Zitat von Felica: Die Frau möchte, dass Ihre Bedürfnisse nun gelebt werden, nachdem sie 28 Jahre seine lebte bzw es vielleicht so empfindet.
Moment. Das ist unzulässige Sachverhaltserweiterung oder aber, kleiner blinder Fleck, eher von Deinen Gefühlen gefärbt.
Der Eigangstext liest sich nach, wir haben geheiratet, weil wir beide das Gleiche wollten. Wir haben das Gleiche jahrelang mal mehr mal weniger gut gelebt.
Wenn die Lady jahrelang sich ihm angepasst hätte, was der Text nicht hergibt, wessen Verantwortung ist das, an der Stelle zu sagen, uiiii, ich glaube, ich habe mich aus Gründen viel zu sehr angepasst und das möchte ich jetzt auflösen?
Die Verantwortung gebührt demjenigen, der sich angepasst hat.
Nochmal: ihre Bedürfnisse sind absolut und völlig klar ok.
Zwei Leute ein gemeinsamer Pakt. Wenn dann einer sich weiter an den Pakt hält, der andere aber einen neuen will, dann ist es an dem dafür Verantwortung zu übernehmen. Da gibt es kein, Du MUSST mit mir jetzt für meine (überraschend) neuen Bedürfnisse, einen Kompromiss suchen.
Sondern dann gibt es nur ein, hey hör mal, das hat sich geändert, magst Du mitziehen? Ui nein. Ok. Dann muss ich das jetzt auflösen.
Sollte es tatsächlich so gewesen, daß sie nur jahrelang ihm gegenüber ihre wahren Bedürfnisse hintenangestellt hätte, dann ist doch auch nur wieder die Frage, wem gebührt die Verantwortung dafür?
Demjenigen der sich bewusst oder unbewusst für die Anpassung entschieden hat oder demjenigen, der nichtsahnend dachte, beide wären auf der gleichen Seite?
Ich erkenne an, Du möchtest auf eine bestimmte Sache hinaus. Finde ich sehr fair. Aber ich verstehe nicht, an welcher Stelle, wir bei, er ist genauso verpflichtet einen Kompromiss zu suchen, landen?
Meinst Du, Du könntest das vielleicht ein bissl erklären?
Interessiert mich wirklich, an welcher Stelle ist derjenige, der den einmal geschlossenen Pakt weiterleben möchte, für die Veränderung der anderen Seite verantwortlich?