@ Odysseas
kann es sein, dass du sehr viel - ggf. (viel) zu viel - bei anderen Menschen voraussetzt,
bzw. verlangst? Wie du dich mit bestimmten Sachverhalten auseinandersetzt - egal worum
es geht - das macht nicht jeder. Mal kann das nicht jeder, mal will das nicht jeder.
Schwierig ist es immer, andere Menschen dort abzuholen, wo diese sich gerade befinden.
Es lassen sich auch nicht alle Menschen "abholen", weil diese es nicht wollen.
Und nein...es geht nicht darum, jemanden zu verteidigen, sondern darum, die "Denke" und
das Handeln Anderer als SOLCHES wahrzunehmen, ohne das zu werten. Andere Menschen
denken und handeln nun mal anders....und in DEREN Sinne ist das alles richtig, was für dich
oder mich vollkommen falsch sein kann.
"Hätte, müsste, könnte" - so oder so handeln und denken und reden....aus DEINER Sicht ist
das vllt. richtig. Andere Menschen sind aber anders in ihrem Denken, im Handeln, im Reden.
Und Hypothese - auch das hilft im Umgang mit Vergangenem nicht. Sich mit den Fakten zu
befassen, das IST zu sehen, um dann einen Weg zu suchen...logo - ergebnisoffen. Es braucht
den Willen dazu. Wer allerdings partout "nicht will" - dann wird es sehr schwierig.
An Vernunft zu appellieren - wer in problematischen Situationen ist, sich ggf. selbst hinein
gebracht, wird sich schwer tun, sich der Vernunft zu besinnen. Das Tohuwabohu erst mal zu
entzerren und eigene Anteile zu sehen, diese als solche anzunehmen, dann kann es auch
etwas mit der Vernunft werden.
"Was ist passiert?".... und dann erst "Wo will ich hin?" Raus aus prekären Situationen - das ja!
Und...so blöd das klingt - step by step.
Zitat:
Zitat:Möchte sie so ein Mensch sein?
Möchte sie das alles tun?
Möchte sie das alles sehen, koste es was es wolle?
Ändere dein denken und lege deine doppelte Moral ab. Ich meine es nicht böse auch wenn es so geklungen hat.
Das sind deine Ambitionen, deine Fragen....das heißt aber nicht, dass das übertragbar ist - egal
aus welcher Position heraus du das denkst und wünschst. Es gibt immer ein "Gegenüber", die/der
das Recht hat, das anders zu sehen - egal was am Ende dabei rauskommt.
Zitat:
Zitat:Aber ich weiß auch wie es ist wenn der Partner fremdgeht und man nicht die Chance hatte sich zu entscheiden.
Ich weiß wie es ist seinen Partner zu Vertrauen und dann raus zu bekommen das man die ganze Zeit betrogen und belogen wurde.
Ich weiß wie es ist in die Augen eines verletzten Menschen zu sehen und nichts tun zu können.
Ich weiß wie es ist in den Spiegel zu schauen und sich zu fragen warum.
Ich weiß wie es ist frustriert zu sein....
Die "andere" Seite - die muss das nicht zwangsläufig auch so sehen. Betrüger/innen werden das
nicht nachempfinden können.... AF/AM als Geliebte auch nicht. Sich mit den jeweiligen Umständen zu arrangieren lernen....zunächst vor allem mit den EIGENEN...das ist sauschwer. Meist wird zuerst bei "den Anderen" geschaut. "Die Anderen"....anfangs der Wut geschuldet, ist das okay. Aber irgendwann ist das nicht mehr ausreichend, um aufarbeiten zu können. "Die Anderen" werden dabei nicht (immer) helfen können/wollen...und Frau/Mann ist dann auf sich allein gestellt.
"Hätte, hätte, hätte" - Hypothese ist ein kleiner Zufluchtsort, um anfangs Druck abzubauen. Nur - "hätte, hätte, hätte" bringt keine Lösungen.