@karina
Zitat: aus eigener leidvoller Erfahrung weiß ich nur Eines: beim klitzekleinen Selbstmordgedanken ab zum Therapeuten, Selbsthilfegruppe,Tagesklinik, was weiß ich, denn diese Stimmen sind in meinem Wesen invasiv tätig. Die haben mich schon des öfteren so okkupiert, dass ich ernsthaft in Gefahr geraten bin. Es lässt dir dann plötzlich keine Wahl mehr. Das ist ja der schreckliche Irrtum, denn es gaukelt dir nur vor du hast keine Wahl. In Wirklichkeit läuft was gewaltig schief und anstatt diese Probleme zu lösen, lässt Ich sich von Es verwickeln in ein riesiges Ablenkungsmanöver, raus komm ich da nur mir Hilfe von außen, dass ist überhaupt der Moment in meinem Leben wo ich wirklich auf Hilfe angewiesen bin.
vor der Theorie erstmal eine Umarmung
hier kommt was durcheinander. Ursprünglich ging es ja um H-Moll`s These, dass Selbstmord(gedanken) im Falle psychischer Leiden autogagressiv sind.
Und ich meine eben, dass das nicht immer der Fall ist und/oder nur ein Aspekt des ganzen ist.
Ich sprach in meinem letzten Post aber von Menschen, die körperlich so krank sind, dass sie sich umbringen wollen.
Eben weil ich meine, dass diese Menschen lieber friedlich gehen würden, statt so aggressiv gegen sich zu handeln.
Ich denke, dass es bei psychischen Leiden genau so sein
kann. Dass also nicht immer gegen sich selbst gerichtete Aggressionen der Antrieb dafür sind.
Die Wahl, von der ich schrieb, bezog sich in diesem Fall auf die fehlende Möglichkeit einiger Menschen, friedlich aus dem Leben zu gehen. Es geht nur aggressiv, sofern ihnen keine Sterbehilfe geleistet wird.
Keineswegs wollte ich damit zum Ausdruck bringen, dass man jedem Menschen mit Selbstmordgedanken helfen soll, aus dem Leben zu gehen. Mir ging es lediglich um den Aspekt der Autoaggression.
Ganz klar ist dieser Wunsch oftmals ein Ausdruck großen psychischen Leidens. Und ja, auch im Falle schwerer Depression, Angststörungen, Psychosen. . . kann man davon überzeugt sein, keine andere Wahl zu haben, absolut ohnmächtig zu sein (was tatsächlich auch durch unterdrückte Aggressionen gegen andere ausgelöst werden kann), so dass man auf Hilfe von anderen angewiesen ist.
Zitat:Wieso beschäftigt dich das Thema eigentlich so? Da geht bei mir der Rauchmelder an, hast du etwas von solchen Gedanken?
mich beschäftigt es zur Zeit nur weil H-Moll darüber schrieb. Weil ich denke, dass einigen Menschen Unrecht getan wird, wenn eine Schablone über sie gelegt- und gesagt wird: Selbstmordwünsche=Aggressionen.
Und ich kenne/kannte Menschen, die sich umbringen wollten/es getan haben. Ich denke nicht, dass sie alle gehen wollten/gingen weil sie ihre Aggressionen gegen sich lenkten.