Ihr seid seit 40 Jahren verheiratet und lebt seit 7 Jahren getrennt. Für mich liest es sich so, als ob Ihr auch wirtschaftlich unabhängig voneinander seid?
Zitat von Olli1: hatte bereits 3 mal die Scheidung versucht einzureichen, wo von ihrer Seite kein grosser protest war.
Und warum hast Du es nicht durchgezogen, wenn von ihrer Seite eh kein Widerspruch kam?
Zitat von Olli1: ich war ja schon 4 mal nah dran, und gab ihr immer wieder eine Chance, ich bin ja nach der längeren Pause gut drauf, alleine klar zu kommen.
Okay - genauso könnte man meinen, dass sie Dir ebenfalls immer wieder eine Chance gegeben hat

Zitat von Olli1: sie Arbeitet und wohnt mit meinen Sohn zusammen, sonst macht sie nichts weiter, aus den jungen werde ich auch nicht schlau der sagt nichts, darüber ich möchte nur wissen was das ganze soll oder bewegen, ist es Tradition sich so in der Familie oder Öffentlichkeit sich so zu verhalten, andere Kultur.
Aus Deinem Sohn wirst Du nicht schlau? Wie war denn grundsätzlich die Bindung zu ihm? Du hast ihn doch mit erzogen und zumindest seine ersten 18 Jahre mit ihm zusammengelebt?
Zitat von Olli1: Ich bin ja auch vor der Heirat konvertiert zum Islam, so üblich, ich sage mal es könnte vielleicht auch am Glauben liegen,
Du bist vor 40 Jahren zum Islam konvertiert - weil „so üblich“, hast Dich aber niemals mit den (üblichen, Ausnahmen gibt es immer) Sitten, Regeln und Gebräuchen auseinandergesetzt? Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit/vor anderen sind nun mal vielfach ein NoGo. Auch spielt oftmals der Familienverbund eine viel größere Rolle als bei uns Mitteleuropäern; hat Vor- und Nachteile.
Zumindest S. (ich hoffe, inkl. Zärtlichkeiten) gab es ja mal zwischen Euch. Wenigstens 1 x vor >28 Jahren

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Zitat von Olli1: ihr Verhalten, wenn ich zu Besuch bei ihr bin, ist sie eigentlich immer beschäftigt in der Küche, also irgendwas ist immer, um mir nach meiner sicht, nicht unbedingt zu begegnen, fühle mich auch nicht wohl dann dort.
Besucht sie Dich auch mal?
Ihr habt Euch schlicht über Jahre auseinander gelebt. Das liegt sicher nicht nur an einem/einer von Euch. Ich finde Euer beider Verhalten - so wie Du es beschreibst - schwierig. Ihr lebt getrennt.
Sie unterstützt ihre Familie - von ihrem Geld, wie Du deutlich geschrieben hast - und reist alleine in ihre Heimat. Was sie dort macht, überlässt Du einerseits ihr (geht Dich nichts an, Du hast mit der Familie gebrochen), andererseits krittelst Du daran rum (Wohnung). Du machst viele Reisen alleine mit dem Zweirad (sei Dir gegönnt) und fragst auch nicht danach, ob es ihr gefällt. Ein gemeinsamer Urlaub - auf den sie sich freut - cancelst Du kurzerhand, weil Dir wieder einmal (nach so vielen Jahren) einfällt, dass Du das alles nicht mehr willst.
Dann trennt Euch doch endlich sauber und endgültig. Seid Ihr in Deutschland rechtsgültig verheiratet? Ein guter Fachanwalt für Familienrecht kann Dich beraten, ob eine Scheidung Sinn macht oder ob Ihr es beim „Getrennt“-Status belassen solltet. Ü70 kann das durchaus eine Überlegung wert sein, wenn keine/r von Euch nochmal heiraten möchte.
Und dann genieße Dein Leben, mache Deine Reisen und erwarte nicht, dass sich Deine Frau nach 40 Jahren noch ändert. Wird sie sich vermutlich genauso wenig wie Du.