Zitat von Schnickschnack:Es war schon immer Realität!
Ja, das denke ich auch.
Und es ist auch interessant, hier über evolutionäre Prägungen und psychische Störungen zu lesen.
Was ich halt auch denke, das die Ursache schlichtweg in der Erziehung liegt.
Dass man Männern nicht beibringt, mit "Niederlagen" umzugehen, ihnen nicht beibringt, Hilfe und Unterstützung zu suchen, ihnen nicht beibringt, Schwäche und Verletzlichkeit zuzulassen.
Ich habe es in Trebors Strang geschrieben, ich gebs hier nochmals rein:
Toxische Männlichkeit
Die soziologische Geschlechterforschung geht davon aus, dass einige der Verhaltensweisen und Umgangsformen zur Demonstration von Männlichkeit als giftig oder schädlich zu begreifen sind, vor allem, da sie ein sehr eindimensionales und schablonenhaftes Bild von Mann-Sein entwerfen. Zu diesem (als toxisch verstandenen) Bild von Maskulinität zählen u. a.:
Männer dürfen keine Schwäche zeigen, sondern müssen hart sein.
Gefühle sollten weitestgehend versteckt oder unterdrückt werden, es sei denn, es handelt sich um Wut oder Aggression.
Konflikte werden durch Gewalt gelöst.
Ein wahrer Mann artikuliert seine Ängste und Sorgen nicht, sondern behält sie für sich.
Männer sind nicht überfordert oder hilflos; sie packen Probleme an und bewältigen sie, ohne andere um Hilfe bitten zu müssen.
Verhaltensformen, die als verweichlicht oder weibisch gelten (Weinen, Schüchternheit, Angst, liebevolle oder zärtliche Gesten etc.), gehören sich nicht für einen richtigen Mann.
Männer sind im Umgang mit anderen grundsätzlich auf Wettbewerb und Dominanz ausgerichtet, nicht auf Kooperation.
Ein echter Mann will immer S. und ist auch immer dazu bereit.
Männer und Frauen sind grundsätzlich nicht in der Lage, einander zu verstehen oder miteinander befreundet zu sein.
Männer, deren Körper nicht dem maskulinen Idealbild entsprechen (breitschultrig, muskulös, hochgewachsen, schmerzresistent), werden nicht ernst genommen oder verlacht.