Ex-Mitglied
Gast
Ich kann sehr gut nachempfinden, wie Du das meinst, auch daß man solche Gedanken erstmal hat, ist völlig normal, doch ist es gerecht?
Nur weil jemand fremd bügelt, will er vielleicht dennoch nicht alles hinwerfen. Warum sollte das egoistisch sein? Egoistisch wäre, sofort zum neuen zu wechseln, nur für ein paar schöne Stunden. Vielleicht ist es mit dem Partner einfach nicht so schön, aber der Rest der Partnerschaft, ist einem wichtiger als Sechs. Das bedeutet dann immer noch nicht, daß ein Mensch für immer auf sechsuelle Erfüllung verzichten muss. Eine solche Haltung, ist letztlich auch auf eine bestimmte Weise selbstsüchtig. Sind die Gefühle des Partners aufrichtig und besteht die Partnerschaft ansonsten zuverlässig und harmonisch, warum etwas verbieten, daß ich nicht in der Lage bin, zu erfüllen? Es ist doch keine Straftat. Wenn ich damit also eine funktionierende Beziehung nicht mehr sehen und leben kann, dann liegt das Problem da doch hauptsächlich bei mir und nicht beim Partner.
Welches Recht wiegt denn größer? Das Recht darauf, daß ich bestimme, auf wieviel Bedürfnis gleich welcher Art mein Partner zu verzichten hat? Oder das Recht, ein erfülltes Leben zu führen, selbst in einer Partnerschaft auch noch?
