Whow, ich hab die ganze Nacht geschlafen, ich werde wohl krank
Ich finde die Vielfalt der Meinungen sehr spannend, das Singledasein in all seinen Facetten.
Ich finde auch, dass sich in den letzten Jahrzehnten viel verändert hat, es ist alles nicht mehr so einfach. In meinen Augen hat früher ein Blick gereicht um alles zu besiegeln. In meiner ersten langen Beziehung hab ich auch gedacht, ich liebe diesen Menschen, ich möchte mit ihm alt werden, egal was kommt. Vielleicht auch mein Rollenmodell von daheim, denn trotz all ihrer Probleme blieben meine Eltern zusammen bis zum Tod meiner Mutter. Und am Schluss waren die beiden so herzig und liebevoll miteinander, als sie die grössten Probleme bewältigt hatten
Aber irgendwann musste ich einsehen, so kann und will ich nicht weiterleben.
Ich ging nie davon aus, dass eine Beziehung nur eine vorübergehende Sache ist, aber vielleicht sind die Zeiten tatsächlich so verrückt oder die Menschen nicht mehr kompromissbereit, dass das einfach nicht mehr drinnen ist.
Es ist vergleichbar mit dem Berufsleben, früher hatte man nach Möglichkeit eine solide Ausbildung und verfolgte den Beruf bis zur Pensionierung, wenn man innerhalb einer gewissen Zeit zu oft gewechselt hat, war man schon anrüchig. Heute ist es selbstverständlich, dass ein Lebenslauf schon mal eine A4 Seite lang ist. Man muss sich ja an eine zutiefst kapitalistische Welt anpassen, das heißt flexibel sein.
Ich vermisse das, was @Anders so wunderbar beschrieben hat, was ich auch bei verschiedenen Paaren erlebt habe, unabhängig vom Alter, meine 25j Cousine z.B. führt auch eine Beziehung, wo beiden klar ist, dass soll ewig halten. Diese tiefe Freundschaft füreinander, das ist für mich die wahre Liebe. Und ich bin immer total gerührt davon, wie sie miteinander umgehen, oder ihre Probleme vernünftig lösen.
Und ich finde es schade, dass ich das nie erlebt habe. Auch für mich wurden Beziehungen endlich.
Ich frage mich, wozu Menschen noch riesige, teure Hochzeiten ausrichten, mit großen gegenseitigen Versprechungen, wo doch beiden klar ist, naja, wenn es nicht klappt, können wir uns immer noch scheiden lassen. Ich habe auch die Beobachtung gemacht, je großartiger die Hochzeit, umso schneller folgte die Scheidung.
Ist die Erwartungshaltung einfach zu groß geworden? Ich finde auch diesen Anspruch: Ich möchte jemanden finden, der mich glücklich macht, so einseitig.
Oder sind die Zeiten wirklich schon so ver-rückt? Wichtig ist das, was für den Moment befriedigend ist, und man denkt gar nicht mehr an die Zukunft. Ich habe das Gefühl, all diese neuen Social-Medias verseuchen die Menschen zusätzlich mit zu vielen Möglichkeiten.
@Schlaubi009
Ein Land, das noch in den 80-90ern steckt? Ich habe letztens einen Bericht über Pensionisten gesehen, die immer mehr nach Bulgarien auswandern, weil sie sich das leben in Deutschland mit ihrer Pension nicht mehr leisten können...Vielleicht ist die Zeit dort nicht so schnell vergangen?
@solonely
Das sehe ich leider auch, dieses Geschenk. Ich denke, man braucht EINEN Ort, wo man Frieden hat, und wenn man eine Partnerschaft als zusätzlichen Stress erlebt, verliert man diesen Frieden zu Hause.
@Sorgild
Ich oute mich, ich mag es auch gern ordentlich. Aber wann das passiert, bestimme ich
