicht der erste, der so handelt.

x 2 #963


NineNinchen
Zitat von Casey:
Kinder sterben nicht daran, wenn sie überwiegend bei der Mutter groß werden.

Oder beim Vater. Er könnte dasselbe denken. Er hat ein familiäres Umfeld, was für das Kind sehr gut sein kann. Bislang hat er sich wohl liebevoll um seine Tochter gekümmert. Er hat sich von der TE getrennt, nicht von der Tochter. Auch wenn ich eine Trennung in dem Kindesalter ebenfalls eher kritisch sehe. Aber warum sollten die Väter auf das Kinder verzichten wollen, wenn er ebenso eine Bindung hat?

Ich denke die TE wird sich wohl doch damit arrangieren müssen, das sie jetzt da ist wo sie ist. Auch wenn ich mir das wirklich schwer vorstelle irgendwo leben zu müssen, wo ich nicht sein möchte.

Leider merkt man ja erst durch eine Trennung mit Kind, wie sehr einen Kinder noch einmal mehr einschränken können. An so etwas denkt man eben leider eher nicht, bevor man an die Familienplanung geht.

Jetzt muss das Beste aus der Situation gemacht werden. Wenn er sich nicht mehr kümmern sollte, kann sie ja immer noch mal Anlauf nehmen wegen des gemeinsamen Sorgerechts.

Das Nestmodell stell ich mir nach so einer verletzenden Trennung sehr schwer vor. Vielleicht würde zu gegebener Zeit doch ein Neuanfang in einer anderen Wohnung besser funktionieren.

x 8 #964


A
Bei der nächsten Paartherapie kannst du die Gedanken zu deinem Noch-Schwiegermonstern gern ansprechen. Bei dem jetzigen Betreuungsmodell ist dies aus meiner Sicht sogar wichtig, denn Oma wird sicherlich auch einige Zeit mit deiner Tochter verbringen.

Es kostet sicherlich Überwindung und du hast vielleicht Angst, dann "die Böse" zu sein. Jedoch kann sich das lohnen, damit die Therapeutin als unbeteiligte Dritte einen Blick darauf werfen kann.
Darüber hinaus wirst du in den Augen deiner Schwiegereltern vermutlich eh schon "die Böse" sein, weil sie selber gar nicht erkennen, wie übergriffig sie sind und ihren Sohn&dich die letzten Jahre massiv eingeschränkt haben

x 3 #965


Blind-Meg
Zitat von Balu85:
Ich verstehe den Gedanken und den Wunsch der TE wieder in ihre alte Heimat zu gehen. Auf der anderen Seite geht es aber nicht mehr nur um sie sondern auch um ihre Tochter. Irgendwann hat sie sich ja dazu entschieden zu ihrem ehemaligen Partner zu ziehen...jetzt eine Rolle rückwärts machen geht aber meiner Ansicht nach auf Kosten der Kleinen. So verständlich der Wunsch ist. Man kann halt nicht alles wieder rückgängig machen.
Also mit Blick auf die TE ist es nachvollziehbar, mit Blick auf deren Tochter eher nicht.

So sehe ich das auch. Mit Kind(ern) hat man die größte Verantwortung übernommen, die man übernehmen kann, nämlich die für ein (zunächst) absolut hilfloses Menschenleben und zwar für ca. 20 Jahre. Solange das Kind unter dem elterlichen Dach (oder den elterlichen Dächern) lebt, hat man in der Umgebung zu bleiben, wo das Kind sein Netzwerk hat. Ausnahme ist, wenn die ganze Famiie zusammen umzieht, denn dann nimmt man einen Teil des Netzwerkes (dessen Kern) ja mit.
Für getrennte Elternteile, die weiter als in die nächste Stadt wegziehen, fehlt mlr jegliches Verständnis. Das finde ich einfach ungehörig.
Ich halte es auch für absolut vermessen, davon auszugehen, dass das Kind das "schon verkraften" wird. Für ein Kind kann das zutiefst traumatisch sein und die Botschaft ist immer "du bist nicht wichtig genug". Die ist selten so gemeint, aber wirkt immer mit

