Zitat von Tonia1402:Ich war immer positiv, frech, selbstbewusst . .
Er hat mich anders kennen gelernt. . als starke, selbstbewusste Frau. Aber ich muss ehrlich sagen, dass mir Sätze wie "finde zu deiner alten Stärke zurück etc. nicht weiter helfen, weil ich jahrelang versucht habe zurück zu finden zu meinem alten Ich.
Fakt ist leider, dass mein jetziges Leben nichts mit dem vorherigen zu tun hat.
Und ich aus medizinischer Sicht auch nicht mehr zu alter Gesundheit zurück finden werde.
Yep - das alte Leben ist in der Form, wie es war, vorbei. Das kommt immer wieder vor im Leben - Veränderung.
Was aber bleibt ist die grundlegende Persönlichkeit. Wenn du sagst, du wärst eine starke, selbstbewusste Frau gewesen, dann kannst du das auch jetzt noch sein - innerhalb deiner jetzigen Situation. Du kannst auch jetzt noch positiv, frech, selbstbewusst sein. Voraussetzung ist, dass du deine Situation angenommen und akzeptiert hast und schaust, wie du an welchen Stellen so autark wie möglich sein kannst. Und für die anderen Stellen kannst du sehr wohl um Hilfe fragen dürfen / müssen. Aber bitte nicht weinerlich sondern klar und selbstbewußt. Und wenn es da keine Hilfe von der jeweiligen Person gibt, gut, dann nach einer anderen Lösung suchen bis sie gefunden ist.
Aber alles von einem anderen abhängig zu machen, überfordert diesen einen Menschen zu sehr, zumal halt nicht die freche, selbstbewußte Person zurückstrahlt.
Es sind nicht die Umstände, die uns bestimmen, sondern das, was wir daraus machen. Komm raus aus deinem Selbstmitleid. Und wenn du mir antworten solltest, dass ich keine Ahnung habe, wie es dir geht, dann schreiben wir per PN weiter. Denn ich weiß SEHR GUT wie das ist. Aber ich werde hier meine speziellen Herausforderungen nicht zu sehr nennen. Ich gehöre zu denen, deren Problem weltweit bekannt ist, und man nichts machen kann. Mit anderen Worten, mir fehlen auch die medizinische, soziale und menschliche Unterstützung über viele Jahre. Und die Uniklinik sagte mir vor vielen Jahren "Viel Glück beim Überleben!"
Ich weiß sehr gut, wie es ist, wenn man abhängig ist. Ich weiß verd.t gut, wie es ist, wenn man fast nichts mehr von dem kann, was vorher war. Ich habe so ziemlich alles verloren. Und? Da bleiben auch die Menschen weg. Aber wenn man dahin kommt zu denken, dass es immer noch viele gute Dinge gibt, die trotz der Situation nicht selbstverständlich sind, wenn man anfängt eine Liste mit Dingen anzufertigen, wofür man alles Dankbar sein darf, dann merkst du recht bald, dass es dir doch eigentlich recht gut geht. Halt nicht wie vorher, aber innerhalb deiner Situation.
Werde wieder dankbar für das, was geht. Werde wieder selbstbewußt, indem du soviel wie möglich selber in die Hand nimmst. Werde wieder frech und nehme dich und deine Situation ein bisschen auf die Schüppe. Werde wieder zu einer Person, mit der man gerne zusammen ist. Das ist total unabhängig von deiner Situation sondern ausschließlich von deiner Einstellung zu allem.
Und dass dein Freund den Fahrdienst bei deinen Freundinnen abgelehnt hat, ist doch ok. Er macht(e) doch echt viel. Er ist nicht dein Diener sondern dein Partner. Nicht dein Fahrdienst sondern dein Gefährte. etc.
Ich habe viele Jahre gebraucht, wieder positiver zu werden, weil sich viele um mich herum viel Mühe geben, mich unten zu halten. Das ist bei dir nicht der Fall. Schaue dir die Geschichten von anderen an, die ebenfalls vom Schicksal gebeutelt wurden, und die aus den Zitronen, die das Leben ihnen gab, dann Limonade gemacht haben.
Jawohl, es liegt an dir, an dir alleine. Und du kannst das! Hier zu schreiben ist schon mal wichtig und solltest du weiter machen, sei es zum auskotzen, zur Orientierung, zum besser verstehen, für weitere Beispiele oder um deinen jeweiligen Fortschritt und Erfolg zu feiern
Hier bist du nicht alleine. Bist du eh nicht
