Mich würde ja mal interessieren, ob Eure von Dir initierten Gespräche sich "nur" um Sex drehen. Nicht falsch verstehen, ich finde den körperlichen Aspekt in einer Paarbeziehung auch sehr wichtig. ABER: Um herauszufinden, woran es bei ihr hapert, warum sie keine Lust auf Dich hat, wäre folgender Dialog kontraproduktiv:
Du: Wir haben keinen Sex mehr
Sie: Ich habe so viel um die Ohren
Du: Ich will aber endlich wieder Sex mit Dir haben
Sie: Ich habe aber grade keinen Kopf dafür. Und habe Bauchweh
Du: Brauchst Du ne Auszeit? Fahr mit Freundinnen los und erhol Dich - danach haben wir vielleicht endlich wieder Sex…
Sie: Nee, brauch ich nicht.
Du: Ich sehe es ja lässig, wenn Du mit anderen Sex hast. Aber nur, wenn bei uns das mit dem Sex auch gut läuft
Sie:
Will fragen - dreht sich jedes Gespräch, das Du mit ihr führst, letztlich um nicht vorhandenen Sex? Oder fragst Du sie auch völlig unabhängig davon, wie es ihr geht, wie sie sich fühlt und wie sie Eure Beziehung sieht? Ich schrieb es schon mal: Viele Frauen genießen den Sex nur, wenn die Beziehung stimmt. Was da bei Euch immer im Argen sein mag, sollte vielleicht doch mal mit einem Mediator als Hilfe durchleuchtet werden - das sag ich ausdrücklich ohne irgendeine Schuldzuweisung.
Aber ganz offensichtlich ist doch bei Euch eine Schieflage; jedenfalls, was das Begehren betrifft. Da muss nicht, aber kann natürlich ein anderer Mann dahinter stecken. Das aufzudröseln wird in einem Zweiergespräch, in dem sich jeder im Kreis dreht, eher nicht möglich sein.
Ist natürlich die Frage, ob Ihr beide bereit seid, da mal drauf gucken zu wollen…
Zitat von Deceived_m: Ich wollte das daheim dann loswerden und war schon ein wenig stolz dass das gelungen ist. Reaktion "ja das ist toll, hast schon Hunger?". Ja gern, leg auf das alte Schnitzel Das sind dann so Kleinigkeiten... Ich brauche wirklich wenig Bestätigung, aber wie soll da ein WIR kommen. Whatever...
Hmm. Was hat sie denn von Deinem Bonus; kann sie den als "Unserer" ansehen? Ist da ein WIR gegeben? Nee, dass sie in Deinem Haus wohnt, Du ihr ne Putzfrau und ne Auszeit spendieren willst, das meine ich nicht. Auch nicht, dass Du ihr die Hälfte abgeben sollst - mir geht es eher darum, wie Du es vermittelst.
Du schreibst, Dein Leben dreht sich nicht nur um den Beruf. Woanders hast Du aber auch geschrieben, dass Du oft erst nach Hause kommst, wenn Euer Nachwuchs bereits im Bett ist. Dienstreisen mit Übernachtung finden ebenfalls statt. D. h. doch, dass Deine Partnerin häufiger alleinerziehend ist, was den Alltag mit Kleinkind betrifft. Arbeiten geht sie auch und sie wuppt den Haushalt. Hast Du eine Vorstellung davon, wie anstrengend das sein kann? Habt Ihr jemals vorm Kindermachen darüber gesprochen, wie es in der Praxis aussehen soll, wer was übernimmt und habt Ihr beide Euren Part dann eingehalten?
Wärst Du bereit, beruflich kürzer zu treten und künftig Euer Kind im 50:50-Modell zu betreuen? Oder gar zu 100% die Betreuung von jetzt auf gleich auf Dauer zu übernehmen, falls die Mutter plötzlich ausfällt?
Ja, es ist Shaize und für ne gute Beziehung ungesund, wenn es kein Sexleben mehr gibt. Auf die Gründe neutral schauen zu lassen, könnte helfen; jedenfalls, wenn noch Interesse an der Beziehung besteht. Okay, manchem Mann mag es auch reichen, wenn die Frau einfach mitmacht, die Augen schließt und an England denkt…