Hallo Totto,
Zitat:Schon ein komischer Mix an Neurotransmittern der da in einem unterwegs ist. Kennt ihr das?
Ja, ich kenne das. Es war immer wie ein Pendel, von einem Extrem ins andere. Ich habe mich manchmal für Stunden total gut gefühlt, und Abends hat es mich mit voller Wucht erschlagen.
Auch in Deinem Fall wird die Verarbeitung noch etwas dauern, hab keine Angst davor! Manche Menschen hetzen regelrecht durch solche Phasen, wo doch die Verarbeitung eine ganz wichtige Sache ist. Wenn gelernt hat, dass und wie man loslassen kann, dann hat man sehr viel für sich gewonnen. Also lass Dir ruhig alle Zeit, gesunde und wachse!
Mit der Akzeptanz das ist so eine Sache. Man soll alles bejahend annehmen. - Nun fragt man sich, warum und wie mache ich das? Die Partnerin hat mich verlassen, warum soll ich jetzt . ?
In erster Linie wäre es die Akzeptanz der Trennung an sich. Es ist vorbei, sie kommt auch nicht wieder zurück.
Diese Einsicht tut sehr weh, es entstehen unschöne Gefühle.
Die Gefühle entstehen aus Gedanken ,zB "es ist vorbei" und unserer Wertung dieser Gedanken. "das darf nicht sein!".
Unser Unterbewusstsein merkt, dass hier ein Handlungsbedarf besteht, und schätzt die Lage als überlebenswichtig ein. Es sucht und blättert, aber es findet keine Anleitung. Es wird Dir diese Gedanken daher immer wieder zeigen.
Man fühlt das als absolute Hilflosigkeit. Du sagst, Du hast im Auto "
Nein!" gesagt. Das ist diese Wertung, das Wehren gegen die Situation, und nur das tut weh. Manchmal sind es auch Glaubenssätze, wie "sie kann doch nicht einfach. ".
Man kann allerdings seinen Fokus und die Sichtweise + Wertung verändern. Man weiss aus Erfahrung, dann man schon andere Trennungen und schlimme Situationen überlebt hat, richtig? Und man weiss, dass auch diese Situation überleben wird. Sag Dir:
Ja. Diese Beziehung ist beendet. Es tut weh, aber das ist ganz normal. Es wird seinen Grund haben und ich werde erfahren, wie ich mich wieder heilen kann. Das fühlt sich schon etwas besser an, als ein "Nein". Sag "Ja, sowas passiert im Leben" und du fühlst Dich weniger hilflos.
So könnte der erste Schritt aussehen. Brich den Kontakt zu ihr auf unbestimmte Zeit komplett ab! Wenn Kopfkino kommt, schau es Dir an. Schau ganz genau hin, es verliert seinen Schrecken mit der Zeit. Wenn die Tränen und die Trauer kommen, lass sie raus! Wenn Wut oder der Impuls kommt, die Kontaktsperre zu brechen, schreib es aus dir raus. Nur
nicht ihr, schreib es auf Papier und verbrenne es dann. Oder schreib mir. (Unser Kopf unterscheidet nicht wirklich, an wen die Mail oder der Brief jetzt tatsächlich ging). Panik, Schmerzen und Trauer gehen alle vorbei und alleine bist Du nicht.
vG FT