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Was möchte Sie?

M
Zitat von Vegas1:
Wollte Mitte Dezember einziehen und hab es ihr gesagt, sie hatte sich das sehr gewünscht.
Aber an dem Tag als ich es ihr sagen wollte hatte sie befürchtet ich wolle Schluss machen. Sie hat dann gesagt sie weiß nicht ob sie noch will dass ich einziehe, sie möchte stattdessen lieber eine WG mit einem anderen Mann gründen.
Sie wollte aber mit mir zusammenbleiben.

Ich konnte das aber nicht akzeptieren



Ich habe nicht alles gelesen,
aber das klingt für mich eindeutig nach Kindergarten/Teenieliebe,
nach dem Motto: wie du mir, so ich dir<.

Sie hatte Angst, dass Du sie verlässt,
also hat sie schnell den Vorschlag eingebracht,
mit einem anderen Mann zusammen zu ziehen - also bevor Du ihr wehtust,
tut sie Dir weh.
Das ging dann prima weiter,
weil Du dann wiederum durch ihren Vorschlag verletzt warst,
also hast Du Dich schnell getrennt, damit sie Dir nicht (mehr)
weh tun kann, sondern lieber Du dann ihr.

Das ist ein Strudel, ein Sog,
und wenn man den nicht durchbricht,
geht das immer so weiter !

Eigentlich hätte sie ehrlich sagen müssen,
dass sie Angst hat,
dass Du sie verlässt.
Eigentlich hättest Du sagen müssen,
dass Dir ihr Vorschlag mit dem anderen Mann wehtut.
Aber bevor Ihr Euch ehrlich Eure Ängste mitteilt,
verletzt Ihr Euch lieber gegenseitig !

Aus meiner Sicht hast Du ebenfalls "mental issues",
und wenn Ihr es nochmal zusammen versuchen wollt,
müsst Ihr Euch beide ändern ! -Und ehrlicher und direkter
zueinander sein.
Sonst wird das immer im selben Drama enden!

x 1 #76


V
Ich hab ihr im selben Moment als sie mir von der WG Idee erzählt hat gesagt, dass ich das nicht verstehen kann und verletzt bin.
Musste auch einen Moment zur Seite weil mir die Tränen gekommen sind.

Sie hatte nichts dazu gesagt außer „Es ist halt so“.
Wir saßen dann noch ein paar Minuten schweigend da, dann hab ich gesagt, dass ich gehen werde.
Es ist nicht so dass ich das von der WG gehört hatte und direkt gesagt habe „Es ist Schluss“ und dann direkt beleidigt gegangen bin.

als ich gegangen war hatte ich dann auch ihre Mutter angerufen, mit ihr gesprochen und sie gebeten auf ihre Tochter aufzupassen.
Die Mutter meinte „Sie liebt dich doch, und du sie. Ihr müsst darüber reden“ und wollte vermitteln. Aber selbst sie ist nicht durch diese Mauer gekommen.

Ich hatte versucht zu handeln.
Und das obwohl sie zuvor ja zu mir ins Büro kam und mich fertiggemacht hat. mir die Schuld gegeben hat, dass sie Suizidgedanken hat obwohl der Abschiedsbrief den sie gefunden hat uralt ist und nichts mit mir zu tun hatte sondern mit ihren damaligen Partner.

Wisst ihr wie ekelhaft solch ein Vorwurf ist?

Was hätte ich noch tun sollen? Ich hatte ja mehrfach versucht mit ihr ein Gespräch zu führen aber sie hat ja eine Kontaktsperre für sich errichtet.


Zitat von Multiversum:
Aus meiner Sicht hast Du ebenfalls "mental issues",

Welche mental issues siehst Du denn bei mir?

x 1 #77


A


Was möchte Sie?

