Zuerst:
Zitat von SlevinS:wenn ich das Gefühl habe ich küsse ein Bonbon ist der Ofen auch aus
Lol, made my day.
Zitat von Urmel_:Also halten wir fest, Frauen töten auch Männer.
Na geh. Ehrlich, puh das hatte ja jetzt irgendwie noch keiner auf den 172 Seiten erwähnt und alle, wirklich alle haben das bestritten.
Zitat von Urmel_:dass Frauen genau so die Fähigkeit haben, Morde zu begehen
Fähigkeit ist das Stichwort.
Tendenziell gibt es aber weniger Amokläufe verursacht durch Frauen, wäre ja möglich, daß es dafür nen Grund gibt ne? Wäre auch möglich, daß es zwei oder drei Leute interessiert, was der wohl sein könnte und vielleicht auch zwei, drei Leute, da so ein klitzekleines bißchen empört drüber sind.
Zitat von Urmel_:Spannend dabei ist, dass die üblichen Störenfriede und Unruhestifter im Geiste an einem rationalen Diskurs, ohne Bleiedigungen oder Ad Hominem-Argumenten gegen den Sender, gar nicht interessiert sind. Weil es ja auch nicht um den Diskurs geht, Sondern um Macht. Macht, sich selber als guter Mensch zu fühlen. Macht, das kleine Ego zu schützen. Macht, die sie eigentlich nicht haben. Weil sie mir hier gar nichts verbieten können. Und das wissen die ja auch.
Aha und deshalb reden wir auch davon daß Frauen (...) genauso wie Männer (...)?
Sorry, aber daß du keine ad hominem Argumentation benutzt, also um mal aus "Schlauburg" rauszukommen vulgo, persönlich wirst, wenn es argumentativ nicht reicht, ist so auch nicht völlig wahr. Darüber hinaus um in Deinem Sprachgebrauch zu bleiben, Du bedienst Dich sehr offensichtlich einem argumenten ad populum. Siehe hier:
Zitat von Urmel_:wenn Du Geschichten hast, bei denen die Männer das Sparbuch der Liebe zitieren (welches es nicht gibt). So nach dem Motto
Zitat von Urmel_:Jetzt bewegst Du Dich auf zwei unterschiedlichen Ebenen.
Frauen haben in der Regel deutlich mehr Plan vom Spiel zwischen Mann und Frau als Männer. Sie verstehen es besser, sie können es besser.
Schon @Ema hatte angemerkt, daß die Idee, etwas in eine Beziehung zu investieren, womöglich zu leisten und auf anderes zu verzichten, im Glauben und im Vertrauen darauf, daß diese Beziehung weiter Bestand hat, jetzt nicht so mega Männer-spezifisch ist.
Aber hier ist ne These, wieso kommen (viele) Männer eigentlich immer, oder wäre das nur, auf nen Trichter, wenn es sie tatsächlich auch mal selbst betrifft.
Zweite Frage dazu, wieso glauben dann diese vielen (nicht alle), daß sie das Sparbuch der Liebe erfunden hätten.
Schließlich, warum können es Frauen vermeintlich besser?
Könnte es daran liegen, daß dieses desperate Sparbuch der Liebe etwas wäre, womit wir uns seit Jahrhunderten auseinandersetzen mussten und deshalb, huch wie profan, einfach Vorsprung durch Lernerfahrung haben?
Nein, Du hast völlig Recht, das kann nicht sein, denn das Problem existiert erst, seit dem es die Düsseldorfer Tabelle gibt.
Aka, auch ab und zu Männer, nicht völlig gerecht behandelt werden.
Zitat von Urmel_:Was ihr Frauen so nicht kennt ist das tief evrankerte Gefühl in uns Männer, liefern zu müssen.
Wenn man/frau sich nur anstrengt, dann wird man/frau auch geliebt? Das ist mE ein universelles Gefühl.
