Zitat von milano30:ich möchte einfach keine ungesunden Beziehungen mehr führen.
Wenn Threads sich um Beziehung drehen, dann finde ich wird's extrem kompliziert.
Das ist in meinen Augen viel zu komplex, als dass man so irgendwie Licht ins Dunkel bringen könnte und das Meiste lässt sich in Abwesenheit vom 2. Betroffenen gar nicht beleuchten.
Das sich was ändert, ohne dass ich mich ändern muss, der Anspruch ist legitim, bei Säuglingen und Kleinkindern.
Ein Erwachsener hat für sich (und damit auch die Qualität der Beziehung) allein Verantwortung zu übernehmen.
Zum Thema Ansprüche: legitim ist, mir von anderen etwas zu wünschen.
Problematisch, im Sinne von beziehungsbelastend, ist bereits, wenn ich denke, ich hätte ein Recht (einen Anspruch) darauf.
(Wünsche des anderen nicht realistisch betrachten und in angemessenem Rahmen zu befriedigen, wäre danndie 2. grosse Stolperfalle, wenn man gleich ins Thema Beziehung einsteigt.)
Richtig ist natürlich, dass der Mensch grade in der Beziehung zum anderen, sich selbst erkennen kann.
Dazu kann das Forum glänzend genutzt werden, wenn Notwendigkeit, Wille und Einsicht ins eigene Scheitern vorhanden ist.
Wir sollten nicht vergessen, dass die Liebe etwas ist, das freiwillig verschenkt wird.
Das bedeutet nicht, dass ich von einem erwachsenen Partner nicht erwarte, dass er sich ehrlich und integer verhält und enttäuscht bin, wenn er es nicht tut.
Auf sein Verhalten habe ich keinen direkten Einfluss. Auf das eigene Verhalten lässt sich Einfluss gewinnen.
Das ist viel schwerer, als gemeinhin angenommen. Neue Erkenntnisse sind oft nur der erste Schritt. Ohne "einüben" ist aber nicht viel gewonnen
So bringt der nächste Beziehungsversuch oft nur die alten Probleme (die der Mensch mit sich selbst hat) erneut ans Tageslicht.
Das muss zwangsläufig so weitergehen, bis man sich mit den seriellen Partnern abfindet oder eine wirkliche Änderung anstrebt.