Zitat von sadMonkey: Man sagt und kann ja auch oft beobachten dass Macht, Erfolg und Prominenz Männer anziehend(er) für Frauen macht.
Politiker, Schauspieler, Richter, Großunternehmer etc.
Nicht so? Was sagen die Frauen dazu? Gibt es da bei einigen schon eine Faszination für "mächtige" Männer?
Ja, nein, vielleicht um mal weibliche Entschiedenheit zu demonstrieren. Ich glaube, jeder von uns hat so personal heroes, der eine möchte eine Art Giselle Bündchen, die andere eben Prominenz oder Popularität.
Wer sich einen Mann mit Jägerqualitäten wünscht, wird auch dort eventuell nen Hero haben und zugreifen, sollte sich die Gelegenheit bieten David Attenborough zu daten.
Das Ding ist man darf ja auch nicht den Kontext solcher Aussagen vergessen. Es mag hier viele Stimmen geben, wo Frauen in eine spezifische Abwägung gehen, aber wenn Du Dir die Foren anschaust, in denen solche Aussagen fallen, daß ist es nun mal prinzipiell kein falscher Rat zu sagen, Junge je mehr Du zu bieten hast, umso wahrscheinlicher ist es, eine Lady abzubekommen.
Hinzu kommt, daß beruflicher Erfolg oder Einkommen etwas ist, was greifbarer, messbarer ist, als einem Mann zu sagen, Du musst an Deinen social skills arbeiten.
Zitat von DieSeherin: und ich kann auch schlecht erklären, warum ich manche dieser soften männer ganz grässlich finde, andere der neuen generation aber ganz toll finde - wie du sagst: das verhalten drumherum
Ich glaube, es läuft wieder auf die oft zitierte Souveränität hinaus. Wenn du nen Mann hast, der dahinter das Fehlen des eigenen Lebensentwurfs versteckt (wie das ja durchaus auch bei manchen Frauen vorkommt), dann wirkt das ganze halt ziemlich schnell unauthentisch und feige. Feigheit verzeihen wir Männern nach wie vor deutlich weniger, als wir das bei Frauen tun. Wenn Du nen Mann hast, der das souverän in seinen Lebensentwurf integriert, dann wirkt das anders und ein solcher Mann wiederum läuft zudem weniger Gefahr sich ne Frau auszusuchen, die ihrerseits an der Stelle unauthentisch agiert.
Wenn wir da tradierte Anziehungsrollen aufbrechen wollen, müssen sich auch beide Seiten auf den Hosen(Rock)boden setzen. Wenn ich als Frau meiner Karriere den Vorzug gebe und dafür schlicht und ergreifend den Mann in die Anziehungsfalle des Hausmütterchens schicke, dann habe ich meine Hausaufgaben nicht gemacht. Das hat dann auch nichts mit Feminismus zu tun, weil Feminismus eben nicht heißt, dämliches nur anders herum verteilt zu tun.
Deswegen ist es in meinen Augen auch so wichtig, daß in den Führungsetagen der Arbeitgeber mehr Diversität herrscht. So lange die Idee vorherrscht, daß eine Frau zwar Karriere machen kann, aber eben nur im Rahmen eines männlichen Habitus, wird sie diesen dann zu Hause auch nicht ablegen können und damit in den meisten Fällen über kurz oder lang in der Anziehung zu Hause scheitern. Jedenfalls bei klassischen hetero-Partnerschaften.