Ich gebe Dir Recht, ich weiß nicht, wie es sich anfühlt, ein Mann zu sein und ich halte es für sehr wohl möglich und wahrscheinlich, daß Jahrhunderte Ideale des Versorgers dort Spuren hinterlassen haben. Ich halte es für sehr glaubwürdig, daß zudem auch zwischen euch untereinander da Konkurrenzen laufen und das aus manch männlicher Sicht, die Wahl zwischen ich ziehe aus und erlege auch ein Mammut oder ich entscheide mich zu Hause zu bleiben und auf das Sparbauch des Mamutjägers zu hoffen, dem ich dann nach 5 Kindern hoffentlich nicht zu dick oder langweilig bin, eine erleichternde sein könnte. Hier ist das Ding, niemand, nicht mal Frauen (einige oder viele) zwingen Euch, als erwachsene Menschen Euch weiter dem Diktat des Liefern müssen auszusetzen. Und ja, sich dagegen zu entscheiden hat, wie für Frauen oder andere Gruppen auch, eben Konsequenzen, die müssen aber nicht schlimm sein, die können vielleicht auch auszuhalten sein.
aber noch ist keine absolut übergewichtige Frau hingegangen und hat sich nen 3-D-Drucker gekauft, um sich dann Opfergruppen auszusuchen, mit der Begründung, niemand schläft mit mir, weil ich dick bin. Und das ist exakt, was manche von Euch tun. Und darüber reden wir; jedenfalls in diesem Thread.
Ich kann sehr gut anerkennen, daß es da einen spezifischen Leistungsdruck gibt. Ich sage aber auch, daß so wie man von Frauen erwartet, sich (friedlich) gegen bestimmte Formen von Druck zu wehren, so ist es an der Zeit, daß Männer dies auch tun. Und zwar ohne, daß dabei Menschen drauf gehen. Und vielleicht auch ohne, daß von Frauen erwartet wird, daß der Verlust einiger offensichtlich nicht sichtbaren Privilegien zu Diskussionen am Rande der Opferkulutur führen. Ich hab kein Problem, zu äußern, daß viele Männer momentan in einer recht blöden und vor allem auch schwierigen Situation sind. Ich habe ferner kein Problem mit diesen Männern Gespräche über Wahrnehmung von Privilegien zu führen.
Ich habe ein Problem damit, mich für blöd verkaufen zu lassen.
Daß die Privilegien verloren gehen, ist Tatsache. Und nein, deshalb wird die Welt nicht untergehen und auweia, deshalb finde ich nie einen Mann (Quintessenz solcher Diskussionen), ist nett aber nicht zielführend. Weil es weder um das Überleben der Menschheit geht, noch mit Verlaub mein Leben so langweilig oder eindimensional ist, daß das einzige Hai-raten (Hammerhai) oder Fortpflanzung wäre. Die meisten Frauen, die ich kenne, haben den "kritischen" (vulgo Treborismen) Männern eins voraus, jahrhundertelange Anpassung und daher Übung im Durchsetzen ihrer Interessen trotz übermäßiger Hürden.
Schau mal, was Peterson oder eben auch Du (jedenfalls zum Teil) postulierst, ist eine From von intellektuellem Negging. Und selbstverständlich ist das nicht ohne Wirkung, nur eben inzwischen auch recht häufig mit der Wirkung versehen, daß die meisten es wahrnehmen und sich trotzkessen nicht mehr in ihrer Wahl beeinflussen lassen. Klar kann ich mich auch als Frau zurücksehnen in die dystopische, ähm utopische Illusion der guten alten Zeit. Oder ich geh halt wählen, kauf mir eine Handtasche, Flugticket, ne Wohnung und leb mein Leben. Und wenn jemand des Weges kommt, der nett ist, dann schlaf ich halt auch mit dem.
Und klar, kannst Du mir erzählen, daß wäre weder das, was ich will, noch was für mich gut ist oder, oder, oder. Du kannst es auch gerne in Latein oder schlaue Worte verpacken, aber bitte glaub doch nicht, daß ich als Frau nicht sehe, daß
Zitat von Urmel_:und mir diese einseitige Sichtweise auf den Pinsel geht, weil am Ende des Tages da nur eine politische Agenda betrieben wird:
Nö, es wird einfach Kapitalismus betrieben.
