Zitat von Kaetzchen:Wenn Du also Männern sagst, dass sie auf eine Frau warten sollen, die für sie über Gartenzäune klettert, dann warten die ja auf eine männliche Frau oder auf eine sehr bedürftige.
Ich glaube eher, dass das dann eine emanzipierte Frau ist, die nicht in alten verkrusteten Rollenbildern festhängt und meint, der Bock muss die Herde bespringen. Diese Zeiten sind längst vorbei, heutzutage gehen auch Frauen vorbildlich auf die Pirsch. Dieses Uraltdenken, dass der Mann jagen muss, ist Geschichte.
Zitat von La-Fleur:Also ich gehe bis zu einem gewissen Grad schon auf einen Mann zu, wenn ich merke das der Stock zu tief im Hintern steckt, den Rest darf er aber dann allein erledigen ansonsten Tschüssikovski. Und ich bin weder bedürftig noch von der Bauernfraktion.
Und das ist das Gegenteil von emanzipiert, ein gutes Gegenbeispiel zum Benehmen, was heutzutage Standard ist. Die Damen müssen lernen, dass auch sie mehr machen müssen, wenn sie mehr haben möchten. Ansonsten werde einige Frauen, auch wenn sie betonen, dass sie es dann nicht nötig haben, alleine bleiben. Komisch ist dann nur, dass sie ja letztlich nur darauf gewartet haben, dass der Mann aktiv wird. Der Fehler dabei ist: Passivität bringt einer Frau heutzutage gar nichts ein. Es zählt Angebot und Nachfrage und eines ganz besonders: Timing und Tempo. Wer verschläft oder aus Passivität oder aus Urzeitdenken einfach nur abwartet, wird verlieren. Es soll ja heutzutage alles auf Augenhöhe liegen. Bitte schön, die Damen müssen sich auf dem Gebiet spurten. Das sind auch meine persönlichen Erfahrungen. Ich kann als Mann den ersten Schritt machen und die Frau umwerben. Ich muss es aber nicht tun. Ich kann einfach auch nur abwarten, bis die Frau mal die Gänge einlegt. Funktioniert bei den emanzipierten Frauen (und die haben sogar Spaß daran), bei den verkrusteten alten Denkerinnen nicht. Aber die bleiben in der Regel auch alleine. Sie haben halt leider selber Schuld und müssen sich anpassen - ob sie das nun wollen oder nicht. Kein Mann muss heute mehr den ersten Schritt machen, die Damen dürfen sich gerne auch im Sinne der Emanzipation daran mit beteiligen. Ich erwarte das auch von einer Frau, ansonsten ist die für mich uninteressant und langweilig.
Hier ist noch einmal ein interessanter Beitrag aus der "Welt":
Früher war die Rollenverteilung klar: Wenn ein erstes Date zustande kommen sollte, wenn die Gefühle zum ersten Mal ausgesprochen werden sollten, wenn der erste Kuss passieren sollte, musste der Mann die Initiative ergreifen. Heute ist das nicht mehr ganz so einfach. Die Emanzipation und Gleichstellung der Frau ist eine überaus positive Entwicklung, keine Frage. Doch während in der Öffentlichkeit von der modernen Frau gesprochen wird, die dem Mann in Nichts nachsteht, denken viele Menschen und zwar sowohl Männer auch als Frauen immer noch zumindest in Teilen in Rollenklischees.
Frauen: Der Mann soll den ersten Schritt machen!
Während also nach außen hin alle Liberalen sagen würden, der Mann müsse nicht mehr den ersten Schritt in einer Beziehung machen, das könne die Frau genauso gut, erwarten es doch immer noch viele Frauen von ihren Lovern. Eine Studie von ElitePartner hat herausgefunden, dass fast die Hälfte aller Single-Frauen der Meinung ist, dass der Mann die Initiative ergreifen müsse. Bei den Unter-30-Jährigen seien sogar 57% dieser Ansicht.
Männer: Die Frauen können das genauso gut!
Wieso immer wir? Diese Frage stellen sich viele Typen zu Recht. Sie ist doch mindestens genauso selbstbewusst wie ich!, lautet ihr Hauptargument. Nur 14% aller Single-Männer sehen sich in der Pflicht, den Anfang zu übernehmen. Fast 80% finden es gut, wenn die Frau den ersten Schritt macht, bei den Unter-30-Jährigen sogar 85%. Doch dagegen geben nur weniger als 5% der befragten Frauen an, dass sie den ersten Schritt machen würden!
Frauen wollen eingeladen werden, Männer wollen nicht bezahlen
Ein weiteres heikles Thema in aufgeklärten Zeiten: Die Restaurantrechnung des ersten Dates. Früher hat der Mann gezahlt, doch wie sieht das heute aus? Wirkt das machomäßig und unangebracht für das 21. Jahrhundert? Nein, findet jede zweite Frau. Sie möchten gerne eingeladen werden und finden das romantisch. Aber wie sehen das die männlichen Begleiter? Von ihnen hält es nur jeder dritte für seine Aufgabe, die Rechnung zu übernehmen.
Was nun?
Im Laufe der Jahre sind die Grenzen der Rollenbilder verschwommen und es ist nicht mehr eindeutig gesellschaftlich geklärt, welches Geschlecht welche Aufgabe zu übernehmen hat. Es gibt keine vorgeschriebenen Regeln mehr, weshalb die Verteilung neu und individuell ausgehandelt werden muss.
Ihr wartet darauf, dass der Typ endlich mal zu Potte kommt und den ersten Schritt macht? Vielleicht sieht er es ja gar nicht als seinen Auftrag. Vielleicht wartet er genauso darauf? Und ist eventuell dazu sogar noch schüchterner als ihr? In allen Bereichen des Lebens achtet ihr darauf, dass Frauen gleichgestellt sind und die gleichen Rechte haben wie Männer. Das ist gut so. Aber dann haben sie eben auch die gleichen Pflichten wie Männer.
Es ist heuchlerisch, für Frauenrechte einzustehen, aber sich in Sachen Beziehung die Prinzessinnenrolle herauszunehmen. Natürlich muss nicht alles von der Frau plötzlich ausgehen, aber kommt am besten weg von der Vorstellung, der Mann müsse sich die Frau erst erkämpfen und verdienen. Achtet lieber auf die persönlichen Charakterzüge eures Liebhabers und macht mit ihm gemeinsam die ersten Schritte. Setzt kleine Zeichen, testet aus, wie er auf Flirtversuche reagiert und traut euch einfach mal, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Und wenn ihr euch noch einmal die Zahl von oben anseht: mindestens 80% der Männer finden es toll, wenn ihr anfangt. Also ist die Wahrscheinlichkeit ja schon einmal ziemlich groß, dass alles klappt.