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Löwenzeh
@Vegas1
Hast du dir den Link zum Dramadreieck von usambara (1. Post S.5) mal angeschaut?
Hochinteressant.
Da sehe ich auch echte Parallelen.
Das " Opfer", das hilfsbedürftig ist, der "Retter", der gerne hilft und/oder zum Zeitpunkt des Beziehungsanfang mehr Ressourcen übrig hat...
Dann kommt das "Opfer" auf den Trichter, es würde vom "Retter" bevormundet/eingeengt, was auch immer, das Opfer wechselt die Perspektive, betrachtet den Retter als Täter. Daraufhin wird das Opfer zum Täter und greift an.
Die Rollen sind nicht fix, auch der Täter kann wieder Opfer werden.
Letztlich geht es um die Verantwortung, die man nunmal fürs eigene Leben, Handeln und Fühlen übernehmen muss um ein erfülltes Leben zu führen.

Ich hab's gelesen und dachte: das passt vielleicht. Darum will sie plötzlich mit jemand anderem wohnen, sich nicht erklären. Vielleicht fühlt sie sich von dir zu abhängig und sucht dafür bei dir Schuld.
Denn sie klingt für mich wie jemand, der sich in der Opferrolle verloren hat. Der lernen muss, Verantwortung zu übernehmen.

#78


V
Habe mich zu dem Thema in Vers Quellen eingelesen.

Das Dreieck nach Karpman beschreibt drei Rollen.
Die sehe ich bei uns nicht.
Nur Opfer und Retter (nach dem Schema)

Ich finde man verliert sich auch in solche psychologische Konzepte.

Ich übernehme keine Verantwortung oder Probleme die mich nicht betreffen, wenn ich mich im Unternehmen für sie eingesetzt habe oder Dinge abgenommen habe, dann nie eigenmächtig.

Ich hab keine Probleme ungefragt gelöst sondern alles mit ihr besprochen.

Subjektiv sehe ich es eher so, dass ich in meinen Beziehungsgedanke sehr altmodisch bin.
Für mich heißt das, meine Partnerin emotional und finanziell zu tragen und für ihre Interessen einzustehen und sie zu verteidigen wenn sie es selbst aus mangelnden Selbstbewusstsein / Angst nicht kann.
Wie gesagt nicht ungefragt und über ihren Kopf. Alles wird vorher besprochen.

Das ist keine Retter Rolle sondern eine Partnerrolle.
Ist dies üblich oder gängig zur aktuellen Zeit? Nein.
In alten Generationen war das durchaus üblich und das ist auch nicht zu verurteilen.

Mir wird teilweise die Schuld gegeben, dass sie so nicht selbstständig werden kann und abhängig ist.
Wir reden hier von einer Frau Ende 20.

Sie hat vorher nicht angestrebt unabhängig zu werden und auch nach der Trennung ist sie eher lethargisch in dieser Angelegenheit und das obwohl ich mich in der Kontaktsperre völlig distanziert habe.

Wieso zieht Niemand in Betracht, dass sie selbst ein klassisches Beziehungsmuster forciert?
Es positiv empfindet, wenn sich jemand für sie stark macht und ihr die Sicherheit gibt Aktivitäten zu machen, welche sie sonst nicht tut?

Wer sagt, dass sie in diese Rolle gedrängt wird, statt sich in dieser Position wohlzufühlen?

Ist es zur heutigen Zeit üblich oder erstrebenswert? Nein ist es nicht.

Muss ich als Partner sie zwanghaft dazu treiben selbst auf den Tisch zu hauen? Sie zwingen selbstbewusst zu werden weil die Gesellschaft das heutzutage von einer Frau erwartet?

Ich hab keinen Retter fe. und bin kein Ritter in weißer Rüstung nur weil ich sie so sein lasse wie sie ist.

Um es nochmal klarzustellen:
Wir haben uns nicht getrennt weil sie sich in der Beziehung unwohl oder bevormundet gefühlt hat.

Ich habe mich von ihr getrennt wegen dem WG Vorschlag.
Und den Vorschlag hat sie nicht gemacht weil sie sich daran störte dass ich für sie eingestanden bin sondern weil sie Panik hatte alleine zu sein wenn ich Schluss mache.

Ich nehme meine Partnerin wie sie ist, ich wusste vorher bei meiner letzten Beziehung nicht wie ängstlich dieser Mensch ist. Sie wirkte nur schüchtern.
Aber ich backe mir meine Partnerin nicht nach meinen Gusto wenn mir dies und jenes nicht passt.

