YsaTyto
Gast
(der vorige Abschnitt steht in meinem Thread)
Für Dich @Trebor72 weil Du Philosophie so liebst! vielleicht erkennst Du, dass Du gar nicht so unfrei bist, wie Du denkst! Und! dass Du Dir aus einem gesunden Instinkt heraus die andere Seite der Medaille-die Depressiven-in der Irrenanstalt angeschaut hast.
Da wir jedoch alleins sind, bin auch ich knallhart und Du depressiv, denn die mythische Ursuppe vereint uns alle, mit ihrer Tentakelnabelschnur umfängt sie uns zärtlich und gnadenlos.
"Bei der Einhausung in die faktische Welt lernen Menschen - vor allem in Kulturen mit hohem Herrschafts - und Einkreisungsfaktor - von frühester Jugend auf, mehr auszuhalten und hinzunehmen, als für sie gut ist; gleichwohl ist es für sie im Sinne des Überlebens gut, wenn sie mehr auszuhalten lernen, als im Sinne eines Lebens aus Freiheit hinzunehmen wäre.
Die Aushaltestrukturen gehören zum eingekreisten Dasein wie die Selbstkontrollzwänge zur fortgeschrittenen Zivilisation.
So ist neben der Flucht ins künftige Werden auch die Flucht ins Dulden und Aushalten eine prototypische Antwort von Menschen auf steigende Unfreundlichkeiten der Weltverhältnisse.
Wenn Individuen in kämpfenden und kargen Populationen sich mit einem hohen Faktor von Freiwilligkeit der Abhärtung verschreiben, bringen sie offenkundig eine Spur von Freiheit ins Spiel, da der Wille zur Härte dem Schicksal, hart werden zu müssen, dem Anschein nach einen Schritt vorraus ist.
Gewollte und bejahte Härte fängt das Schwerwerden ab, das auf die Überlasteten wartet, und nur bei mißlungener Selbstverhärtung treten die Depressionen offen hervor; dies geschieht meistens dann, wenn die Subjekte insgeheim sich nach Leben in einem milderen Klima sehnen. Depressiv wird, wer Gewichte (!
Der Depressive beegnet dem Leben nicht mit fröhlichem Positivismus, sondern mit einem Aufgebot an ruiniöser Anstrengung (
). In dieser fügen sich Angestrengte die Härten des Lebens noch einmal selber zu und schaffen somit die Ausgangslage zu depressiven Schwächungen. Wo solche in Gang gekommen sind, will das Subjekt im Grunde nicht, was es muß, sondern widerspricht mit einem Teil seines Wesens dem Daseinspensum. Es ist dadurch außerstande, den amor fati zu entwickeln, der alle Wechselfälle des Schicksals auf einer inneren Linie anordnet und keinen völlig äußeren Zwang, kein gänzlich selbstfremdes Fatum gelten läßt. . . ."Wohlan wohlan!
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