Mein Resümee

Die Erwartung von einem Partner beachtet zu werden, ist gut und richtig.
Ausserhalb einer Beziehung ist diese Erwartung unbegründet ( unreif).
Für Beziehung ist es notwendig etwas
in Richtung des anderen zu tun (ihm Aufmerksamkeit zu schenken, nicht seine Aufmerksamkeit zu erregen) sich einzubringen. Sich schick anziehen, nett lächeln, oder noch schlimmer, ihn anzupöbeln, reicht nicht.
Wer denkt, zu wenig Aufmerksamkeit zu erhalten, beginnt, darum zu ringen.
Dies kann schon als Schieflage in einer Beziehung betrachtet werden, da von jemandem geliebt zu werden
bedeutet , beachtet zu werden.
Mütterliche Liebe ist genau das: beachtet zu werden, ohne irgend etwas dafür zu tun, einfach genau so, wie man ist.
Ein früher Mangel daran, führt zu einer Leere, die nach Befüllung schreit, das Erwachsen werden mitunter verzögert/verhindert.
Fehlende Reifung bedingt mit den Stategien von damals (wüten, trotzen,schmollen, Dinge hinnehmen, die einem nicht gut tun) Aufmerksamkeit zu generieren.
Dabei stehen einem als Erwachsener viele andere Wege zu Verfügung.
Man ist nicht mehr klein und machtlos. Dennoch wird unbewusst in dem Gefühl verharrt, die Verantwortung für sich und das eigene Leben nicht restlos übernommen.
In einer gesunden Beziehung erhalte ich das notwendige Mass an (positiver) Aufmerksamkeit, indem ich selbst diese verschenke.
Habe ich in der Vergangenheit Partner gewählt, die viel positive Aufmerksamkeit versprachen und wenig hielten, waren mir diese Zusammenhänge nicht bewusst.
Gut möglich, dass der oder die Betreffende den gleichen Mangel an Aufmerksamkeit in der Kindheit erlebten.
Ihn trifft keine Schuld. Die Verantwortung für sein Leben und damit auch die Qualität seiner Beziehungen, hat ein Erwachsener selbst zu tragen.