Ich schlafe momentan auch sehr schlecht, ohne Grund, einfach so. Du bist nachvollziehbar total aufgewühlt, kein Wunder, dass es da mit dem Schlaf nicht klappt. Kommt wieder!
Zitat von Leopoldine1511: Ich habe nun viel nachgelesen. Es ist gefährlich Narzissmus, toxisch etc. selbst zu diagnostizieren,
Gefährlich ist es nicht, für viele scheint eine solche Diagnose eine einfache Erklärung zu sein. Aber letztlich können nur Fachleute Diagnosen erstellen - die meisten hier gehören nicht dazu. Vor allem: Es bringt Dir nicht wirklich was in Deiner Situation, ob er nun Narzisst, toxisch oder einfach nur ein @rschloch ist.
Zitat von Leopoldine1511: aber ich glaub es bald wirklich, mit dem stimmt in der Richtung tatsächlich was nicht.
Du magst es vielleicht nicht glauben, aber dass sich jemand plötzlich so mies bei einer Trennung verhält, ist absolut nicht ungewöhnlich. Meine These - ja, Küchenpsychologin bin ich natürlich dann doch auch

ist, dass sich so jemand einfach selber vormachen MUSS, das der Partner/die Partnerin einfach schlecht war und alles falsch gemacht hat.
Sie wissen ja tief in sich selbst, dass sie sich feige und verantwortungslos aus dem Staub gemacht haben. Wohlgemerkt: Ich rede nicht davon, dass ein Ehepartner nicht aussteigen darf. Jede/r darf seine Ehe/Beziehung beenden; auf das WIE kommt es an. Natürlich tut es dann demjenigen, der zurück bleibt, trotzdem weh. Aber es macht einen Unterschied, ob eine Trennung wertschätzend oder nicht erfolgt.
Ich hatte auch ein EXemplar, dass sich heimlich eine Wohnung angemietet hat. Nee, stimmt nicht - die wie-lange-auch-immer Affäre/Next hat das für ihn erledigt. Das hätte er sonst nämlich auch nicht geschissen bekommen… Es war mir ein großer Trost, dass sie genau den Mann bekommt, den ich auch hatte - mitsamt seinen Stärken und vor allem auch Schwächen.
Ich denke, dass hat viel mit Konfliktscheue zu tun. Nur nix unangenehmes ansprechen…
Zitat von Leopoldine1511: Habe ich mir selber die Jahre gestohlen? Ich kann grad gar nicht gedanklich mit mir Frieden schließen bzw. es akzeptieren.
Ich habe da auch länger mit mir gehadert. Aber letztlich hatte ich ja einen Anteil daran, dass ich so lange „ausgehalten“ habe. Und es war ja nun auch nicht alles schlecht. Wir hätten z. B. vielleicht unser Kind/unsere Kinder nicht; jedenfalls nicht so, wie sie sind und wir sie lieben.
Dein Wert hat nichts mit Deiner gescheiterten Ehe zu tun.
Klar tut es weh, wenn das Leben so ganz anders läuft, als wir es mal geplant hatten. Der Abschied von der „heilen Familie“ fiel mir auch sehr schwer, obwohl sie - bei Lichte betrachtet - schon lange gar nicht mehr so heil war. Wunschvorstellungen halt…
Für Dich ist wichtig, dass Du Deinem Nochmann gegenüber den Rücken grade machst und nicht einknickst. Die Zeiten, in denen er Dich mit Vorwürfen überhäufen kann, sind vorbei - er hätte während Eurer Ehe genug Zeit für konstruktive Gespräche gehabt, wenn ihm z. B. bei der Kindererziehung was nicht gepasst hat. Sein Nachtreten kann er sich schenken; Du bist nicht sein Fußabtreter.
Überlass Deinem Anwalt die Kommunikation und alle Regelungen mit ihm und mach die Schoten dicht: Keine Mails, keine WhatsApp, keine SMS mehr an Dich; Anrufe schon gar nicht. Eure Söhne sind alt genug, dass Du da nicht mehr dazwischen hängen musst.
Und wenn Du dann nachts schlaflos weinen musst: Aufi, das macht nix! Das darfst Du Dir zugestehen!