Zitat von Tin:Hm. Ich will in einer Nicolas Sparks Verfilmung leben und lieben. Hoher Anspruch, ich weiss. Aber ich bin sehr ehrgeizig.
LOL. Na, da sei dir auch unbenommen

Und würde ich auch jedem wünschen. Ehrgeiz passt da allerdings nicht wirklich dazu. So wahrer großer Liebe gehört auch Demut.
Dennoch, es ist doch klar, dass die wenigsten diese überhaupt finden. Zumindest nicht eine solche, die auf beiden Seiten gleich groß ist und ein Leben lang hält. Das ist schon auch Ausdruck unserer Wegwerf-Gesellschaft hier gleich zu meinen, sie sollte sich trennen, nur weil sie theoretisch weiß, dass es jemand geben kann, der besser zu ihr passt und der ja rein theoretisch auch auftauchen könnte. Mit dem sie ein Familienleben führen könnte, das sie eigentlich will. Aber erfahren genug ist, um zu wissen, dass das die wenigsten finden. Wenn sich alle aus langjährigen Beziehungen trennen würden, die nicht mit the ultimative one and only zusammen sind, hätten wir keine Scheidungsrate 50, sondern von 97%.
Außerdem, so Aussagen sollte man auch nicht überbewerten. Das kann einer Krise geschuldet sein, und ist ja nur eine Momentaufnahme. Wer weiß schon, was sonst noch alles passiert ist, dass sie in Zweifel zieht, ob er wirklich der Richtige für sie ist. Vermutlich hat doch fast jeder in einer langen Beziehung mal Ausbruchsszenarien im Kopf. Was da jetzt wirklich bezeichnend sein soll, zeigt sich mir nicht. Deshalb kommt es mir eben auch naiv vor, eine Grundsatzdiskussion anzustrengen mit dem moralischen Zeigefinger, dass jeder, der nicht ununterbrochen davon überzeugt ist, ewiglich in seiner aktuellen Beziehung zu verharren, sollte sich sofort trennen. Aber scheinbar gehe ich etwas weniger von oben herab mit meinen Mitmenschen um und betrachte nicht jeden von einem moralischen Podest heraus, nur weil er nicht in einem Nicolas Sparks-Film lebt