Die PUA-Industrie ist inzwischen mehrer Milliarden Euro wert. Kommt noch nicht an die Diät-Industrie heran, hat aber dennoch überhaupt nichts mit Politik zu tun.
Es gibt haufenweise Männer wie:
Zitat von Trebor72:Ich hoffe nur, dass es noch ein paar vernünftige Frauen gibt.
oder
Zitat von Trebor72:Frauen sollten anders aussehen als Männer.
Weil sie eben oft wie Männer gehen und aussehen, weiß man nicht, was sie eigentlich noch wollen.
Jemand, der an seinem Glaubenssystem festhalten will und nur zwei Generationen davon entfernt ist Upper zu nehmen um dünn zu werden oder bleiben und die rules zu lesen.
Geht nicht um Politik, geht um Geld.
Falls Du es noch immer nicht verstehst, der Punkt, an dem ich dich fighte, ist kein politischer sondern ein wirtschaftlicher. Naja und vermutlich ein genervter, in 10-15 Jahren kommen dann Bücher auf den Markt, die Body-Positivity für den Mann vorschlagen und es wäret wegen des Holzfällens (extra für @hahawi ein kleines Bonmot). Das, was ich so nervig finde, ist, daß ein Problem nur ein Problem ist, wenn es für eine ganz bestimmte Gruppe existiert. Und diese Gruppe ist zumeist, männlich und sehr oft weiß.
Eure Ignoranz finde ich bedenklich. Und der Glaube, ihr wärt die ersten, die das Problem identifizieren, ähm erstaunlich, manchmal komisch.
Weiters (extra für die Wiener),
Zitat von Plentysweet:a die Liste ist sicher beliebig erweiterbar ! Überhaupt der ganze hormonelle Mist wie Wechseljahresbeschwerden und so .
Und se müssen auch nicht ü40 Haare färben und so .
Und auch nicht wissen, wann Tante Ilse Geburtstag hat oder das Patenkind.
Auch keine Handcreme kaufen.
Und nicht die Geburtstagskuchen der Kinder liebevoll mit Motiven verzieren .
Ich mochte Deine Liste total, aber weißt Du, was so großartig ist. Wir entscheiden uns. Heutzutage mußt Du Dir früher oder später überlegen, aber eben darfst das auch. Du mußt das alles nicht, Du kannst. Aber dadurch daß wir immer wissen, wann der absolut nicht wichtige Geburtstag von Tante Ilse ist, ist es uns möglich soziale Bindungen aufzubauen, manche aus echtem Interesse, manche weil es wäret wegen der Kinder, Katze, des Hamstern Nachbar.
Darauf aber kommt es an, wir haben die Fähigkeit, ohne Partner in sorry plentyoflove zu verwandeln.
Die Wahl ist Tante Ilse zu ignorieren oder willkommen zu heißen, als single ist es Deine, in Partnerschaften bist Du so oft (oder bringst Dich selbst) in die Position es zu übernehmen.
Zitat von hahawi:Hätte ich geheiratet, weil ich die Liebe meiner Mutter suche, ich wäre bei einer Packung tiefgekühlter Fischstäbchen am besten aufgehoben gewesen.
Spannende Aussage. Österreich ist ein Binnenland, wieso Fisch-Stäbchen?
Schließlich:
Zitat von Ricky:Das Einzige was man dann noch gentleman-wise machen kann, ist "seinen Hut nehmen" und gehen.
Hach, ich hoffe auf ein Comeback des Huts. Nicht so depperte Haarreifen mit ner Feder oder einem Mascherl dran, sondern Hüte für die Damen und Herren.
Ich frage mich ja, ob wenn wir alle (wieder) Hüte tragen würden, wir weniger nackig auch hier miteinander umgehen. Aber das bin einfach ich und mein etwas kruder Sinn für Humor.
PS: @vorname , aller Seelen. Nett, aber schon auch ganz schön emo-lastig oder.