Zitat von unregistriert:Ehrlich gesagt noch nicht ganz. Nehmen wir den Fall von meinem Freund F. mit seiner neuen Frau. Wenn er für diese kleine Familie alles tut, macht er das natürlich in dem Sinne, es in erster Linie für seine Liebste zu machen. Er ist im Job sehr aktiv und selbstständig, Wohnung ist wunderschön renoviert. Er käme nie auf den Gedanken, das seine Konzentration auf seine Frau von ihr angezweifelt werden würde.
Ja er käme nie auf den Gedanken, aber woher weiß sie das?
Du sagst, weil er so hart arbeitet, weil die Wohnung so hübsch renoviert ist.
Ich verstehe das schon irgendwo, aber woher nehme ich als Frau die Gewissheit, daß er nicht für JEDE Frau die Wohnung so hübsch renoviert?
Deswegen sind Grenzen oder Meinungsäußerungen so wichtig. Macht er das für mich/uns/die Beziehung oder würde er das für jede andere eben auch tun?
Woher weiß Frau das?
Zitat von unregistriert:Wenn ich Dich richtig verstehe müsste er ihr aber öfters direkt klar machen, das er das nicht für jede andere Frau, sondern nur für SIE machen würde? Wie könnte er das denn tun? Der ist ein harmoniebedürftiger Mensch, denke mal er macht alles um Konflikten mit ihr aus dem Weg zu gehen.
Genau!
Wie er das tut? indem er Grenzen klar macht. Versteh doch, -und nein ich sage nicht, daß Frauenlogik besonders toll ist, aber es hilft ja dann doch nicht- die Frauenlogik besagt, einmal richtig kühl mit einem Liebling zum letzen Mal, ich hasse Panna Cotta (Vanille Pudding) zum Nachtisch, validiert nicht nur Schoko-Pudding, sondern gibt ihr das Gefühl, daß er sehr wohl den Unterschied zwischen ihr und den anderen kennt. Es ist nicht egal.
Harmoniebedürftigkeit ist verständlich, aber die wenigsten Männer verstehen, was sie damit anrichten. Die tun das ja aus Zuneigung. Aus Frauenperspektive aber: ist und bleibt völlig unklar, ob diese Harmoniebedürftigkeit besteht, um diesen Status zu erhalten oder um diesen Status mit MIR zu erhalten.
Egal, ob du ne unsichere Frau oder ne sichere Frau am Start hast, wir müssen sehen, daß Du Dich bewußt für UNS entschieden hast. Wenn wir das nicht sehen, wird's kritisch.
Woher wir wissen, daß Du Dich für uns entschieden hast, indem Du ab und zu ganz deutlich Dich gegen andere Dinge entscheidest.
Wenn Du um des lieben Friedens willen zu allem ja und blah sagst, wissen wir nicht, ob Du das bei der nächsten nicht genauso tust. Damit aber sind wir austauschbar.
Wenn Du ab und zu nein sagst, dann gibt es dem ja von Dir automatisch Gehalt.
Damit Deinem Ja zu uns als Frau.
Und das lässt und bleiben.
Klarer?