LinaS
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ich weiß nicht, ob ich mein Thema hier richtig platziere, aber ich würde gern einfach meine Geschichte erzählen und erhoffe mir vielleicht hier wertvolle Inputs mitzunehmen.
Ich bin seit 10 Jahren mit meinem Ehemann zusammen. Die Beziehung lief ganz am Anfang noch komplett falsch, was mir zu dem Zeitpunkt nicht bewusst war. Ich war 19 und er ist mein erster Freund, auch sonst habe ich vor ihm keine Jungs gedatet etc., ich war total verliebt und er stand immer an erster Stelle.
Damals fing alles mit dem Aussortieren von Freundinnen an, bis irgendwann man auf alle verzichten musste. Dann kamen Beleidigungen noch dazu und ständiges Auf- & Ab, mal war alles wunderbar, mal total schlimm. Dazu kam noch unter Stress setzen, wie zum Beispiel „entweder bist du in 1h da oder kommst nie mehr wieder“. Auch Kontrollieren kam irgendwann dazu.
Circa 2 Jahre nach unserem Zusammenkommen wurde die Hand zum ersten Mal gehoben, Grund - verschüttetes Glas. Ich kann mich nicht mehr gut daran erinnern, aber ich hatte ziemlich viele blaue Flecken im Gesicht, die ich danach zu verstecken hatte. Am nächsten Tag tat ihm alles leid, das wollte er nie machen. Da er an dem Tag getrunken hatte, habe ich den Alk. für schuldig erklärt und wir lebten dann wie gewohnt weiter.
Ich kann mich nicht erinnern, wie lange es verging bis zum zweiten Mal, aber ja ein zweites Mal gab es auch. Zwar waren die Abstände ziemlich groß, aber alles blieb ansonsten gleich. Es ändert sich ununterbrochen alles - 1 Woche alles Gut / 1 Woche Katastrophe.
Im letzten Jahr hat sich alles noch mal verschlimmert. Da er eifersüchtig auf einen Nachbar war, wurden die Fälle immer öfters und es steigerte sich immer mehr. Auch dieses Jahr trotz Umzug kommt es weiter dazu. Mal sind schon kleine Streitigkeiten der Auslöser und mal ist es schlimmer. Auch die Ausrutscher wurden anders, das Gesicht bleibt so gut es geht verschönt, dafür wird der Bauch getroffen, mal mit Fäusten, mal mit Tritten. Tatsächlich noch teilweise auszuhalten, aber schmerzen tut es trotzdem. Es ist mittlerweile auch so geworden, dass nur seine Eltern guter Umgang für mich sind - seiner Meinung nach. Und in jedem Streit ist er am Ende, das Opfer oder der Rechthabende.
So langsam habe ich einfach keine Kraft mehr das auszuhalten. Mittlerweile ist mir alles egal geworden, das ganze Leben, es gibt nichts mehr, was mir Spaß macht oder Freude bringt. Und obwohl ich alles sehr gut verstehe und einschätzen kann, immer wenn ich gehen will, kann ich es nicht. Am Ende tut er mir immer leid und ich denke jedesmal, das wird besser, aber das tut es nie.
Danke fürs Lesen! Ich weiss nicht, was ich mir mit dem Beitrag erhoffen, aber ich würde mich freuen, einfach die Meinung von anderen zu hören, oder sogar zu erfahren, wie andere den Absprung geschafft haben.
Danke!
Schönen Abend!
Lina