Zitat von tesa:Aber Mädels, was heißt das für uns? Nur ja nicht verlieben! Keinerlei Gefühle investieren und schon gar keine zeigen. (Das entspricht den Inhalten von "warum die nettesten Männer die schrecklichsten Frauen haben .... und die netten Frauen leer ausgehen)
Leider scheint da was dran zu sein, denn ich bin eine Frau, die erst nach seeehr langer Zeit überhaupt mal ganz vorsichtig irgendwelche Gefühle bzw. echte Nähe zulässt. War schon immer so bei mir. Was allerdings dann sehr häufig zur Folge hat, dass die Herren sich in den ersten Wochen total verknallen und mir dann Stress und Druck machen, weil sie sich Sicherheit wünschen. Auch, bevor es überhaupt irgendwie zum 6 kommen konnte schon (und was soll man denn von einem Mann halten, der schon vor dem ersten 6 um eine Beziehung bittet?

)
Meine Freundin sagt immer: warte mal ab, bis Du einen triffst, in den DU Dich zuerst verliebst. Dann geht es Dir auch mal so wie uns allen

Möglich ist das, ist aber bisher nur ein einziges Mal passiert, und da ging es ja auch direkt in die Hose.
Ich höre das aber umgekehrt von Männern genauso, dass sie es ständig versauen mit den Frauen, die sie wirklich wollen. Weil sie sich zu früh verlieben, zu früh nach Sicherheit fragen, zu früh zu viel wollen, und dann hauen die Frauen ab. Also das ist wohl echt geschlechtsunabhängig, sondern eher eine Typfrage. Und das "Nachsehen" im Spiel der Liebe haben halt die, die sich zu oft/zu schnell/zu leicht verlieben oder sich zu früh eine Beziehung wünschen, während die, die viel mehr Zeit brauchen um sich einzulassen und noch viel mehr, um überhaupt über eine Beziehung nachzudenken, natürlich im Vorteil sind.
Liebesgefühle sind ja tatsächlich abhängig vom Empfinden des Gegenübers. Bei absolutem Desinteresse wachsen sie nicht weiter bzw. sterben sie auch schnell wieder. Ein bisschen Hoffnung auf Erwiderung brauchen sie halt schon. Bei zu viel Interesse vom Gegenüber (also deutlich mehr, als man selbst hat) wachsen sie auch nicht und sterben auch wieder ab. Bei etwas geringerem Interesse vom Gegenüber bzw. zwischenzeitlichen Unsicherheiten wachsen sie, kommt dann noch mal eine Abfuhr zwischendurch dazu, die aber nicht jegliche Hoffnung killt, wachsen sie meist ins Unermessliche.
Das sind leider die normalen Mechanismen, also ein bisschen "Widerstand" ist halt nötig (was im Grunde auch normal ist, man prüft und testet ja den anderen und auch, wenn man heute noch verknallt war kann der andere ja morgen irgendwas Saudoofes machen, das dann wieder einige Gefühle absterben lässt). Wenn man sich des anderen zu früh zu sicher ist, dann wachsen Gefühle nicht weiter und dann kommt man wohl über das Stadium "ganz interessant" nicht hinaus.