Nalf
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@Mascha18: Dass die Kids irgendwann zum Spaßdaddy wollen, wird nicht passieren. Die wissen ganz früh und völlig ohne Worte, wo sie zu Hause und sicher sind und wo nur Urlaubsfeeling herrscht. Klar, bei Wutanfällen wird schon gerne Mal gedroht, dass man dann eben zu Papa geht, weil man da immer Fernsehen dürfe, das coolere Rad steht oder keine Hausaufgaben gemacht werden müssen. Ich greif das dann immer in einer ruhigen Minute, wenn der Konflikt gelöst ist, auf und biete an, dass das Kind, wenn es denn wirklich möchte, natürlich zu Papa ziehen kann, weil es dort ja auch zu Hause ist, und ich dann ganz oft zu Besuch käme und das Kind am WE zu mir. Bisher war die Antwort immer "Nee, lass Mal. Es ist gut so wie es ist."
Die Kids spüren ganz genau, was das echte Familienleben ist und was nur Jahrmarktszuckerwatte. Die nehmen den Jahrmarkt natürlich mit und lieben ihren Vater auch über alles. Aber was sie sich eigentlich wünschen, dass Papa wieder mit ihnen und Mama wohnt und alle sich vertragen, das gibt es halt nicht mehr. Und das Zweitbeste, dass mal Mama und mal Papa zum Musikunterricht und ins Bett bringt, geht mit ihrem Papa halt nicht. Also nehmen sie das, was geht. Und holen sich das, was fehlt, bei dem, der es bereitwillig gibt. Das Verhältnis zwischen den Kids und Dir wird enger werden, wenn Dein Nochmann abtaucht. Und das ist etwas Schönes.
Du wirst Dich mit den Kids eingrooven, zum Schulfest nur noch Gekauftes und nicht mehr Selbstgemachtes mitbringen, ganz viel fluchend im Stau stehen und andere Mütter bitten, Mal eben was für Dich mit zu übernehmen. Aber dadurch entstehen auch tolle Freundschaften unter Müttern. Und das Fluchen im Stau befreit. Du schaffst das! Es wird sich nach dem ersten Jahr alles einspielen und dann nicht anstrengender sein, als es mit dem Vater im Haushalt war. Meistens wird es sogar leichter.
