YsaTyto
Gast
Zitat:Na ja, fremdgehen auch, wenn es mit Lügen einhergeht. Da wäre nämlich mein vertrauen hin und damit einer meiner drei Liebespfeiler (für mich heißt Liebe Respekt, Vertrauen und Loyalität - das gebe ich, wenn ich liebe, das brauche ich aber auch, um mich geliebt zu fühlen).
Misverständnis. Ich meinte mit Fremdgehen das hier:
Kaetzchen
Zitat:mir ist bewusst, dass Männer 6 anders erleben als Frauen, deshalb bin ich da auch sehr großzügig.
Für mich ist es auch dann Fremdgehen, wenn es offen kommuniziert wird.
Aber ich habe über den Begriff in diesem Kontext auch nicht nachgedacht. Wie nennst Du es, wenn der Säggs mit einer dritten Person innerhalb einer Beziehung kommuniziert wird?
Ich muss es nicht unbedingt wissen, wenn mein Liebster eine Nacht mit einer anderen verbringt. Fände das komisch, wenn er mich vorher fragt.
Ich bin mir auch fast sicher, dass mein jetziger Ex fremdging. Wie es so oft ist- ohne jede Spionage ist es heraus gekommen. Ich hätte ihn ohne Problem auch extra ausspionieren können, hatte seinen Wohnungsschlüssel, seine Tagebücher und alles lagen immer offen da.
Würde sowas aber nie tun weil ich mich immer an meinem Gefühl orientiere- wie fühlt es sich zwischen uns an?
Er bestand übrigens auf eine stikte monogame Beziehung. Meinetwegen, denn für mich gibt es in Beziehung sowieso so gut wie nie ernsthafte andere Verlockungen. Also war das nicht ganz fair, ist aber nicht ungewöhnlich: er wollte die absolute Sicherheit und die bekommt man natürlich am ehesten auf diese Weise.
@plentysweet
Zitat:Wie geht das in der Realität- kann man so Beziehung leben![]()
?
na schau Dir an, wie Langzeitbeziehungen so verlaufen. So oder so kommt das Thema irgendwann mal vor.
Hier im Forum, und auch jetzt gerade, wird das Thema ja sehr gebündelt gesprochen, aber zumindest bei mir in realen Beziehungen, geht es ja nicht ständig um Säggs (mit anderen), im Ggt. In meinen Beziehungen war Säggs nicht das Bindemittel. Das wäre für mich auch kein geeigneter Partner weil anderes im Fokus stehen sollte, wie gemeinsame Interessen. Ein Mann, der ständig Abenteuer braucht, wäre langweilig für mich.
Hier wird das so breit diskutiert. . .aber real ist es in einer guten Beziehung doch eher so, dass nach Jahren vielleicht mal ernsthaft etwas anderes verlockt- ob man Monogamie vereinbart, oder nicht.
Aber zu Deiner Frage: ja, ich denke schon. Mein Ex und ich vereinbarten zwar Monogamie, aber er ging ja fremd. Solange ich merke, dass das nicht unsere Beziehung beeinträchtigt, er ganz bei mir ist, ist das kein Thema für mich. Ich habe ihn nicht mit meinem Wissen konfrontiert und bis auf einen kurzen Stich im Herzen, auch nicht drunter gelitten.
Wäre das allerdings zur Dauereinrichtung geworden und dazu noch diese Doppelmoral, wäre ich weg gewesen, wenn er nicht bereit gewesen wäre, offen mit mir drüber zu sprechen.
Und in meiner Langzeitbeziehung fand ich zum Ende heraus, dass es da auch mal einen Ausflug gegeben hat
Damals war ich noch jünger, unsicherer, hatte über all das noch nicht richtig nachgedacht und ging in die Luft. Das war`s dann aber auch. Für mich kein Trennungsgrund.
Allerdings ist es für mich ein starker Trennungsgrund, wenn mein Liebster lieblos, ignorant. . .ist, wir nicht mehr schmusen usw.
Da bin ich sogar übermäßig streng. Nicht weil ich das für besonders besonnen halte, sondern weil ich nicht anders kann
Dann mache ich meinem Liebsten noch eine Weile die Hölle heiß, Tränen, Gezeter, Drama. . . und dann gehe ich.
Das ist auch ein Thema, das mich sooo oft beim Lesen im Forum wundert. Da heißt es z.B.: joah, ich gebe es ja zu- wir redeten seit Jahren nicht miteinander, berühren uns nicht mehr usw., ich hab`s halt hingenommen. Aber jetzt ist es aus, ein für alle Mal! Denn er/sie hatte Säggs mit einem/einer anderen!
Da frage ich mich: wie um Himmelswillen haben die so eine lieblose Beziehung ausgehalten? Ich würde krepieren! Es wird aber ausgehalten und die großen Gefühle kochen erst hoch, wenn ein Dritter im Bunde ist.
@Parzifal
Zitat:die Grenzen zwischen Loyalität und Abhängigkeit sind fließend. Wo hört die Loyalität auf und wo fängt die Abhängigkeit an?
Muß man(n), um loyal zu sein, manchmal seine eigenen Überzeugungen "vergessen"?
Kann die Loyalität nicht auch soweit gehen, daß die Bezeihung letztendlich scheitert?
werde bitte konkreter. Mir sagt das gar nichts. Ich sehe auch keinen Zusammenhang zwischen Loyalität und Abhängigkeit oder dem Aufgeben eigener Überzeugungen. Habe es jedenfalls nie erlebt. Es sind ganz normale Loyalitäts-Basics.
Und übrigens denke ich, dass es definitiv immer eine gewisse Abhängigkeit gibt, wenn man ernsthaft ein Leben zusammen aufbaut. Ist aber was anderes als diese klassische Abhängigkeit.
. Und das in meinem hohen Alter hihi