Jetzt kann man sagen „tut dir das gut?“
Und da sagte ich vorher schon: Ja, nicht weil ich ein Retter fe. habe weil sie abgesehen von ihren Schwächen ein verdammt wertvoller, interessanter und warmherziger Mensch ist.
Und das überwiegt.

Ich bin hier auch nicht ins Forum gekommen um zu sagen dass ich leide oder unzufrieden mit der Beziehung war.
Ich hab mich hier angemeldet um zu verstehen warum sie sich nach der Trennung, nach 10 Wochen Kontaktsperre wieder gemeldet hat.

#79


J
@Vegas1
Ich habe nicht alle Texte durchgelesen und möchte mich auch mit niemandem Streiten.
Für mich wäre der Altersunterschied noch ein Thema, aktuelle seid ihr in der gleichen Lebensphase "vor" Familie, falls das gewollt ist, kommt meist Kinder und Eigenheim bzw. gemeinsam wohnen. Nach der Familienphase kommt dann die Lebensphase bevor die Rentenphase eintritt. Wenn du mit 39 ein Kind "bekommst" dann bist du schon fast an Rente bevor es fertig studiert hat. Sie hat dann noch eine Lebensphase, spätestens da passen die Phasen nicht mehr zusammen. Das ist natürlich nur theoretisch und muss nicht bei jedem stimmen.
Ich wollte nur der Altersunterschied noch bedenken, egal wohin die Reise mit euch geht.

x 1 #80


M
Zitat von Vegas1:
Welche mental issues siehst Du denn bei mir?


Zitat von Vegas1:
Ich habe mich von ihr getrennt wegen dem WG Vorschlag.
Und den Vorschlag hat sie nicht gemacht weil sie sich daran störte dass ich für sie eingestanden bin sondern weil sie Panik hatte alleine zu sein wenn ich Schluss mache.



Dieselben wie bei ihr. -Angst vor Verletzung und dementsprechend Rückzug bzw. Angriff.
Sie hatte Angst, Du verlässt sie. Du hattest Angst, sie zieht mit einem anderen Mann zusammen.
Kannst Du die Parallelen wirklich nicht sehen ? Ihr seid wie siamesische Zwillinge.
Und natürlich liebt sie Dich nach wie vor und Du liebst sie,
aber so sehr Ihr Euch auch nach dem jeweiligen Anderen sehnt,
so sehr fürchtet Ihr Euch auch voreinander und den Verletzungen,
die Ihr in der Lage seid Euch gegenseitig beizubringen.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit werdet Ihr aus dieser Abwärtsspirale nicht herauskommen,
zu sehr hängt Ihr in Euren Rollen fest. .-Du kannst ihr die Angst nicht nehmen,
und sie kann Dir die Angst nicht nehmen.
Im Grunde kann nur jeder für sich
an sich arbeiten, versuchen zu reifen und insgesamt gelassener zu werden.
Man kann sich ja nicht aus dem Nichts dauerhaft um 180 Grad ändern !?
Das ist ein Prozess, der kostet Zeit und Geduld. Aufmunternde Emojis

Und noch ein Tipp.: Mach' nie wieder einfach Schluss,
wenn Du überfordert bzw. verängstigt bist,
denn das schürt die Ängste beim jeweiligen Anderen umso mehr. -Damit machst Du
alles kaputt und endest schlimmstenfalls in einem zermürbenden On/Off,
dass Dich und Deinen Partner psychisch und nervlich fertig macht !

Schluss machen ist immer das allerletzte Mittel
und sollte niemals als Erpressung des Partners eingesetzt werden,
damit er wieder "in die Spur kommt". Es hat aus meiner Sicht narzisstische Züge,
und man erreicht damit totale Verunsicherung und natürlich eine tiefe Verletzung
beim Partner,
womit man die Beziehung im Kern zerstört,
weil im Nachgang immer Misstrauen herrschen wird,
wann die nächste Trennung kommt und wie weit man dem sich getrennten Partner
überhaupt noch vertrauen kann.

#81