x 7 #966


MissLilly
Wenn ich mich in meinem Umfeld so umschaue, dann halte ich es mittlerweile für eine Illusion zu glauben, dass man sich als Mutter oder Vater bei einer Trennung weiterhin im unmittelbaren Dunstkreis des Ex-Partners aufhalten muss!
Ja, auf dem Papier haben wir ganz ganz viele tolle Gesetze abgedruckt, aber die Praxis dazu ist in der Realität oftmals eine ganz andere. Insbesondere bei noch sehr kleinen Kindern. Unzählige Menschen (größtenteils Väter) die vor der Trennung ein vollwertiger Bestandteil der Betreuung ihrer Kinder waren und nach der Trennung zig Kilometer weit weggezogen sind, wurden noch von keinem Richter davon abgehalten! Wenn der Staat vom Kindeswohl spricht, dann meint er damit in erster und letzter Konsequenz die Sicherstellung der finanziellen Versorgung, für die er (der Staat) am besten nicht aufkommen möchte Zwinkerndes Gesicht

x 3 #967


M
Zitat von Tatiana:
Dankeschön. Heute ist der erste Tag, wo ich richtig alleine hier bin. Mein Mann hat die Kleine mit zu seinen Eltern genommen, trifft dort auch seine Schwester und ihren Kleinen. Er hat also alle, die ihn auffangen- wer besser, als Familie, die bestärkt und ihn extrem versorgt? -Das, was er sich ja so wünscht. Dass ...

Wenn Du ihn um seine Familienbande beneidest, denk an seine Mutter 😜
Und an seinen Vater, der ein Waschlappen gewesen sein muss, weil er dem Sohn auch
nie vorgelebt hat, wie man gesunde Grenzen setzt und sich erwachsen verhält.

Mach Dir vielleicht eine Liste, was DU Dir für die Zukunft wünschst?!
Und nimm den Fokus von ihm. Er wird auch seine inneren Krämpfe und Kämpfe haben.

Möchtest Du wegziehen? Wo gibt es Unterstützung? Willst Du mit einer Sportart anfangen?
Wenn Du Wellness liebst wie wäre es mit einer Thaimassage oder einem Wellnesswochenende?

Es wird bestimmt eine schwere Übergangszeit. Aber es wird bestimmt besser und Du kannst
wie auf einem weissen Blatt Papier aufschreiben und planen, wie DU jetzt unabhängig von ihm
Dein Leben mit Deiner süßen kleinen Tochter gestalten möchtest.... 💕

Nestmodell würde mir in deiner Position schwer fallen, weil man nicht sein eigenes neues Reich hat.
Mir persönlich würde es in so einer Situation helfen, mir eine schöne kleine Wohnung zu helfen, sie
ausschliesslich nach meinem Geschmack als Nest NUR für mich und meine Tochter einzurichten.
als Schutz- und Schonraum sozusagen. Das muss ja nicht weit weg sein.

x 2 #968


T
-Ich möchte, dass meine Kleine ihr zu Hause behält
-Ich möchte auch, dass sie für eine Zeit lang (6 Monate?) sieht, wir sind BEIDE regelmäßig da, aber jetzt separat. Daher Nest Model, so schwer das werden wird. Auch zunächst im täglichen Wechsel, damit sie uns nicht lange vermissen muss
-Auf lange Sicht will ich aber, dass sie EIN zu Hause hat, bei mir 4-5 Tage, er den erst
-Dass sie nicht zu oft umziehen muss, was dann heißt .am besten erst, wenn ich eine Wohnung gekauft habe
-Ich möchte, dass sie ihre Kita nicht verliert, denn die ist wunderbar und sie liebt sie
-Ich möchte, dass der Papa schon involviert ist, aber weniger als ich
-Am liebsten würde ich auch, dass sie Großeltern so wenig wie möglich involviert sind, aber das ist wohl nicht realistisch und da müsste da noch in einiger Zeit prüfen, ob das nur Wut meinerseits ist. Die Kleine liebt Oma und Opa und umgekehrt ist das auch so- aber die sind halt super übergriffig, kritisch und haben genaue Vorstellungen, was sie braucht und wie was gemacht werden soll. Gleichzeitig ist es schön, dass sie dort Familienleben erleben kann

x 4 #969


M
Zitat von Tatiana:
-Ich möchte, dass meine Kleine ihr zu Hause behält -Dass sie nicht zu oft umziehen muss, was dann heißt .am besten erst, wenn ich eine Wohnung gekauft habe -Ich möchte, dass sie ihre Kita nicht verliert, denn die ist wunderbar und sie liebt sie -Ich möchte, dass der Papa schon involviert ist, aber weniger als ich ...

Kann ich verstehen.
Am besten geht es Deiner Kleinen aber glaube ich, wenn es DIR gut geht 💕
Daher würde ich schon überlegen, womit DU Dich am wohlsten fühlen würdest.
Eine traurige, leidende Mami ist mE deutlich schlimmer als ein Umzug (wobei die
Wohnung jetzt ja eh wenn der Papa dort bleibt, immer ihr Zuhause wäre ebenso
wie das Zuhause der Großeltern!)

x 3 #970


Winza
@Tatiana

Finde deine Ideen gut.
Bei Oma aufpassen, dass sie sich nicht einmischt und ihre Vorstellungen von Erziehung durchsetzen will.

x 3 #971


M
Zitat von Winza:
@Tatiana Finde deine Ideen gut. Bei Oma aufpassen, dass sie sich nicht einmischt und ihre Vorstellungen von Erziehung durchsetzen will.

Ich fürchte auf die Oma gibt s keinen Einfluss und würde ich auch nicht versuchen.
Ich meine die TE ist die MUTTER der Kleinen. Ich denke, was SIE vorlebt und macht ist
entscheidend und die meiste Zeit auch Gesetz.
Da würde ich meine Energie und Gedanken nicht an die toxische Ex Schwiegerfamilie
verschwenden und dort meine Macht abgeben. Auch um das Kind nicht in Loyalitätskonflikte zu bringen!
Ich traue der Tochter zu, mit der Zeit selber abzuwägen, mit wem sie sich am Ende
am wohlsten fühlt 😜 ist ja garnicht schlecht, wenn ein Kind verschiedene Einflüsse hat,
und dann für sich entscheiden darf, wer ihr Rolemodell sein wird.
Und meist sind das NICHT übergriffige oder unangenehme Menschen, denke ich 😎

x 1 #972


Blind-Meg
Zitat von Tatiana:
Ich möchte auch, dass sie für eine Zeit lang (6 Monate?) sieht, wir sind BEIDE regelmäßig da, aber jetzt separat. Daher Nest Model, so schwer das werden wird. Auch zunächst im täglichen Wechsel, damit sie uns nicht lange vermissen muss
-Auf lange Sicht will ich aber, dass sie EIN zu Hause hat, bei mir 4-5 Tage, er den erst

Ich nehme an, damit verwirrst du ein so kleines Kind erst recht. Da hat sie gerade angefangen, sich dran zu gewöhnen in diesen u Monaten, und dann ändert sich gleich wieder alles. Finde ich verheerend fürs Kind.

x 2 #973


alleswirdbesser
Zitat von Tatiana:
am besten erst, wenn ich eine Wohnung gekauft habe

Warum möchtest du unbedingt eine Wohnung kaufen? Ich finde damit bindet man sich schon wieder und wird unflexibler. Ist eine gute weiterführende Schule, die infrage käme auch in der Nähe?

#974


alleswirdbesser
Zitat von Winza:
@Tatiana Finde deine Ideen gut. Bei Oma aufpassen, dass sie sich nicht einmischt und ihre Vorstellungen von Erziehung durchsetzen will.

Aber wie soll das gehen?

#975


A


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